Vom Partner lernen

 Bauingenieurin Fatma Deniz und Maschinenbauingenieur Aytekin Yalcinkaya, Angestellt der Stadtverwaltung in Anamur, besuchten die Partnerstadt Bingen. Begleitet von Übersetzerin Kübra Gümüssoy informierten sich die beiden Fachkräfte über verschiedene Bereich zum Themen "Umweltschutz, Naturschutz, Abfallwirtschaft". Offiziell begrüßt von Oberbürgermeister Thomas Feser, stellte Bürgermeister Ulrich Mönch im Anschluss die Struktur und Aufgabenverteilung der Stadtverwaltung Bingen vor. In der Kreisverwaltung erhielten die türkischen Besucher Informationen über die Struktur und Aufgaben des Umwelt-und Energieberatungszentrums. Danach wurde der Bürgersolarpark in Sprendlingen besichtigt. Zum Bereich "Abfallwirtschaft" erkundigten sich die beiden Ingenieure in der Biomasseanlage in Essenheim, der Grünschnittanlage in Nieder-Olm und auf einem Wertstoffhof. Neben den vielen fachlichen Terminen durfte natürlich der gemütliche Teil nicht fehlen, die Mitglieder des Freundeskreises Bingen-Anamur zeigten dem türkischen Besuch verschiedene typisch rheinhessische Gaststätten und Schriftführerin Anke Aslanifard lud die Türken zum gemeinsamen Abendessen zu sich und ihrer Familie nach Hause ein. Die Fortführung des Projekts erfolgt 2019 mit einer Reise von Binger Stadtangestellten nach Anamur.

 

Foto: Kreisverwaltung Mainz-Bingen (Umwelt- und Beratungszentrum)

v.l.: Martina Schnitzler (Architektin und Energieberaterin), Muzaffer Ceyhan (Freundeskreis), Kübra Gümüşsoy, Fatma Tuğba Deniz, Aytekin Tuğra Yalcçıkaya, Helmut Spoo (Leiter des UEBZ), Helmut Irmen (Freundeskreis)

 

 

 

 

 

 

Foto: Stadtverwaltung Bingen

 

v.l.: Kerstin Petes (TouristInfo Bingen), Fatma Tuğba Deniz, Kübra Gümüşsoy, Thomas Feser (Oberbürgermeister von Bingen), Aytekin Tuğra Yalçınkaya


‚Musikmonat Mai‘ ist einzigartiges Angebot

(ffm) Beeindruckt hat sich Oberbürgermeister Peter Feldmann bei seinem Besuch des Projektes „Musikmonat Mai - 12. Frankfurter Musiktage für Schulen“ gezeigt. Dabei unterstrich er dessen Bedeutung für das gesellschaftliche Klima unserer Stadt. Der Oberbürgermeister bedankte sich bei der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (HfMdK) als Initiator sowie ihren Kooperationspartnern und ermutigte, das Engagement fortzusetzen.

 

Bereits zum zwölften Mal veranstalten an schulpflichtigen Vormittagen im Mai alle Musikinstitutionen Frankfurts Projektangebote für die Schulen der Stadt. Diese sind nach Bildungsgang und Alter der Teilnehmer differenziert. Das Projekt ermöglicht seinen Teilnehmern, neue musikalische Erfahrungen zu sammeln. Der Oberbürgermeister nahm an einer Präsentation des 7. Jahrganges der IGS West aus Höchst teil. Diese hatte unter Anleitung einen Popsong als Klassenband erarbeitet. Zu den Kooperationspartnern der HMfdK gehören neben anderen die Alte Oper, das Dr. Hoch’s Konservatorium, das hr-Sinfonieorchester und die Jugendmusikschule Bergen-Enkheim.

 

„Das Projekt ist einzigartig“, sagte Feldmann. Er betonte „Der ‚Musikmonat Mai‘ erreicht alle Kinder Frankfurts – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft!“ Der Zugang zu musikalischen Erfahrungen sei keine Selbstverständlichkeit. Dabei lobte der Oberbürgermeister das zumeist ehrenamtliche Engagement der beteiligten 300 Künstler, die das Programm für über 3000 Kinder aus 40 Schulen auf die Beine stellen. „Auch das ist ein Beispiel für das Miteinander in der Frankfurter Stadtgesellschaft.“

 

 

Schon 2006 initiierte die HfMDK den 1. Tag der Schulmusik mit einem Aktionstag. Inzwischen ist es der gesamte Monat Mai, in dem die unterschiedlichsten Projekte für Frankfurter Schüler angeboten werden. Projektleiter aller Frankfurter Musikinstitutionen gehen ehrenamtlich mit Unterrichts-, Workshop- und Vortragsangeboten in Schulen oder laden diese ein.


Gelebte europäische Freundschaft

Bürgermeister Uwe Becker empfängt die französische Staatssekretärin Geneviève Darrieussecq

(ffm) Einen Tag bevor der französiche Präsident Emmanuel Macron in Aachen mit dem Karlspreis gewürdigt wird, empfängt Bürgermeister Uwe Becker die Staatssekretärin des Verteidigungsministeriums Geneviève Darrieussecq, in der Stadt Karl des Großen.

 

„Hier, im Kaisersaal, sehen Sie die einzige vollständig erhaltene Galerie aller 52 Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, von Karl dem Großen über Friedrich Barbarossa bis zu Franz II. Tausend Jahre europäischer Geschichte spiegeln sich in dieser Galerie wider“, sagt Bürgermeister Uwe Becker und betont, dass man nicht nur in der Vergangenheit schwelgen möchte. „Aktuell werden die Weichen für das zukünftige Europa gestellt. Die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland spielt für das neue Europa dabei eine wichtige Rolle.“

 

Die Bedeutung der Beziehungen beider Länder ist nach dem Zweiten Weltkrieg und mit der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages stetig gewachsen. Die deutsch-französische Freundschaft ist zum Kern des Friedens in Europa und zum Kern der Europäischen Gemeinschaft geworden. Das ist eine beispiellose, zugleich aber auch beispielhafte geschichtliche Leistung beider Völker.

 

„Aktuell steht Europa vor großen Herausforderungen. Die Europäische Union ist brüchig geworden. Umso wichtiger ist die enge Zusammenarbeit unserer Länder als Kern und Motor dieser Union, um Europa insgesamt Stabilität zu verleihen“, sagt Bürgermeister Uwe Becker.

 

 

Die Staatssekretärin und Bürgermeister Becker sprachen im Anschluss noch, wie wichtig die Pflege der deutsch-französischen Freundschaft ist, und dass die Freundschaft längst auch im Alltag der Menschen gelebte Realität ist. Diese vielfältigen Beziehungen, insbesondere zwischen jungen Menschen in beiden Staaten, tragen dazu bei, dass das gute Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist. Auch die Partnerschaften der Stadt Frankfurt am Main mit Lyon und Deuil-La Barre prägen bei vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern diese besondere Freundschaft, die selbstverständlich geworden ist. Gleichwohl sollte selbstverständlich sein, wie wichtig es ist, sich immer wieder bewusst zu machen, dass diese Freundschaft eben nicht selbstverständlich ist, sondern ständig gepflegt werden muss.


Oberbürgermeister Peter Feldmann und VVN fordern bundesweiten Feiertag am 8. Mai

(ffm) Am 8. Mai 1945 endete mit der Kapitulation des Nazi-Regimes der Zweite Weltkrieg. In vielen Ländern Europas wird diesem Datum seither in Form eines Gedenktages oder eines gesetzlichen Feiertages Rechnung getragen. In Deutschland ist dies bisher nicht der Fall. Doch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN BdA), der am Dienstag, 8. Mai, eine Gedenkveranstaltung am Römerberg organisierte, setzt sich für die Einführung eines entsprechenden Feiertages in Deutschland ein.

 

„Der VVN fordert den 8. Mai als bundesweiten Feiertag. Dies ist eine gute Idee, die auch meine Unterstützung findet. Wir dürfen nicht vergessen, was zwischen 1933 und 1945 passiert ist. Ich danke dem VVN dafür, dass dessen Mitglieder die Erinnerung am Leben halten, gerade in einer Zeit, in der nur noch wenige Zeitzeugen leben, um der Nachwelt von den Gräueln und Schrecken des Zweiten Weltkriegs persönlich zu berichten“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann während der Gedenkveranstaltung auf dem Frankfurter Rathausplatz.

 

Unter dem Motto „Wer nicht feiert, hat verloren!“ feierten zahlreiche Teilnehmer mit Zeitzeugengesprächen, Diskussionen und Open Air-Konzerten das offizielle Ende des Zweiten Weltkriegs vor 73 Jahren. „Dies ist ein Fest der Verständigung, gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenhass. Ich sage in aller Deutlichkeit: Der Römerberg ist der richtige Ort dafür! Denn wie der VVN richtig anmerkt, wurden vor über 70 Jahren nicht nur die Überlebenden des Naziterrors befreit, sondern eine ganze Gesellschaft. Was bis heute bleibt, ist unsere individuelle Freiheit und die große Dankbarkeit gegenüber den Ländern, welche die NS-Diktatur niederkämpften“, sagte das Stadtoberhaupt.

 

Feldmann erinnerte zudem an jene Emigranten, die trotz aller Zweifel nach Kriegsende nach Deutschland und Frankfurt zurückkehrten, und am Aufbau „unseres demokratischen Staates“ mitwirkten. Auch gebühre Dank und Respekt all jenen, die in Deutschland und in den von Deutschland besetzten Ländern Widerstand gegen die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten leisteten.

 

 

„Freiheit muss immer neu erstritten werden. Wir dürfen nicht nachlassen, für sie einzustehen. Die emanzipatorische Entwicklung der letzten 50 Jahre wird momentan von verschiedenen Gruppen in Frage gestellt. Wir müssen unsere offene und demokratische Gesellschaft gegen geistige Brandstifter verteidigen. Gegen die rechten Demagogen werden wir Demokraten nicht um einen Fußbreit weichen! Das gilt für Frankfurt und das gilt weltweit“, appellierte Feldmann an die Anwesenden.


Zwischen Erde und Meer

Kuratorin führt durch Ausstellung „Entre Terra e Mar“ im Weltkulturen Museum

(ffm) Das Weltkulturen Museum lädt ein zur Kuratorinnenführung in der Ausstellung „Entre Terra e Mar. Zwischen Erde und Meer. Transatlantische Kunst“ mit Amerika-Kustodin Mona Suhrbier am Mittwoch, 16. Mai, um 18 Uhr. Die Ausstellungsmacherin gibt Einblick in die Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Künstlern und führt aus der Perspektive der Kuratorin durch „Entre Terra e Mar“.

 

Das Weltkulturen Museum präsentiert zeitgenössische politisch-poetische Interventionen und Werke der international bekannten Künstler Ayrson Heráclito und Rigo 23. Die Ausstellung bildet einen Höhepunkt in der langjährigen Beschäftigung des Museums mit afrobrasilianischen und indigenen Aspekten in Kunst und Kultur Brasiliens und setzt neue Impulse hinsichtlich der aktuellen Wahrnehmung transatlantischer Kunstprozesse zwischen Afrika, Europa und Amerika. Hierzu gehört besonders die Begegnung der Künstler mit Sammlungsobjekten aus Südamerika und Afrika. Ihre Objektauswahl spiegelt eigene Sichtweisen und Schwerpunkte wider und ist in der Ausstellung zu sehen.

 

 

Der Ausstellungseintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Die Führung im Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29 ist kostenlos.


‚Biografie! ‘ist das Motto von literaTurm 2018

9. Literaturfestival FrankfurtRheinMain vom 4. bis 10. Juni in Frankfurt und der Rhein-Main-Region

(ffm) Alle zwei Jahre veranstaltet die Stadt Frankfurt ein großes Literaturfestival in Frankfurt und der Rhein-Main-Region. Als Konzeptfestival setzt literaTurm einen wechselnden thematischen Schwerpunkt. In diesem Jahr stehen unter dem Motto „Biografie!“ zum Buch gewordene Lebensgeschichten im Zentrum. Zwei Lesungskonzerte mit dem Ensemble Modern, mehrere Podiumsgespräche und ein Filmabend runden das Programm ab. Insgesamt finden 44 Veranstaltungen mit rund 100 Autoren, Wissenschaftlern, Journalisten und Musikern statt. Der Frankfurter OpernTurm bleibt ein zentraler Veranstaltungsort.

 

Vom 4. bis 10. Juni veranstaltet das Kulturamt Frankfurt zum neunten Mal das Literaturfestival literaTurm. Unter dem Motto „Biografie!“ präsentiert das Festival in diesem Jahr die verschiedenen Formen des Erzählens von Lebensgeschichten: als Sachbuch zu historischen Figuren, als Autobiografie oder autobiografisch grundierter Roman oder als Künstlerroman. Podiumsgespräche, wie zum 200. Geburtstag von Karl Marx oder dem Jubiläum von 1968, ein von literaTurm in Auftrag gegebenes Lesungskonzert mit Felicitas Hoppe und Iris ter Schiphorst, interpretiert vom Ensemble Modern und ein Abend zu georgischer Literatur begleiten das Programm. Insgesamt 81 Schriftsteller, Wissenschaftler und Journalisten diskutieren und untersuchen im Rahmen des Festivals die verschieden Spielarten biografischen Schreibens.

Kulturdezernentin Ina Hartwig unterstreicht die Bedeutung von literaTurm als bundesweit einmaliges Konzeptfestival und betont seine Stadt und Region verbindende Kraft: „Als Festival, das sowohl in Frankfurter Türmen als auch an ausgewählten Orten der Region wie in Wiesbaden, Offenbach, Bad Soden, Hanau und Oestrich-Winkel stattfindet, festigt literaTurm das gemeinsame Selbstverständnis der Rhein-Main-Region als ein kulturelles Kraftzentrum. Mit seinem diesjährigen Motto ‚Biografie!‘ greift das Festival Fragen im Spannungsfeld von Herkunft, individueller Lebensgeschichte und Identität auf, die gerade angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen von großer Bedeutung sind.“

 

Festivalleiterin Sonja Vandenrath ergänzt: „Biografien erleben eine Renaissance. Sie heben ein Einzelschicksal heraus, das über das rein Individuelle hinausweist. Das kann ein Zeitalter, ein Werk oder auch ein Menschheitsverbrechen sein. Ob die Lebenswege wirklich so waren, spielt bei Biografien weniger eine Rolle als die Frage, wie gut sie erzählt sind. Das gilt umso mehr für ein Literaturfestival wie literaTurm, das im biografischen Schreiben das Literarische sucht. Imagination und Erzählfluss verbindet die in diesem Jahr vorgestellten Biografien mit autobiografisch grundierten Romane und den Künstlerromanen. Wie noch nie zuvor bewegt sich literaTurm 2018 im Zwischenreich der Fakten und Fiktionen.“

 

Zu den Höhepunkten des Festivals zählt die Eröffnungsveranstaltung im Dominikanerkloster mit der Uraufführung eines Lesungskonzertes, das die Schriftstellerin Felicitas Hoppe und die Komponistin Iris ter Schiphorst konzipiert haben. Die Auftragskomposition für literaTurm 2018 wird vom Ensemble Modern aufgeführt. Weitere Höhepunkte sind Veranstaltungen mit Karl Heinz Bohrer, Eva Demski, Durs Grünbein, Jakob Hein, Dominique Horwitz, Lamya Kaddor, Ijoma Mangold, Anthony McCarten, Klaus Modick, Ralf Rothmann, Barbara Stollberg-Rilinger, Linn Ullmann, Josef Winkler sowie Martin Walser zusammen mit Jakob Augstein.

 

Seinem Anspruch als kuratiertes Konzeptfestival wird literaTurm erneut mit einer Reihe von hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen gerecht: anlässlich des Karl Marx-Jubiläumsjahr sprechen die Biographen Jürgen Neffe, Eva Weissweiler und Uwe Wittstock über seine Person und sein Werk (6. Juni). An die 68er-Bewegung, ihre Erfolge und die gemeinsamen Jahre mit dem politischen Aktivisten Rudi Dutschke erinnert der Abend mit dessen Weggefährten Gretchen Dutschke und Milan Horáček im Gespräch mit dem Politologen Wolfgang Kraushaar (10. Juni).

 

Zum neuen Schwerpunkt Sachbuch sind im Programm etwa neuere Biografien zu Ludwig van Beethoven, Helmut Kohl, Helmut Schmidt, Claude Lévi-Strauss und Kaiserin Maria Theresia vertreten. Ein Filmabend rundet das Festivalprogramm ab und zeigt den Werdegang der amerikanischen Dichterin Emily Dickinson in „A Quiet Passion“ von Terence Davies (2016).

 

Ein Großteil der Veranstaltungen findet auch in diesem Jahr wieder in den namensgebenden Türmen statt. Dazu zählen der OpernTurm und die nahe gelegene ODDO BHF-Bank. Neu hinzugekommen ist der ebenfalls an der Bockenheimer Landstraße gelegene Büroturm Westend-Duo. In Frankfurt sind darüber hinaus das Archäologische Museum, die Mensa der Städelschule, das Dominikanerkloster, das Haus der Deutschen Ensemble Akademie, das Freie Deutsche Hochstift, das Hessische Literaturforum im Mousonturm, das Literaturhaus, das Filmmuseum, das Haus am Dom, die Evangelische Akademie Frankfurt, das Diakoniezentrum WESER5 und der Kuhhirtenturm Lesungsorte. Außerhalb Frankfurts finden zudem Veranstaltungen in Bad Soden, Bad Vilbel, Darmstadt, Eppstein, Hanau, Hochheim, Oberursel, Offenbach, Oestrich-Winkel und Wiesbaden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern statt. Sie werden ermöglicht durch die großzügige Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

 

literaTurm wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie zahlreiche Raumsponsoren und Kooperationspartnern. Unter http://www.literaturm.de sind alle Informationen zu den Veranstaltungen und Mitwirkenden abrufbar. Das Festival wird auf in den sozialen Medien mit dem Hashtag #literaturm2018 kommuniziert.


Oberbürgermeister Peter Feldmann überreicht zehn engagierten Frankfurtern Ehrenbriefe des Landes Hessen



(kus) Seit Ministerpräsident Albert Osswald 1973 die Ehrenbriefe des Landes Hessen ins Leben rief, ist es gute Tradition, jene ehrenamtlich Engagierten zu ehren, die sich über einen langen Zeitraum auf besondere Weise im Bereich der demokratischen, sozialen und kulturellen Gestaltung um unsere Gesellschaft verdient gemacht haben. 
Am Montag, 19. März, überreichte Oberbürgermeister Peter Feldmann die Ehrenbriefe des Landes Hessen im Kaisersaal des Frankfurter Römers an zehn Frankfurter, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement über Jahre und Jahrzehnte hinweg bewiesen haben, dass ihnen diese Gesellschaft und die Stadt Frankfurt in besonderer Weise am Herzen liegt. „In der heutigen Zeit ist verantwortungsbewusstes und selbstloses Handeln zum Wohl der Gesellschaft nicht selbstverständlich. Ich kann daher nur immer wieder betonen: Ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement ist das Fundament unserer demokratischen Stadtgesellschaft. Ehrenamt schafft Verbindungen. Deswegen ist Ihr bürgerschaftliches Engagement nicht nur ein Gewinn für andere, sondern immer auch für einen selbst – Frankfurt steht für Solidarität und Sie verkörpern diesen Charakterzug unserer weltoffenen Stadt“, würdigte der Oberbürgermeister den unermüdlichen Einsatz der zehn Geehrten. Im Anschluss an seine Ansprache verlieh Feldmann die Ehrenbriefe an Günther Kraus, Manfred Lipp, Egidius Planz, Falk Dorgathen, Hannelore Dörr, Brigitte Fay-Cajnko, Hans-Jürgen Schmidt, Detlef Lack, Thomas Dahlmann und Thomas Bender.

Hierfür wurden die Empfänger der Ehrenbriefe gewürdigt:

Thomas Bender war von 1989 bis 1993 sowie von 1996 bis 2002 zweiter Vorsitzender der Turngemeinde Höchst und ist seit 2002 erster Vorsitzender des Vereins.  Brigitte Fay-Cajnko war von 1996 bis 1998 zweite Kassiererin der Turngemeinde Höchst. Seit 1998 ist sie die erste Kassiererin und gilt als gute Seele des Vereins, in dem sie seit über 70 Jahren Mitglied ist. Thomas Dahlmann ist seit März 2003 Schriftführer beim Kultur- und Geschichtsverein Frankfurt-Seckbach. Seit Oktober 2004 bis heute ist er ebenfalls Schriftführer bei der Arbeiterwohlfahrt Seckbach. Hannelore Dörr ist seit 2004 erste Vorsitzende Kleingärtnerverein Goldstein sowie seit 2008 Vorsitzende der Stadtgruppe der Frankfurter Kleingärtner.
Falk Dorgathen ist seit 2005 beim Deutschen Roten Kreuz aktiv und Gruppenführer der Teileinheit „SEG Behandlung“ im 2. Sanitätszug des Hochtaunuskreises. Dorgathen leistet jährlich weit über 1500 ehrenamtliche Arbeitsstunden ab und wird von seinen Kollegen geschätzt für seine hohe fachliche und soziale Kompetenz. Günther Kraus ist seit über 45 Jahren Mitglied der Sängervereinigung Nieder-Erlenbach, seit 60 Jahren Mitglied des Sportvereins TSG Nieder-Erlenbach und seit über 17 Jahren Mitglied im Polizeichor Frankfurt am Main. Im November 1992 zählte Kraus zudem zu den Gründungsmitgliedern der Tinnitus-Selbsthilfegruppe Frankfurt. Seitdem ist er Mitglied in deren Vorstand. Detlef Lack hatte 1969 bis 1989 Funktionen bei der Turn- und Sportgemeinde Frankfurter Berg 1957. Er war 16 Jahre lang Kreislehrwart beim Hessischen Handballverband. Seit 1998 ist er Mitglied des Stiftungsvorstandes der Stiftung Wegscheide. Lack war Mitinitiator und Gründungsmitglied des Regionalrates Frankfurter Berg sowie Mitinitiator des Vereinsring Frankfurter Berg. Seit 2008 ist er Schulformvertreter, seit 2002 Vertreter der verbundenen Schulformen im Beratergremium des Stadtschulamtes. 
Manfred Lipp hat sich als Vorsitzender des Regionalrates Schwanheim, als Stadtbezirksvorsteher sowie als Vorsteher des Ortsbeirates 6 über viele Jahre hinweg um die Belange seiner Heimat verdient gemacht. Egidius Planz ist seit 1984 in verschiedenen Funktionen Mitglied der Naturfreunde Deutschland. Seit 17 Jahren engagiert er sich ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht Frankfurt und seit elf Jahren als gesetzlicher Betreuer. Darüber hinaus ist Planz in diversen weiteren Gremien wie der IHK, der Steuerberaterkammer und dem SPD-Ortsverein Frankfurt-Ostend aktiv. Hans-Jürgen Schmidt ist seit 1996 zweiter Vorsitzender des Karnevalvereins „Die Fidelen Eckenheimer“ und legt besonderes Augenmerk auf soziale Veranstaltungen für Senioren. Seit Mitte der 90er-Jahre ist er im Sozialwerk der Bundesfinanzverwaltung tätig.

 

 


Mainz trauert um seinen Ehrenbürger Karl Kardinal Lehmann

Am Sonntag, den 11. März 2018 verstarb im Alter von 81 Jahren der langjährige Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann.

Karl Lehmann war von 1983 bis 2016 Bischof von Mainz. 2001 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt. Im gleichen Jahr wurde Lehmann aufgrund seines vielfältigen Engagements um die Landeshauptstadt Mainz Ehrenbürger.

Oberbürgermeister Michael Ebling: "Wir trauern um den Mainzer Ehrenbürger Karl Kardinal Lehmann. Kardinal Lehmann war eine hochgebildete Persönlichkeit, die in herausfordernden Zeiten Orientierung geben konnte und stets durch seine Warmherzigkeit und Empathie als Mensch zu überzeugen wusste.

Ihn zeichnete vor allem seine Offenheit für die Menschen aus. In einer Zeit, in der so viele, nicht mehr offen sind, in der sich viele gar nicht mehr bemühen, einander zu verstehen, in der die Schranken nicht nur an die Grenzen, sondern auch in manche Köpfe zurückkehren, werden wir diese Eigenschaft wohl mit am meisten vermissen.

Karl Kardinal Lehmann war damit Vorbild, vor allem aber auch immer Anstoßgeber für Debatten: in der Weltkirche, in Deutschland und in Mainz. Große Anerkennung gilt seiner Leistung als Brückenbauer zwischen Kirche und Gesellschaft sowie als verlässlicher und konstruktiver Partner im Dialog mit den anderen christlichen und nichtchristlichen Religionsgemeinschaften.

Er hat die an ihn gerichteten Erwartungen als Wegweiser, Brückenbauer und Moderator nicht nur erfüllt, sondern auf vielfache Weise übertroffen. Hohe theologische Kompetenz und persönliche Glaubwürdigkeit verbanden sich in seiner Person auf überzeugende Weise und strahlten weit über unsere Stadtgrenzen hinaus. Wir werden ihn sehr vermissen."

Kondolenzbücher

Wer seiner Trauer um unseren Ehrenbürger Karl Kardinal Lehmann Ausdruck verleihen möchte, kann dies in einem der ausgelegten Kondolenzbücher im Dom oder im Mainzer Rathaus tun. Das Bistum Mainz hat zudem ein Online-Kondolenzbuch geschaltet.

 


Neuer Vorstand bei Bingen-Anamur e.V.

Foto: Freundeskreis (v.l.): Anke Aslanifard,  Ahmet Cakan,  Michaela Heintke, René Nohr, HelmutIrmen, Dieter Glaab, Ruhsen Lorey, Hans-Jürgen Klöckner

Neuer Vorstand bei Bingen-Anamur e.V.

Langjähriger Vorstandsvorsitzender Helmut Irmen kandidiert nicht mehr, mit ihm geht eine Ära zu Ende.

Im 6. März 2018 fand die alljährlich stattfindende Mitgliederversammlung des Freundeskreises Bingen-Anamur e.V. statt. Über zwanzig Mitglieder und Interessierte informierten sich über die zurückliegende Arbeit des Vereins, die Vorstandsvorsitzender Helmut Irmen mittels vieler Fotos schilderte. Hervorzuheben ist die Fahrt nach Anamur im Mai 2017 zur Eröffnung des Partnerschaftsgartens, während der u.a. Binger Brezeln verkauft wurden. Dies ist der krönende Abschluss des Bäcker-Austauschs aus den Jahren 2016 und -2017.Für das Jahr 2018 gibt es ebenfalls viele Vorhaben: Fachkräfte-austausch von Stadtangestellten aus Anamur im März, offizieller Delegationsbesuch in Anamur Ende Mai und Unterstützung bei der Fortführung der Schulpartnerschaft zwischen der Elisabethen-schule in Sprendlingen und einer Förderschule in Anamur. Ob für wanderlustige Binger Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2018 eine Kultur- und Wanderreise nach Anamur angeboten wird, hängt von der politischen Situation im Partnerland ab.Klar strukturiert und gut nachvollziehbar stellte Kassenwart René Nohr denKassenbericht für 2017 dar. Auf Antrag der Kassenprüferin wurde der Gesamtvorstand daraufhin einstimmig entlastet.Der scheidende Vorsitzende Helmut Irmen dankte dem Vorstand für die vertrauensvolle Teamarbeit und all denen, die mit ihm die Ziele der Städtepartnerschaft verfolgt haben. Er wünschte dem neuen Vorstand alles Gute, Kraft und Ausdauer, um mit Freude und Erfolg weiter an der Partnerschaft zu arbeiten.Michaela Heintke, stellvertretende Vorsitzende, bedankte sich bei Helmut Irmen für seine unermüdliche Arbeit als Vorstandsvorsitzender in den zurückliegenden sechs Amtsjahren, die viele herausragende und vorbildliche Aktivitäten zur Förderung der Städtepartnerschaft zwischen Bingen und Anamur als Ergebnis hatten. Auf einstimmigen Beschluss der anwesenden Mitglieder wurde er zum Ehrenmitglied des Freundeskreises Bingen-Anamur ernannt. Hans-Jürgen Klöckner und Dieter Glaab, beides Gründungsmitglieder des Freundeskreises, scheiden aus ihrem Vorstandsamt aus. Symbolisch für die geleistete Arbeit erhielten sie ein deutsch-türkisches Geschenk.Der im Anschluss für zwei Jahre neu gewählte Vorstand setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Michaela Heintke wird erste Vorsitzende, Ruhsen Lorey und Muzaffer Ceyhan ihre beiden Stellvertreter. René Nohr bleibt  Schatzmeister und Anke Aslanifard wird neue Schriftführerin. Als Beisitzer wurden Ahmet Cakan, Dilek Elcin und Kerstin Peters gewählt.

 

Nach dem offiziellen Teil lud der Freundeskreis alle Anwesenden zu einem leckeren, landestypischen türkischen Imbiss mit Tee und Wein ein.



Preissenkungen in Frankfurt, Wiesbaden und Mainz und niedrigste Tariferhöhung seit Verbundgründung

RMV-Aufsichtsrat tagt in Bad Homburg: 50 Prozent günstiger mit RMVsmart50, neue Fahrzeuge für das Taunusnetz, Einführung einer neuen Seniorenkarte in Frankfurt

(kus) In seiner Sitzung am Dienstag, 12. September, im Kulturbahnhof in Bad Homburg hat der Aufsichtsrat des RMV die Anpassung des Tarifs, die Einführung neuer Angebote und die Anschaffung neuer Fahrzeuge beschlossen.

 

Zum 1. Januar 2018 wird der Tarif des RMV um durchschnittlich 1,5 Prozent erhöht. Dies ist die niedrigste Fahrpreiserhöhung seit Gründung des Verkehrsverbundes im Jahr 1995. Auch für die kommenden drei Jahren schafft der RMV Planungssicherheit für die Fahrgäste: Der Aufsichtsrat beschloss eine Deckelung der Tarifanpassung für die kommenden drei Jahren um durchschnittlich maximal 1,5 Prozent pro Jahr.

Preissenkungen in Frankfurt

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann, sagte dazu: „Ein guter Tag für alle Menschen, die schon heute Busse und Bahnen nutzen und ein weiteres gutes Argument zum Umstieg vom Auto in Busse und Bahnen. Für Erwachsene sinken die Fahrpreise in Frankfurt: 1. Bei der Tageskarte von 7,20 auf 5,35 Euro. Bei der Tageskarte Kinder von 4,20 auf 3 Euro. 2. Wir werden ein Seniorenticket für Frankfurt anbieten, das mit dem Jahreswechsel in Anspruch genommen werden kann. Der Preis liegt, so es für ein Jahr erworben wird, knapp über 45 Euro im Monat, das heißt 1,50 Euro pro Tag. Damit lösen wir das den älteren Bürgerinnen und Bürgern gegebene Versprechen ein, nach dem Schülerticket auch für sie ein preislich attraktives Angebot anzubieten. 3. Einzelfahrscheine: Erwachsene runter von 2,90 auf 2,75 Euro. Kinder runter von 1,65 auf 1,55 Euro.“

 

„Gerade jetzt, wo der Dieselgate unsere Gesellschaft erschüttert, ist es uns wichtig, ein klares Signal für die Attraktivität des ÖPNV zu setzen“, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs. „Der ÖPNV ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel und ganz klar das Verkehrsmittel der Zukunft. Es ist deshalb richtig, „dass der RMV seinen Nutzern einen guten Preis bietet, um eine glaubhafte Alternative zum Individualverkehr zu sein.“ Außerdem, sagte Krebs, sei es Aufgabe des RMV, zuverlässig in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren, „damit wir den Menschen in unserer wachsenden Region langfristig ein umweltbewusstes Angebot machen können.“

 

Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des RMV, sagte: „Die maximale Erhöhung von durchschnittlich 1,5 Prozent in den kommenden drei Jahren ermöglicht es uns, den Fahrgästen weiterhin einen attraktiven ÖPNV anzubieten. Wir bedanken uns beim dem Aufsichtsrat für die Unterstützung und das Vertrauen, gemeinsam die Region zu bewegen.“

50 Prozent Ersparnis beim RMVsmart

Eine positive Zwischenbilanz zog Ringat zum Pilotprojekt RMVsmart: „Über 16.000 Fahrgäste testen derzeit mit uns, wie der Tarif der Zukunft aussehen könnte. Mit den Kunden haben wir in den vergangenen Monaten gemeinsam ein Basispreismodell entwickelt, „bei der eine Halbierung der Einzelfahrpreise möglich ist.“ Dabei zahlt der Fahrgast bei RMVsmart50 einen Betrag von fünf Euro im Monat. Damit halbiert sich für jede Fahrt mit der Wahl des Basispreis-Modells automatisch der Preis jeder Fahrt.

 

Darüber hinaus gibt es eine generelle Absenkung der Preise in RMVsmart. Der Grundpreis pro Fahrt sinkt von 1,69 Euro auf 1,60 Euro (beim RMVsmart50 sogar auf 80 Cent). Der Preis pro Kilometer im Schienenverkehr sinkt im Ballungsraum von 21,8 Cent auf 20 Cent, im Regionalverkehr von 10,9 Cent auf 10 Cent. Beim RMVsmart50 gilt ein Kilometerpreis im Schienenverkehr von 10 Cent im Kernnetz des Ballungsraums und 5 Cent im Regionalnetz.

 

„Als besonderen Anreiz, vom PKW auf die Bahn zu wechseln“, sagte Ringat, „können die Fahrkarten im RMVsmart für bis zu vier Mitfahrer ebenfalls zum halbierten Preis gekauft werden. So sind wir eine umweltfreundliche, günstige Alternative zum Stau im Rhein-Main-Gebiet.“

Neue Fahrzeuge für den Taunus

In der Aufsichtsratssitzung wurde auch der Weg freigemacht für die Beschaffung neuer Eisenbahnen auf den RMV-Linien 11, 12, 15 und 16, dem sogenannten Taunusnetz. „Das Taunusnetz ist von zentraler Bedeutung für den RMV“, sagte Landrat Ulrich Krebs. „Mit der Beschaffung eigener Fahrzeuge stellen wir sicher, dass der Betrieb zum 11. Dezember 2022 aufgenommen werden kann.“ Die 26 Fahrzeuge werden zwischen 120 und 145 Millionen Euro kosten. „Der Aufsichtsrat hat ausdrücklich den Auftrag erteilt, den Einsatz modernster Technologien wie Brennstoffzellenfahrzeuge bei betrieblicher Eignung und adäquater Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Wir wollen unser Versprechen einhalten, das umweltfreundlichste Verkehrsmittel der Region zu sein“, betonte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des RMV.

Neue Seniorenkarte für Frankfurt und günstigere Tageskarten in Mainz und Wiesbaden

Der Aufsichtsrat beschloss auch die Einführung eines neuen Angebotes für Senioren in Frankfurt. Die 65-plus Economy Variante wird als Pilotversuch für das Stadtgebiet Frankfurt angeboten. Der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling sagte hierzu: „Die Karte soll 550 Euro für ein Jahr kosten, gilt ausschließlich für das Tarifgebiet Frankfurt, ist ab 9 Uhr morgens bis Betriebsschluss gültig und verzichtet bewusst auf die 1. Klasse, damit wir das Angebot so günstig wie möglich halten können.“ Oesterling zeigte sich zufrieden darüber, dass damit eines seiner wichtigsten Anliegen, „für Frankfurt eine preisgünstige, echte Seniorenkarte zu schaffen“ in die Tat umgesetzt werde.

 

 

Neben Frankfurt sinken auch in Mainz und Wiesbaden zum kommenden Jahreswechsel die Preise und zwar für Tageskarten. „Der ÖPNV muss eine sozialverträgliche und vergleichsweise kostengünstige Alternative zum PKW bleiben“, so Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich. „Gerade aus dem Blickwinkel der Umweltverträglichkeit, der Reduzierung von Belastungen durch Feinstaub als auch Stickoxiden durch Dieselmotoren, ist ein attraktives Angebot im Bereich des ÖPNV das zentrale Anliegen im Bereich städtischer Mobilität“, so der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. In Wiesbaden und Mainz bleiben die Preise für die Einzelfahrkarten für Kinder (1,60 Euro) und Erwachsene (2,80 Euro) konstant. Die Preise für die Tageskarten sinken auf 5,35 Euro für die Erwachsenen (vorher 6,70 Euro), für Kinder auf 3,00 Euro (vorher 3,90 Euro).

15. Kinder-Uni ist gestartet

(kus) Tausende von Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren aller Schulformen sind seit Dienstag eingeladen, Uni-Luft zu schnuppern und sich als Studierende zu fühlen. Denn vom 12. bis 15. September findet wieder die Kinder-Uni an der Goethe-Universität statt. 

Durch Rumpelstilzchen als Angeklagtem, mit Laserschwertern oder durch die Frage, wie eine Biene zur Königin wird, wird den jungen Forschern näher gebracht, wie spannend Universität sein kann.

Oberbürgermeister Peter Feldmann besuchte gemeinsam mit Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff die Vorlesung „Funktionieren eigentlich Laserschwerter?“ und begrüßte die jungen Gäste: „Ich freue mich, hier zu sein und mitzuerleben, wie wissbegierig ihr seid.“ Die Kinder-Uni, sagte Feldmann, sei einzigartig: „Der Ansatz, Kindern von klein auf zu vermitteln, dass Universität allen offen steht, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Schullaufbahn und ermutigt dazu, eine akademische Laufbahn einzuschlagen – auch diejenigen Kinder, die nicht aus einer Akademiker-Familie stammen. Ich danke allen, die dieses Format jedes Jahr mit viel Liebe auf die Beine stellen.“

Prof. Wolff ergänzte: „Die Kinder-Uni macht mit ihren unterhaltsamen Vorlesungen seit 15 Jahren Lust auf Wissenschaft und ist mit bis zu 14.000 Kindern die bestbesuchte Veranstaltungsreihe dieser Art in Deutschland. Willkommen bei uns auf dem Campus sind Kinder aller Schulformen. Sie können an der Goethe-Uni erstmals echte Campusluft schnuppern. Und wer weiß: Vielleicht kommen sie ja später als Studierende wieder…“

Der Vortrag über Laserschwerter von Sascha Vogel behandelte die Frage, ob Inszenierungen in Hollywood wirklich funktionieren können. Die Kinder hörten dem Physiker gespannt zu und erhielten einen Einblick, welche Ideen der Filmemacher Wirklichkeit werden können. „Nicht nur Kinder faszinieren die Einblicke in die Physik, die wir heute erhalten haben. Ich bin immer wieder begeistert, was man alles im Rahmen der Kinder-Uni erfährt“, sagte Peter Feldmann, der im Anschluss an die Vorlesung ein Gespräch mit Frankfurter Schülern führte. Im Interview mit der Moderatorin Sina Weinhold erzählte der Oberbürgermeister von seiner Schulzeit: „Ich war Stadt- und Landesschulsprecher und habe mich schon immer für Bildungsgerechtigkeit eingesetzt. Damals wie heute ist es unsere Aufgabe, dafür zu kämpfen, dass alle Kinder, die Abitur machen wollen, es auch können. Deshalb auch mein Rat an euch: Schule ist eine tolle Zeit. Seid jederzeit wissbegierig, neugierig und offen. Dann habt ihr die besten Chancen.“

 

 


Oberbürgermeister Feldmann gratuliert Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zum 100-jährigen Jubiläum

(kus) „Seit dem 16. Jahrhundert ist unsere jüdische Gemeinde eines der geistigen Zentren des europäischen Judentums“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann anlässlich des Festakts zum 100-jährigen Jubiläum der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). „Seit der Emanzipation ist Frankfurts moderne Entwicklung untrennbar mit jüdischen Stiftern, Mäzenen, Unternehmern, Bankiers, Schriftstellern, Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten verbunden. In dieser Tradition steht Bertha Pappenheim, auf die die Gründung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland maßgeblich zurückgeht - eine große Frankfurterin.“

Die ZWST sei bis heute die erfolgreiche Sozialorganisation des deutschen Judentums mit professioneller Kompetenz und Herz für die einfachen Menschen.

In seine Gratulation schloss der Oberbürgermeister alle Geschäftsführer der ZWST ein und würdigte in besonderer Weise das Wirken von Berthold Simonsohn, „denn er hat maßgeblich nach dem Krieg die ZWST wieder aufgebaut und gemeinsam mit seiner Frau Trude Simonsohn unser Frankfurt geprägt, er ist und bleibt unvergessen. Aber auch alle anderen Geschäftsführer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen Dank und Anerkennung. Der amtierende Geschäftsführer Benni Bloch hat mit der Integration von Menschen jüdischen Glaubens, die früher hinter dem Eisernen Vorhang lebten und in die Bundesrepublik kamen, eine Herkulesaufgabe gemeistert und sich gleichzeitig um die Freundschaft mit Israel verdient gemacht. Wir sind stolz und dankbar, dass die ZWST ihren Sitz in Frankfurt hat.“

 

 


Richtfest für das Deutsche Romantik-Museum

(kus) Am Montag, 11. September, sind Bauherr, Architekt und Handwerker sowie die maßgeblichen Projektförderer und -unterstützer zusammen gekommen, um das Richtfest für das Deutsche Romantik-Museum traditionell zu feiern. Damit ist ein weiterer Meilenstein des Museumserweiterungsbaus des Freien Deutschen Hochstifts erreicht. 

„Mit etwas Phantasie lässt sich der Bau, den Architekt Christoph Mäckler und sein Team errichten, nun schon erkennen – er wird dem neuen Museum ein wunderbares Zuhause sein. Wir freuen uns auf die Realisierung; die neuen räumlichen Möglichkeiten werden unsere Arbeit beflügeln“, sagte Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts.

Oberbürgermeister Peter Feldmann betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Mit dem Deutschen Romantik-Museum entsteht ein Museums-Ensemble am Großen Hirschgraben – im Herzen der Stadt – das seinesgleichen sucht. Goethe-Haus und Romantik-Museum werden eine Einheit bilden, die dem Besucher einen umfassenden Einblick in eine uns bis heute prägende Zeit des Umbruchs ermöglicht und ein umfassendes Verständnis für die in Kunst, Literatur, Kultur, aber auch in den Wissenschaften bedeutende Epoche zwischen der Mitte des 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts weckt.“

„Vom Deutschen Romantik-Museum werden viele profitieren: Die Stadt Frankfurt gewinnt ein einzigartiges Museumsensemble rund um diese wichtige Schlüsselpoche, das romantische Hessen einen zentralen Knotenpunkt für seine zahlreichen Erinnerungsstätten“, hob Boris Rhein, Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, hervor. „Zudem entsteht mit der direkten Nachbarschaft zum Goethe-Haus und Goethe-Museum die Chance auf einen einzigartigen kulturellen Dialog zwischen Goethe und der Romantik. Daher unterstützen wir dieses Projekt tatkräftig. Ich wünsche dem Projekt zum Richtfest, dass die Arbeiten weiterhin gut vorangehen und hier künftig viele neugierige Besucherinnen und Besucher die Welt der Romantik entdecken werden.“

Dass das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt den passenden Standort gefunden hat, erläuterte Kulturdezernentin Ina Hartwig: „Frankfurt ist der richtige Ort, denn die Bewegung der Romantik ist ja aufs Engste mit Goethe verknüpft. Darüber hinaus liegen in den Magazinen des Freien Deutschen Hochstifts auf eine mehr als hundertjährige Sammlungstätigkeit zurückgehende Romantik-Schätze – Handschriften von Clemens Brentano, Novalis, den Brüdern Schlegel, Tieck, Eichendorff, aber auch so bekannte Gemälde wie Caspar David Friedrichs Abendstern, Bilder von Carus und Graphiken von Philipp Otto Runge. Sie alle werden endlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein.“

Auch der verantwortliche Architekt Prof. Christoph Mäckler unterstrich die Bedeutung des entstehenden Museumsbaus: „Identität entsteht an diesem Ort durch historische Kontinuität. Deshalb reagiert das neue Museum nach außen auf die Kleinteiligkeit am Großen Hirschgraben, während es in seinem Inneren den Geist der Romantik in die Zukunft trägt.“

Die Museographie konnte nach Abschluss der öffentlichen Ausschreibung im Herbst 2016 an die Arbeitsgemeinschaft der renommierten Büros Bach Dolder (Frankfurt) und Katz Kaiser (Köln/Darmstadt) vergeben werden. Die Eröffnung des Museumserweiterungsbaus ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen. Die Finanzierung des Deutschen Romantik-Museums verteilt sich mit jeweils vier Millionen Euro auf Bund und Land, 1,8 Millionen kommen von der Stadt Frankfurt, die auch das Grundstück zur Verfügung stellt, und über 6 Millionen Euro von privaten Spendern. Zu den maßgeblichen Förderern zählen die Deutsche Bank AG und die Ernst Max von Grunelius-Stiftung sowie der Kölner Galerist Karsten Greve, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Wüstenrot Stiftung. Dazu kommen mehr als 1200 Privatspender.

Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts, Carl L. von Boehm-Bezing, dankte Bund, Land und Stadt sowie nicht zuletzt den privaten Geldgebern und Stiftungen für ihre großartige Unterstützung. „Nur mit den Spenden zahlreicher Bürger und Bürgerinnen aus Frankfurt und weit darüber hinaus ist es gelungen, die Mittel zusammenzutragen, die zur Ergänzung der Förderung durch unsere institutionellen Zuwendungsgeber erforderlich wurden. Das erfolgreiche Zusammenspiel von privaten Geldgebern und öffentlicher Hand hat die Realisierung des Deutschen Romantik-Museums erst ermöglicht.“

Zu dem Ensemble am Großen Hirschgraben werden neben dem Deutschen Romantik-Museum auch 28 Wohnungen gehören. Der Cantate-Saal wird saniert und bleibt für die Kultur erhalten. Das Gesamtensemble entsteht nach dem städtebaulichen Entwurf des Büros Michael A. Landes. Dieser zeichnet verantwortlich für die Wohnbebauung, den Cantate-Saal und den Hof. Die Investitionssumme für das Gesamtprojekt beläuft sich auf 27 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 vorgesehen.

Bauherr für das Projekt ist die ABG Frankfurt Holding. „Wir freuen uns als Immobilienkonzern den Bau dieses für Frankfurt wichtigen Museums termingerecht und im Kostenrahmen umzusetzen und damit eine Beitrag zur Stadtentwicklung zu leisten“, sagte ABG-Geschäftsführer Frank Junker.

 

 


Antisemitismus keinen Raum geben

Magistrat beschließt Vorgehen gegen antisemitische BDS-Bewegung

(kus) Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat am Freitag, 25. August, die Vorlage von Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker für ein entschiedenes Vorgehen gegen die antisemitische BDS-Bewegung in Frankfurt beschlossen. Seit über zehn Jahren versucht die BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions), den Staat Israel international zu isolieren und ruft in vielen Ländern zunehmend zu Boykottmaßnahmen auf. „Es geht im Kern der BDS-Bewegung um die Delegitimierung des Staates Israel, zu deren Zweck Boykott und Diffamierung als Mittel eingesetzt werden. Von selbsternannter ,Kaufhauspolizei‘, die israelische Waren in Geschäften brandmarkt und damit auch Händler einschüchtert, über die Einschüchterung von Künstlern, die in Israel auftreten oder dies möchten, bis hin zur Störung von Veranstaltungen reicht weltweit ein Ausschnitt verschiedenster BDS-Aktivitäten. Die BDS-Bewegung nutzt mit ihren Botschaften die gleiche Sprache, die einst Nationalsozialisten gebrauchten, um auszudrücken: ,Kauft nicht bei Juden!‘. Die BDS-Kampagne wählt mit ihrer tief in das Fundament der Legitimation des jüdischen Staates reichenden Kritik an Israel den Umweg über den Antizionismus, um beim Antisemitismus anzukommen. Die BDS-Bewegung ist damit eine zutiefst antisemitische Bewegung und soll in der Stadt Frankfurt am Main keinen Raum haben. Wir bekennen uns zu der tief empfundenen Freundschaft zu Israel und setzen uns für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern ein“, erklärte Bürgermeister Uwe Becker.
Nach Beschluss des Magistrats sollen in Frankfurt am Main keinerlei Räumlichkeiten oder Flächen für BDS-Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden und auch Zuschüsse sollen Vereinen oder Organisationen verwehrt werden, die die antisemitischen Aktivitäten von BDS unterstützen. Dies soll für städtische Räumlichkeiten und Räume von städtischen Gesellschaften gelten. Gleichzeitig appelliert der Magistrat auch an private Vermieter in der Stadt, ebenso zu verfahren. „Die Stadt Frankfurt am Main besitzt eine große jüdische Tradition. Sie verdankt in vielerlei Hinsicht ihre heutige Rolle und Bedeutung als Stadt der Kultur, der Wissenschaft und des Handels gerade auch dem Wirken großer jüdischer Familien. Frankfurt am Main pflegt zudem mit seiner Partnerschaft zu Tel Aviv eine besondere Nähe zu Israel und hat diese besondere Beziehung in den zurückliegenden Jahren immer weiter ausgebaut. Umso mehr ist es Aufgabe und Verpflichtung der Stadt, engagiert gegen jeglichen Antisemitismus vorzugehen“, betonte Becker.