Galerie Goldstein präsentiert Ausstellung ‚4 Zines‘

(ffm) Die Schau „4 Zines“ in der Galerie Goldstein ist mit Unterstützung des städtischen Kulturamtes entstanden. Sie präsentiert neben anderem Werke von Perihan Arpacilar, Snezana Milenkovic, Franz von Saalfeld und Juewen Zhang, erschienen im Züricher Nieves-Verlag. Die Galerie lädt am Samstag, 29. September, 19 Uhr, zur Eröffnung in ihre Räume Schweizer Straße 84. Der Schweizer Generalkonsul Urs Widhammer würdigt die Schau mit einem Grußwort. 

Zines sind meist von Künstlern und Fans selbst hergestellte Hefte, inhaltlich experimentell und konzentriert auf ein Sujet. Die Produktion ist unkompliziert, die Auflage klein. Im Umfeld von Künstlergruppen und Kunsthochschulen sind Zines eine oft genutzte Form des Self Publishing, also der selbständigen Publikation eigener Arbeiten.

Die Schau läuft bis zum 3. November. Weitere Details finden sich im beigefügten PDF.

 

Download
Pressemappe_GoldsteinGalerie_4Zines.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.7 MB

10 Jahre Open Books: 138 Lesungen mit 180 Autoren beim Lesefest rund um den Römer

Fest bietet ein vielfältiges Kulturprogramm zum Ehrengastland Georgien

(ffm) Zum zehnten Mal findet in diesem Jahr das Lesefest OPEN BOOKS statt. Vom 9. bis 13. Oktober präsentieren rund um den Römer 180 Autorinnen und Autoren bei 138 Veranstaltungen ihre neuen Bücher. Auch das Angebot für Kinder wurde erweitert und lädt zu 16 Lesungen am Buchmessen-Wochenende in das Junge Museum am Römerberg ein.

 

„10 Jahre OPEN BOOKS – was 2009 im Frankfurter Kunstverein seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile zu einem wahren Publikumsrenner nicht nur für Lesebegeisterte entwickelt. Mit hochkarätig besetzten Lesungen, Buchvorstellungen und Literaturgesprächen gelingt es dem städtischen Lesefest Jahr für Jahr, die Welt der Bücher auf inspirierende Art und Weise erlebbar zu machen – seit der Premiere von OPEN BOOKS KIDS vergangenes Jahr sogar über alle Altersgruppen hinweg“, lobt Kulturdezernentin Ina Hartwig das bewährte Veranstaltungskonzept.

 

Rund 80 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen. Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachiger Belletristik, neuen Sachbüchern und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Georgien stattfinden. Zur Eröffnung von OPEN BOOKS 2018 präsentieren Christian Berkel, Max Czollek, Nino Haratischwili und der am Tag zuvor gekürte Preisträger des Deutschen Buchpreises in der Deutschen Nationalbibliothek ihre neuesten Bücher in Zusammenarbeit mit dem Blauen Sofa. Den Abschluss des Lesefests bildet die große Party in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt. Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, verweist auf die große Popularität von OPEN BOOKS: „Das größte Ereignis von OPEN BOOKS ist das Publikum. Seit 2009 schenkt es uns in großer Zahl seine Gunst. Es ist neugierig, offen und hochkonzentriert. Die Zuhörer sind begeistert von dem Angebot, an vier Tagen kompakt die wichtigsten Bücher des Herbstes kennenzulernen und Autorinnen und Autoren persönlich zu erleben. Frankfurt hat auf ein Lesefest wie OPEN BOOKS gewartet. Für die Verlage ist das städtische Lesefest dagegen das Frankfurter Schaufenster für die Herbstsaison geworden.“

 

Bei Literatur im Römer in den Römerhallen stehen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes im Zentrum. Am Messemittwoch und -donnerstag werden jeweils acht Autoren im kurzen Gespräch mit den Moderatorinnen und Moderatoren Insa Wilke, Gerwig Epkes, Cécile Schortmann und Alf Mentzer ihre neuesten Werke vorstellen. Am Mittwoch, 10. Oktober, lesen Artur Becker, Karen Duve, Dörte Hansen, Michael Kumpfmüller, Inger-Maria Mahlke, Steffen Mensching, Jan Wagner und Meike Wetzel. Am Donnerstag, 11. Oktober, sind María Cecilia Barbetta, Wolf Haas, Alexa Hennig von Lange, Ursula Krechel, Anke Stelling, Stephan Thome, Timur Vermes und Andreas Martin Widmann zu Gast.

 

Georgien ist in diesem Jahr Ehrengast der Buchmesse und wird von einem reichen Rahmenprogramm begleitet. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere georgische Literatur und Kultur in der Stadt Frankfurt vorstellen und präsentieren können. Die zahlreichen Genres unserer neu übersetzten Bücher in deutscher Sprache sowie die wundervolle Kunst aus verschiedenen Epochen zeigen, wie bunt und vielfältig unser Land und unsere ‚georgian characters‘ sind“, so Maia Danelia, Leiterin des Literaturprogramms von „Georgia – Made by Characters".

 

Ausführliche Informationen zum Programm rund um das Ehrengastland Georgien finden sich im angehängten PDF-Dokument sowie das Programmheft zum Download.

 

 

Das gesamte Rahmenprogramm ist im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse abrufbar unter http://www.buchmesse.de/kalender

Download
Programmheft OPEN BOOKS 2018.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.5 MB


Bundesumweltministerium zeichnet Frankfurt sowie weitere 18 Kommunen als Spitzenreiter im Klimaschutz aus

(ffm) Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), Rita Schwarzelühr-Sutter, hat am Mittwoch, 19. September, auf der Konferenz „Masterplankommunen: Vorbilder für den Klimaschutz“ 19 Kommunen eine Plakette als Auszeichnung für ihr vorbildliches Engagement im Klimaschutz verliehen. Für die Stadt Frankfurt am Main, die eine deutschlandweite Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz einnimmt, nahm Umweltdezernentin Rosemarie Heilig die Auszeichnung entgegen. 

„Diese Auszeichnung ist etwas ganz Besonders für Frankfurt am Main, weil sie für das Engagement zahlreicher Menschen, Unternehmen und Institutionen steht, die sich in unserer Stadt für den Klimaschutz einsetzen“, bedankte sich Rosemarie Heilig. Gleichzeitig zeige sich in den Auszeichnungen auch, dass die innovative Kraft für den Klimaschutz in Deutschland vor allem von den Kommunen ausgeht, sagte Heilig weiter. Mit dieser Auszeichnung läuft nun auch das Förderprojekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ des BMU aus. Frankfurt am Main wird weiterhin an den im Projekt festgelegten Zielen „Reduktion der CO2 Emissionen um 95 Prozent gegenüber 1990 und Einsparung der Endenergie um 50 Prozent bis zum Jahr 2050“ festhalten. „Klimaschutz war und ist auch weiterhin für Frankfurt am Main eine herausfordernde Aufgabe, die wir gemeinsam als Stadtgesellschaft wahrnehmen werden“, ergänzt Heilig ihren Ausblick in die Zukunft. 

Ausführliche Hintergrundinformationen finden sich im beigefügten PDF-Dokument. 

Kontakt für die Medien: Ulrike Wiedenfels, Telefon 069/212-73340, Andreas Steffen, Telefon 069/212-44568, E-Mail presse.energiereferat@stadt-frankfurt.de

 

 


 Ausbildungsstart 2018: Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt 220 neue Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Montag, 3. September, 220 neue Auszubildende und Studierende mit ihren Eltern und Begleitern im Kaisersaal des Römers begrüßt. Auch Personaldezernent Stefan Majer und der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates Christian Barthelmes richteten sich mit Ansprachen an die neuen Nachwuchskräfte.

Feldmann betonte, wie wichtig die Nachwuchskräfte für die Stadtverwaltung seien. Er sagte, die Stadtverwaltung sei sich ihrer Verantwortung bewusst und habe ihre Ausbildungsquote um über 35 Prozent gesteigert. Er zeigte die Vielfältigkeit der Aufgaben bei der Stadtverwaltung auf, die eine Reihe von unterschiedlichen Ausbildungsberufen erfordere. So waren im Kaisersaal nicht nur die Auszubildenden und Studierenden der Verwaltungs- und IT-Berufe vertreten, sondern auch angehende Gärtner, Forstwirte, medizinische Fachangestellte, Tierpfleger und andere mehr.

Feldmann forderte die Nachwuchskräfte auf, sich stets für die Bürger zuständig zu fühlen und ihnen weiterzuhelfen. Er stellte die Wichtigkeit heraus, mit einer funktionierenden und freundlichen Stadtverwaltung die Grundlagen der Demokratie zu sichern, das friedliche Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu garantieren und auch den Benachteiligten der Gesellschaft zu helfen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und heiße Sie nochmals herzlich willkommen bei der Stadt Frankfurt am Main“, sagte Feldmann.

Personaldezernent Stefan Majer betonte in seiner Rede, ihm liege die qualifizierte Ausbildung von jungen Menschen besonders am Herzen. Über die städtische Zukunftsentwicklung und -sicherung hinaus sei es wichtig, jungen Menschen eine Zukunftsperspektive gegeben. Durch den Wechsel zwischen Theorie- und Praxiseinsätzen in verschiedenen Ämtern sei die Ausbildung sehr abwechslungsreich und vielfältig, so dass zu jedem Zeitpunkt Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigene Ideen gefördert werden. Sein besonderer Dank galt ausdrücklich den Ausbildern für ihr Engagement und die Begleitung der Auszubildenden und Studierenden durch alle Phasen ihrer Ausbildung.

Die Stadtverwaltung sucht bereits jetzt die Nachwuchskräfte für das Einstellungsjahr 2019. Wer sich für die Ausbildungsberufe und -möglichkeiten bei der Stadt Frankfurt interessiert, findet auf der Internetseite http://www.my-ffm.de umfangreiche Informationen oder wendet sich telefonisch über die Servicenummer 069/212-35015 an das Team der Nachwuchswerbung.

 

 

Nach 88 Jahren wieder im Zoo Frankfurt: Binturong – Schleichkatze mit Greifschwanz

(ffm) Seit einigen Tagen kann man ein großes schwarzes Tier im Orang-Utan-Gehege im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald beobachten: Es handelt sich dabei um Binturong Theo. Bär oder Katze? Das Aussehen des Binturongs mit seinem struppigen schwarzen Fell und den spitzen Ohren lässt eine Zuordnung auf den ersten Blick nicht ohne Weiteres zu. Binturongs werden auch als Marderbären bezeichnet, gehören aber zur Familie der Schleichkatzen.

Neuzugang Theo liegt auf einem Baumstamm und schläft, er gähnt, kratzt sich, gähnt wieder. Allenfalls macht er einen kurzen Rundgang. „Die großen Augen weisen darauf hin, dass Binturongs dämmerungs- und nachtaktiv sind – Theo ist also nicht faul, sondern müde!“, erklärt Zoodirektor Miguel Casares.

Theo hat schon eine kleine Reise hinter sich: Geboren wurde er 2005 in Saint-Martin-la-Plaine in Frankreich, er kam dann über Arnhem (Niederlande) und Cambron (Belgien) nach Frankfurt. „Unser Plan ist es, Theo mit den Sumatra Orang-Utans zu vergesellschaften. Beide Tierarten teilen sich auch den Lebensraum in ihrer Heimat in Süd- und Südostasien. Noch ist die Zusammengewöhnung aber nicht abgeschlossen; da gehen wir sehr langsam und behutsam vor. Es kann auch durchaus mal sein, dass die Tiere nicht so gut miteinander auskommen“, sagt Casares. Wie auch im Ukumari-Land, wo Brillenbären mit Waldhunden und Große Ameisenbären mit Brüllaffen vergesellschaftet wurden, verspricht man sich hier für beide Arten eine Verhaltensanreicherung. Für die Besucherinnen und Besucher des Zoos ist eine spannende neue Art hinzugekommen.

Binturongs (Arctictis binturong) sind große, stattliche Tiere. Sie erreichen ein Gewicht von 15 Kilogramm und mehr und können etwa 25 Jahre alt werden. Sie leben in tropischen und subtropischen Regenwäldern sowie im Grasland. Trotz ihres etwas tollpatschigen Aussehens, sind sie wahre Kletterkünstler. Die spitzen Krallen, der Greifschwanz und ihre kräftigen Beine helfen ihnen, sich behände fortzubewegen. Binturongs sind Einzelgänger. Sie ernähren sich von Früchten, fressen aber auch Aas, kleine Tiere, Fische und Vögel. Die weiblichen Tiere sind größer und schwerer als die Männchen – eine Seltenheit bei Säugetieren.

Das Fleisch des Binturongs wird mancherorts als Delikatesse angesehen, weshalb die Tiere gejagt werden. Durch die Abholzung ihres Lebensraums hat sich ihr Bestand im Freiland drastisch verringert, sie werden von der IUCN als gefährdet eingestuft. 

Theo ist nicht der erste Binturong im Frankfurter Zoo. Bereits von 1925 bis etwa 1930 wurde diese Art in Frankfurt gehalten.

 

 


Partnerschaft ausbauen, voneinander lernen

Bürgermeister Uwe Becker vertritt Frankfurt auf internationaler Städtekonferenz in Tel Aviv

(ffm) Auf Einladung der Stadt Tel Aviv vertritt Bürgermeister Uwe Becker vom 3. bis 5. September Frankfurt am Main in der israelischen Metropole. Von nachhaltiger Stadtentwicklung über moderne Finanzierungsformen für Kommunen bis hin zu Smart Citys und der Bedeutung des Tourismus für Städte und Regionen reicht das Themenspektrum, das Stadtoberhäupter aus der ganzen Welt miteinander erörtern.

„Es ist eine große Chance, Frankfurt im internationalen Wettbewerb der Städte stark zu positionieren, die Erfahrungen unserer Mainmetropole auch den übrigen Städten zu vermitteln und gleichzeitig Anregungen für zukunftsgerichtete Projekte auch zurück nach Frankfurt mitzunehmen", betonte Bürgermeister Uwe Becker.

Zu Beginn der Konferenz wurde Bürgermeister Uwe Becker von Tel Avivs Oberbürgermeister Ron Huldai empfangen, der Becker für sein jahrelanges Engagement für die Partnerschaft beider Städte dankte.

Als Gastgeschenk überreichte Bürgermeister Uwe Becker seinem Tel Aviver Kollegen das neu erschienene Buch des in Tel Aviv geborenen Frankfurter Fotografen Rafael Herlich „DiverCity FFM" das die kulturelle und religiöse Vielfalt Frankfurts zeigt.

„Die Vielfalt und Buntheit der Gesellschaft verbindet beide Städte und macht diese umso mehr zu wichtigen Partnern", betonte Becker, der vor Ort auch für einen stärkeren Austausch zwischen den Schulen beider Städte warb.

 

 


Fördermittel in Millionenhöhe

Planungsdezernent Mike Josef bewilligt Gelder für günstige Wohnungen

(ffm) Planungsdezernent Mike Josef hat Fördermittel aus verschiedenen Programmen von über 4,31 Millionen Euro bewilligt und weitere rund 4,44 Millionen Euro zur Auszahlung angeordnet.

„Mit Hilfe unserer Förderprogrammen unterstützen wir den Neubau und die Bestandsmodernisierung von dringend benötigten bezahlbaren Wohnungen“, sagt Josef. „Von den städtischen Mitteln profitieren dabei die Bezieher mittlerer und niedriger Einkommen.“

Für ein Neubauvorhaben der ABG Frankfurt Holding an der Palleskestraße in Höchst fließen rund 3,87 Millionen Euro: Im Förderweg 1 sind sowohl ein Darlehen über rund 1,37 Millionen Euro als auch Zuschüsse in Höhe von rund 2,51 Millionen Euro vorgesehen. Auf dem früheren Betriebshof der städtischen Verkehrsgesellschaft VGF errichtet die ABG ein gemischtes Wohnquartier mit insgesamt rund 250 geförderten und freifinanzierten Wohnungen sowie einer Kindertagesstätte. Das Quartier wird in zwei Bauabschnitten realisiert. Im ersten Bauabschnitt werden zunächst 18 von 51 Wohnungen im Förderweg 1 realisiert. Die Miete für die Wohnungen beträgt 5,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. 

Für ein privates Modernisierungsvorhaben in der Elbestraße im Bahnhofsviertel hat Stadtrat Josef einen einmaligen Zuschuss von 373.339 Euro bewilligt. Im Rahmen des Programms zur Förderung von selbst genutztem Wohneigentum wird ein Darlehen von 55.000 Euro für ein privates Wohnungsneubauvorhaben gewährt. Außerdem wird mit dem „Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehende Räume für Kreative“ ein weiteres Atelier an der Orber Straße in Fechenheim mit 7175 Euro bezuschusst.

Der Planungsdezernent hat außerdem die erste Rate über rund 3,12 Millionen Euro für ein Bauvorhaben der ABG Frankfurt Holding in der Lyoner Straße 54-56 freigegeben. Dort entstehen 63 Wohnungen im Förderweg 2. Das Projekt wird von der Stadt Frankfurt mit einem Baudarlehen in Höhe von rund 6,38 Millionen Euro unterstützt. Durch die Förderung liegt die Durchschnittsmiete pro Monat und Quadratmeter bei 8,13 Euro – etwa 35 Prozent unter der ortsüblichen Marktmiete. 

Für ein Neubauvorhaben der Hellerhof GmbH im Alemannenweg 42, das als Teil der Stadterneuerung in Unterliederbach entsteht, hat Stadtrat Josef ebenfalls die erste Rate über rund 1,31 Millionen Euro freigegeben. Bei dem Projekt entstehen 27 Wohnungen im Förderweg 2. Das Vorhaben wird von der Stadt Frankfurt mit einem Darlehen über rund 2,68 Millionen Euro gefördert. Die Mieten liegen je nach Einkommensstufe der künftigen Mieter künftig bei 6,83 Euro beziehungsweise bei 8,93 Euro pro Monat und Quadratmeter – 35 Prozent beziehungsweise 15 Prozent unter der ortsüblichen Marktmiete. 

Weitere Informationen zu den städtischen Programmen der Wohnungsbauförderung finden sich unter http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de .

Kontakt für die Medien: Mark Gellert, Dezernat IV – Planen und Wohnen, Pressesprecher, Telefon 069/212-36304, E-Mail: mark.gellert@stadt-frankfurt.de

 

 

Tee und Baklava unter dem Mäuseturm

"Was? Die lange Reise nach Anamur für nur vier Tage?" Diese Frage wurde den sechs Teilnehmern der Reise nach Anamur vom 31.5.-3.6.2018 häufiger gestellt. Aber alle waren sich am letzten Tag einig, dass sich die relative lange An- und Abreise auf jeden Fall gelohnt hat, da die Zeit vor Ort einem deutlich länger vorkam und die Herzlichkeit der Freunde in Anamur, das abwechslugsreiche Programm und natürlich das leckere Essen die Zeit im Flugzeug und Bus deutlich aufwiegt.

Bürgermeister Mehmet Türe ließ es sich natürlich nicht nehmen die Delegation aus Bingen zu begrüßen, die bis auf einen Teilnehmr bereits mehrfach in Anamur waren. Desweiteren wurden zwei Schulen, das Beratungszentrum für Familien und die Volkshochschule besucht. Überall sind die Binger Gäste auf das Herzlichste empfangen worden. Neben den offiziellen Terminen gab es genügend Zeit für den Besuch des Basars und der Besichtgung einer Tropfsteinhöhle, der Mamure Festung, der antiken Stadt Anemurion, eines Bananengewächshauses und natürlich fürs Baden im Meer.

Ein besonderes Erlebnis war das gemeinsame Fastenbrechen (Iftar) mit 500 Dorfbewohnern anlässlich des Fastenmmonat Ramadan, in den die Reise fiel. Dies war zugleich der Abschiedsabend, der nach dem Abendessen im Freundschaftspark fortgesetzt wurde. Unter dem Mäuseturm bedankte sich Vereinsvorsitzende Michaela Heintke bei den Organisatoren seitens der Stadtverwaltung und des Freundeskreises in Anamur für den sehr gelungenen Aufenthalt. "Es war schön, die gelebte Freundschaft zwischen Bingen und Anamur täglich gesehen zu haben, da immer unterschiedliche Freunde die Gäste aus Anamur zu den verschiedenen Terminen begleitet haben und allen der Abschied schwer fiel .

Vielen Dank! Wir kommen wieder!"

 

Fotos: Stefan Eßer

 

 

 

 

Kostenlose Datenschutz-Tipps für Vereinsvertreter und Ehrenamtliche

(ffm) Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union gilt seit dem 25. Mai 2018. Damit verbunden sind auch höhere Anforderungen für Vereine und Ehrenamtsorganisationen. Viele Vereinsvertreter sind unsicher, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen und worauf zu achten ist. 

Die Stadt Frankfurt am Main, Fachbereich Ehrenamt und Stiftungen, veranstaltet im Rahmen der 12. Frankfurter Ehrenamtsmesse am Samstag, 15. September, ein Informationsseminar zum Thema Datenschutz. Referent ist Michael Kaiser, Mitarbeiter des Hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Der Vortrag findet um 11.30 Uhr im Plenarsaal, Römerberg 23, statt und wird etwa 1,5 Stunden dauern. Eingeladen sind alle Vereinsvertreter, ehrenamtliche Projektleiter, Verantwortliche von Selbsthilfegruppen, Initiativen oder Ehrenamtsorganisationen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Interessierte können sich unter Angabe ihres Vereins beziehungsweise ihrer Initiative unter E-Mail ehrenamt@stadt-frankfurt.de ab sofort verbindlich anmelden. Aufgrund der begrenzten Kapazität werden die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben.

 

 


‚Fahrverbote schaden der Region, der Bevölkerung und der Wirtschaft‘

 

 

 

(ffm) Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und des hessischen Handwerkstages (HHT), sowie Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, auf die möglichen Folgen von Fahrverboten in der Stadt Frankfurt hingewiesen. Das regionale Handwerk stellte hierzu ein Positionspapier vor. Unter anderem forderten Karpinski und Ehinger die Politik, bestehende Instrumente zur Verkehrsoptimierung konsequent umzusetzen und langfristig planbare Vorgaben zu machen.

Bernd Ehinger sagte: „Das regionale Handwerk steht zu den Themen Nachhaltigkeit und nimmt seine Verantwortung am Standort FrankfurtRheinMain wahr. Jedoch ist grundsätzlich festzuhalten: In den vergangenen Jahrzehnten konnte eine massive Reduzierung fast aller Luftschadstoffe – mittlerweile auch in den Bereichen Feinstaub und Stickoxide (NOx) – erreicht werden. Das Engagement des Handwerks in der Gebäude-, Energie- und Fahrzeugtechnik hat wesentlich dazu beigetragen. Trotz neuer Technologien sind wir jedoch auch in den kommenden Jahren auf die Nutzung von Verbrennungsmotoren, darunter auch die Diesel-Technologie, angewiesen." Nicht nur im Bereich der Wirtschaftsverkehre bleibe der Diesel ein wichtiges Standbein der Mobilität. „Das Handwerk in der Metropolregion FrankfurtRheinMain lehnt es entschiede ab, dass Unternehmen und ihre Beschäftigten, die im Vertrauen auf die Gültigkeit der Euro 5 Norm Fahrzeuge erworben haben, nun für Fehler anderer haftbar gemacht werden. Fahrverbote schaden der Region, der Bevölkerung und der Wirtschaft."

Der Handwerkspräsident wies zudem mit Verweis auf das Positionspapier darauf hin, dass das Thema Verkehrspolitik auch in der Region stärker an Bedeutung gewinnen müsse: „Verkehr ist ein Standortfaktor. Das Handwerk fordert die Politik auf, verstärkt Gespräche über die Verkehrsplanung zu führen und dabei die regionale Wirtschaft miteinzubeziehen. Die Themen Baustellenmanagement, digital optimierte Ampeleinstellungen, Tempolimits sowie Lieferverkehre müssen sich nicht einseitig am Bedarf einzelner Gruppen orientieren, sondern bedürfen eines breiten Diskurses in der Gesellschaft." Dasselbe gelte für den Ausbau des Radverkehrs. Auch das Handwerk hält den Ausbau den ÖPNV für wichtig. Dafür müssen auch Planungszeiträume verkürzt werden.“ 

Aus Sicht des Frankfurter und deutschen Kfz-Handwerks sagte Jürgen Karpinski: „Im Frankfurter Raum gibt es fast 400 Kraftfahrzeugbetriebe, die bei einem Einfahrverbot nach Frankfurt einen erheblichen Teil hrer Kundschaft verlieren würden. Diese Entwicklung trägt für Fahrzeughalter und Automobilunternehmer enteignungsgleiche Züge, die nicht sein dürfen. Bei den fast 40.000 Kraftfahrzeugbetrieben bundesweit, die meisten davon sind mittelständische Familienbetriebe, stehen derzeit rund 350.000 Euro5-Diesel mit einem Wert von fast fünf Milliarden Euro, die kaum oder nur mit hohen Abschlägen zu verkaufen sind. Dies mit steigender Tendenz, da jeden Tag Leasingrückläufer auf die Höfe der Betriebe zurückkommen. Für Dieselfahrzeuge benötigen wir daher dringend eine Verordnung der Politik zur Hardwarenachrüstung, damit hunderttausende Berufstätige auch weiterhin nach Frankfurt einfahren können."

Oberbürgermeister Feldmann sagte: „Die gegenwärtige Situation stellt insbesondere für die mittelständische, regionale Wirtschaft ein großes Problem dar, dem die Politik durch konsequente Entscheidungen begegnen muss. Im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs wird die Stadt Frankfurt in den kommenden Jahren verstärkt e-Busse und Wasserstoffbusse einsetzen, für eine weitere ÖPNV-Beschleunigung sorgen, Video-Fahrkartenautomaten zum Einsatz bringen, den Nachtverkehr ausweiten, entsprechend der Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes den Ausbau barrierefreier Haltestellen fortsetzen, zusätzliche Taktverdichtungen im Busnetz vornehmen und mit einer Vergünstigung des städtischen Jobtickets dazu beitragen, den Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehr weiter zu steigern. Wir haben die Attraktivität durch das hessenweite Schülerticket für ganz Hessen und die Einführung eines günstigeren Seniorentickets gesteigert.“

Dennoch bestehe trotz der enormen Anstrengungen der Stadt Frankfurt weiterhin die Gefahr, dass es zu Fahrverboten komme, „die Unterstützung des Bundes ist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Was wirklich hilft, ist der Zwang zur Nachrüstung der Diesel-Fahrzeuge.“

Vor diesem Hintergrund fordert der Oberbürgermeister das Land Hessen auf, zeitnah zu einem hessischen Dieselgipfel einzuladen, um nach gemeinsamen Lösungen zu suchen und die Fahrverbote zu verhindern. Er appellierte an die Bundesregierung im Sinne der Verbraucher und des lokalen Handwerks Initiativen zu ergreifen, die Fahrverbote und damit die Enteignung von Automobilbesitzern verhindern.


Brand in der Kleinmarkthalle

(ffm) Am Montagabend, 27. August, ist im Keller der Kleinmarkthalle ein Feuer ausgebrochen, das kurze Zeit später von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Gegen 20.10 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus, etwa zur gleichen Zeit bemerkte ein Händler den Brand und meldete diesen ebenfalls. Der Brand wurde kurze Zeit später durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr gelöscht, Personen kamen nicht zu Schaden. 

Die Schadenshöhe am Gebäude und der Einrichtung ist bislang noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Brandermittlungen aufgenommen. Nach jetzigem Erkenntnisstand könnte ein technischer Defekt die Brandursache gewesen sein. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Da zunächst die Schäden, die durch den Brand entstanden waren, beseitigt werden mussten, konnte der Betrieb am Dienstag, 28. August, noch nicht aufgenommen werden. Am Mittwoch, 29. August, wird die Kleinmarkthalle wieder wie gewohnt öffnen.

 

 

Durchs wilde Frankfurt

Fahrradtour der besonderen Art führt zum Monte Scherbelino

(ffm) Wild durch die Stadt zu radeln verbietet sich aus Sicherheitsgründen. Wie wäre es aber mit einer Fahrradexkursion zu wilden Ecken in der Stadt? Zu den Fledermäusen in der Eschenheimer Anlage zum Beispiel? Oder zu stillgelegten Flächen im Stadtwald? Schließlich zum Ziel der Tour, der Projektfläche „Städte wagen Wildnis“ am Monte Scherbelino?

„Wildes Radeln Südtour“ lautet der Titel der Radtour am kommenden Sonntag, 2. September. Start ist um 14 Uhr in der Eschenheimer Anlage am Ende der Krögerstraße. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig wird die Tour begleiten.

Auf dem Weg durch die Stadt und auf dem GrünGürtel-Radrundweg werden Standorte zufällig entstandener und geplanter Wildnis angefahren sowie besichtigt. Diese wilden Flächen sind Oasen der Erholung für Mensch und Natur in einem ansonsten dicht bebauten Umfeld aus Stein und Beton. Zwischendurch gibt es Informationen und kurze Vorträge zum Thema: Wie wild ist die Stadt – und könnte sie noch wilder sein?

Es werden Initiativen vorgestellt, die Arten- und Sortenvielfalt fördern, erlebbar machen und dazu beitragen, dass die Stadt bunt, spannend und lebendig bleibt - unter anderem die Initiative SoLaWi „maingrün“ (Solidarische Landwirtschaft) in den Oberräder Gärten. Auf der Tour ist Verkehrslärm ausdrücklich erwünscht – sofern er von Fahrradklingeln, Grillen und Mauerseglern erzeugt wird.

Die Radtour wird etwa drei Stunden dauern, ist für jedermann offen und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fahrrad, Verpflegung, Regen- oder Sonnenschutz mitbringen.

Weitere Informationen bekommt man per E-Mail an frieder.leuthold@stadt-frankfurt.de oder telefonisch unter 01577/5342251.

 

 

‚Kurze Fahrten, kleinerer Preis‘: Fahrten über Frankfurts Stadtgrenzen werden günstiger

RMV-Aufsichtsrat beschließt niedrigere Fahrpreise für kurze Fahrten über Frankfurts Stadtgrenze - Preise für Einzel- und Tageskarten innerhalb Frankfurts bleiben konstant

(ffm) „Jahrelang wurde darüber geredet, jetzt ist es endlich soweit: Ab Januar 2019 gibt es endlich preisgünstigere Fahrkarten für kurze Fahrten über Frankfurts Stadtgrenzen wie nach Offenbach“, fasst RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann die Entscheidung des RMV-Aufsichtsrats zusammen. Einstimmig beschloss das Gremium eine feingliedrigere Einteilung der Tarifgebiete, welche kurze Fahrten über die Frankfurter Stadtgrenze günstiger macht.

„Statt eines einheitlichen Preises gilt nun für zahlreiche kurze Fahrtrelationen zwischen Frankfurt und Offenbach, Eschborn, Neu-Isenburg und Bad Vilbel das Prinzip ‚kurze Fahrten, kleinerer Preis‘“, führt Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, weiter aus.

„Wer von Oberrad zum Marktplatz in Offenbach fuhr, hat bislang genauso viel bezahlt, wie jemand, der 27 Kilometer von Zeilsheim nach Bieber fuhr“, verdeutlicht RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Die feingliedrigere Einteilung der Tarifgebiete hat Modellcharakter für das gesamte Verbundgebiet. Wir verbessern damit das Preis-Leistungsverhältnis des RMV-Tarifs und erhöhen die Attraktivität unseres Angebots.“


Frankfurter Bevölkerung auf über 741.000 Einwohnerinnen und Einwohner angewachsen

Stadtrat Jan Schneider präsentiert „frankfurt statistik aktuell“ Nr. 06 und 07/2018 zum Bevölkerungsstand am Jahresende 2017

(ffm) Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner ist auch im vergangenen Jahr weiter angestiegen. „Zum Stichtag am 31.12.2017 waren insgesamt 741.093 Frankfurterinnen und Frankfurter im Melderegister mit Hauptwohnung gemeldet“, erläutert der für die Frankfurter Statistik zuständige Dezernent, Stadtrat Jan Schneider, die aktuellen Daten. Die Frankfurter Bevölkerung ist damit im letzten Jahr um insgesamt 11.469 Personen beziehungsweise 1,6 Prozent angewachsen.

522.318 (+2840) Frankfurterinnen und Frankfurter sind Deutsche. Insgesamt 218.775 (+8629) haben eine andere Staatsangehörigkeit. Der Ausländeranteil beträgt damit aktuell 29,5 Prozent, ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt 101.708 (+3 579) Frankfurterinnen und Frankfurter kommen aus einem Staat der Europäischen Union. „Damit wurde erstmals die Schwelle von 100.000 Bürgerinnen und Bürgern aus EU-Staaten überschritten“, hebt Stadtrat Schneider hervor. Ihr Anteil an der gesamten städtischen Bevölkerung beträgt 13,7 Prozent beziehungsweise knapp die Hälfte (46,5 %) der Ausländerinnen und Ausländer. Die meisten EU-Ausländerinnen und -Ausländer haben einen kroatischen Pass (16.075/+693), gefolgt von italienischen (15.107/+435) und polnischen (13.156/-64) Staatsangehörigen. 

Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer aus einem Nicht-EU-Staat beträgt 15,8 Prozent (+0,4 %-Punkte) an der gesamtstädtischen Bevölkerung. Ihre Anzahl ist im letzten Jahr um 5050 auf 117.067 Personen gestiegen. Die meisten Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU-Ländern kommen nach wie vor aus der Türkei (25.759/-296), danach folgen Serbien (9155/+443), Indien (6177/+906) und Marokko (6002/+88).

„In den Stadtteilen gab es den insgesamt größten Bevölkerungszuwachs in Kalbach-Riedberg mit 1540 (+8,4 %) Personen, dicht gefolgt vom Gallus mit 1491 (+4,0 %) und mit etwas Abstand an dritter Stelle im Ostend mit 1004 (+3,6 %)“, führt Stadtrat Jan Schneider weiter aus.

„Es ist davon auszugehen, dass sich das Bevölkerungswachstum weiter fortsetzt. Voraussichtlich wird dann im Herbst die Grenze von 750.000 Einwohnerinnen und Einwohnern überschritten“, richtet Stadtrat Schneider den Blick in die Zukunft.

„frankfurt statistik aktuell“ 06 und 07/2018 steht unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenloses PDF-Download zur Verfügung.

 

 

Download
07_Ausländische_Einwohner2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 367.9 KB











Antisemitismus keinen Raum geben

Magistrat beschließt Vorgehen gegen antisemitische BDS-Bewegung

(kus) Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat am Freitag, 25. August, die Vorlage von Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker für ein entschiedenes Vorgehen gegen die antisemitische BDS-Bewegung in Frankfurt beschlossen. Seit über zehn Jahren versucht die BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions), den Staat Israel international zu isolieren und ruft in vielen Ländern zunehmend zu Boykottmaßnahmen auf. „Es geht im Kern der BDS-Bewegung um die Delegitimierung des Staates Israel, zu deren Zweck Boykott und Diffamierung als Mittel eingesetzt werden. Von selbsternannter ,Kaufhauspolizei‘, die israelische Waren in Geschäften brandmarkt und damit auch Händler einschüchtert, über die Einschüchterung von Künstlern, die in Israel auftreten oder dies möchten, bis hin zur Störung von Veranstaltungen reicht weltweit ein Ausschnitt verschiedenster BDS-Aktivitäten. Die BDS-Bewegung nutzt mit ihren Botschaften die gleiche Sprache, die einst Nationalsozialisten gebrauchten, um auszudrücken: ,Kauft nicht bei Juden!‘. Die BDS-Kampagne wählt mit ihrer tief in das Fundament der Legitimation des jüdischen Staates reichenden Kritik an Israel den Umweg über den Antizionismus, um beim Antisemitismus anzukommen. Die BDS-Bewegung ist damit eine zutiefst antisemitische Bewegung und soll in der Stadt Frankfurt am Main keinen Raum haben. Wir bekennen uns zu der tief empfundenen Freundschaft zu Israel und setzen uns für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern ein“, erklärte Bürgermeister Uwe Becker.
Nach Beschluss des Magistrats sollen in Frankfurt am Main keinerlei Räumlichkeiten oder Flächen für BDS-Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden und auch Zuschüsse sollen Vereinen oder Organisationen verwehrt werden, die die antisemitischen Aktivitäten von BDS unterstützen. Dies soll für städtische Räumlichkeiten und Räume von städtischen Gesellschaften gelten. Gleichzeitig appelliert der Magistrat auch an private Vermieter in der Stadt, ebenso zu verfahren. „Die Stadt Frankfurt am Main besitzt eine große jüdische Tradition. Sie verdankt in vielerlei Hinsicht ihre heutige Rolle und Bedeutung als Stadt der Kultur, der Wissenschaft und des Handels gerade auch dem Wirken großer jüdischer Familien. Frankfurt am Main pflegt zudem mit seiner Partnerschaft zu Tel Aviv eine besondere Nähe zu Israel und hat diese besondere Beziehung in den zurückliegenden Jahren immer weiter ausgebaut. Umso mehr ist es Aufgabe und Verpflichtung der Stadt, engagiert gegen jeglichen Antisemitismus vorzugehen“, betonte Becker.