Otto-Hahn-Preis 2019 an Festkörperchemiker Martin Jansen verliehen

(ffm) Der emeritierte Direktor des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart, Prof. Martin Jansen, hat den Otto-Hahn-Preis 2019 erhalten. Bürgermeister Uwe Becker überreichte die Urkunde und die Medaille am Montag, 11. November, bei einer Feierstunde in der Frankfurter Paulskirche gemeinsam mit Matthias Urmann, Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker, und dem designierten Präsidenten der Physikalischen Gesellschaft, Lutz Schröder. Im Anschluss trug sich der Preisträger in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt ein. Die Laudatio hielt Prof. Barbara Albert von der Technischen Universität Darmstadt. Jansen hat mit seinem Prinzip der rationalen Syntheseplanung die Synthese unbekannter und exotischer Verbindungen revolutioniert. Seine Forschung ermöglicht neue Wege auf der Suche nach innovativen Materialien.

 

„Mit der Verleihung des Preises würdigen wir die herausragende Lebensleistung des Preisträgers. Im Namen der Stadt Frankfurt am Main beglückwünsche ich Professor Dr. Dr. h.c. Martin Jansen zum Otto-Hahn-Preis. Es ist mir eine große Ehre den wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zu würdigen“, sagt Becker in der Paulskirche. „Auch, wenn sich für viele Menschen die Arbeit auf dem Gebiet der rationalen Syntheseplanung nur schwierig erschließt, so nehmen doch die Ergebnisse auf viele Menschen Einfluss oder werden es zukünftig tun.“

 

Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird gemeinsam von der Stadt Frankfurt, der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) alle zwei Jahre in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Er dient der Förderung der Wissenschaft insbesondere auf den Gebieten der Chemie, Physik und der angewandten Ingenieurwissenschaften durch die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen. „Professor Dr. Dr. h.c. Martin Jansen ist ein Pionier in der Materialforschung und ich gratuliere ihm sehr herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung, die wir im Andenken an den großen Sohn unserer Stadt, Otto Hahn, verleihen. Viele unserer Preisträger wurden später mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Martin Jansen hat die Festkörperchemie mit neuen Impulsen und Denkmodellen weiterentwickelt und damit wissenschaftliche Spitzenleistungen erbracht“, sagt Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig. „Jansens anspruchsvolle und originelle Forschung zur Synthese von unbekannten und exotischen Verbindungen bereitet den Weg für neuartige Materialien, die beispielsweise einen Beitrag zu einer effizienteren Energiegewinnung leisten können“, erklärt Matthias Urmann, Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Und Prof. Dieter Meschede, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, ergänzt: „Physiker bewundern die Gabe von Chemie-Kollegen wie Martin Jansen, neue Stoffe zu schaffen, die häufig auch neue physikalische Phänomene bieten.“

 

„Dies ist nicht mein erster Preis, aber für mich der Wichtigste. Ich fühle mich sehr geehrt, in den Kreis der früheren Preisträger mit so herausragenden Wissenschaftlern wie Theodor Hänsch, Gerhard Ertl und Stefan Hell, die alle den Nobelpreis erhalten haben, eingereiht zu werden. Auch freue ich mich, dass der Otto-Hahn-Preis als interdisziplinärer Preis für Leistungen auf dem Gebiet der Chemie und Physik vergeben wird, denn auch meine Forschung hat ja interdisziplinären Charakter“, freut sich Jansen über diese Auszeichnung.

 

Jansen befasst sich in seiner Grundlagenforschung in der Anorganischen Festkörperchemie damit, neue Festkörper mit interessanten Stoffeigenschaften zu erschließen und innovative Materialien zu entwickeln. Sein Fokus liegt dabei auf neuen binären und ternären Oxiden, supraleitenden Oxiden, Ionenleitern, oxidischen Strukturkeramiken und Pigmenten, endoedrischen Fullerenen und Fulleriden und amorphen anorganischen nitridischen Netzwerken. Solche Materialien verfügen über besondere Eigenschaften, die sie von klassischen Werkstoffen unterscheiden. So ist die von Jansen entdeckte und entwickelte Si-B-N-C-Hochleistungskeramik (Si: Silicium, B: Bor, N: Stickstoff, C: Kohlenstoff) gegenüber Hitze und zugleich oxidativer Zersetzung stabiler als metallische Materialien und alle zuvor bekannten Hochleistungskeramiken. Der leichte und temperaturstabile Werkstoff ist außerdem amorph und damit nicht spröde wie andere keramische Werkstoffe. Auch bei der Synthese des Werkstoffs ging Jansen neue Wege. Aus einfachen Molekülen mit den gewünschten Bindungen stellte er im Labor ein Polymer her, das sich unter Hitze zur gewünschten Keramik zersetzen lässt. Dank dieser einzigartigen Synthesestrategie können aus dem Polymer nicht nur Pulver und dünne Schichten der Keramik hergestellt, sondern sogar Fasern gezogen werden. In jüngerer Zeit wurde Jansen durch theoretische Arbeiten zur Strukturvorhersage und Syntheseplanung bekannt. Seine rationale Festkörpersynthese beschreibt ein neuartiges Konzept zur Planung von Festkörpersynthesen. Dabei werden theoretische und experimentelle Verfahren verknüpft, um neue Materialien rational und effektiv erschließen zu können.

 

 

Martin Jansen wurde am 5. November 1944 auf der Nordseeinsel Pellworm geboren. Er studierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen, an der er auch 1973 promoviert wurde und sich 1978 für Anorganische Chemie habilitierte. In der Folge bekleidete er Professuren an der Leibniz Universität Hannover und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1998 wurde er Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung sowie Honorarprofessor an der Universität Stuttgart. Seit seiner Emeritierung 2012 ist er als Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden tätig. Für seine Forschung erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter anderem im Jahr 2007 den Karl-Ziegler-Preis der GDCh.


 Digitalisierung macht die Stadt lebenswerter

Stadtrat Schneider spricht bei erstmals ausgerichteter ‚European Digital Week‘

(ffm) Die weitere Digitalisierung der Stadtverwaltung hat der für IT zuständige Stadtrat Jan Schneider bei der „European Digital Week“ angekündigt. „Wir werden in Kürze einen ersten Entwurf für eine umfassende Digitalisierungsstrategie haben“, sagte er bei dem von der Stadt Frankfurt unterstützten Thementag „Digital Society/Smart City“. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck“, betonte Schneider. „Unser Ziel ist es, durch den Einsatz neuer Technologien einen konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und die Stadt lebenswerter zu machen.“

 

Am vierten Tag des von der Maleki Corporate Group ausgerichteten Kongresses tauschten sich Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung in der Industrie- und Handelskammer über die „intelligente Stadt von morgen“ aus. Eine besondere Herausforderung stellt dabei das Onlinezugangsgesetz dar, das Bund, Länder und Gemeinden dazu verpflichtet, ihre Verwaltungsdienstleistungen bis Ende 2022 auch digital anzubieten. Bei der Stadt Frankfurt sind insgesamt über 500 Dienstleistungen betroffen. Stadtrat Schneider kündigte für die Stadt Frankfurt ein dreistufiges Vorgehen an. „30 viel genutzte Dienstleistungen werden wir vollständig digitalisieren.“ Vorbild ist dabei die Online-Beantragung des Bewohnerparkausweises, bei dem der gesamte Prozess von der Beantragung, über die Bezahlung bis zum Erhalt des zu Hause ausdruckbaren Ausweises per E-Mail vollständig digital abläuft. „Das ist nicht nur eine Erleichterung für die Bürgerinnen und Bürger, sondern entlastet auch die Verwaltung.“ Für weitere 60 bis 70 Dienstleistungen sind digitale Antragsformulare vorgesehen. Bei den übrigen, wenig genutzten Dienstleistungen werden ausfüllbare PDF-Formulare bereitgestellt.

 

Während der Veranstaltung wurde deutlich, dass es für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes noch einige Hürden, wie eine in sich nicht schlüssige Gesetzgebung oder Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit der verschiedenen föderalen Ebenen zu überwinden gibt.

 

 

Bei der Premiere der „European Digital Week“ nahmen rund 100 Sprecher aus verschiedenen Branchen an fünf Tagen eine umfassende Standortbestimmung zur Digitalisierung vor. Die Stadt Frankfurt unterstützte den Thementag „Digital Society/Smart City“ als Partner. „Ich freue mich, dass bereits die erste Auflage dieser neuen Veranstaltungsreihe auf großes Interesse stieß“, sagte Schneider. „Der Gründer, Dr. Nader Maleki, hat das richtige Gespür für Zukunftsthemen bewiesen. Ich begrüße den Austausch von hochrangigen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ausdrücklich und wünsche mir, dass der Kongress zu einem regelmäßigen Termin in Frankfurt wird.“


Streuen bitte ohne Salz – Umweltamt empfiehlt Sand und Splitt zur Sicherung der Gehwege

(ffm) Der Winter naht. Ab jetzt sollte auch in Frankfurt damit gerechnet werden, dass es schneit oder dass Schneeregen und Eisglätte die Straßen und Wege in Rutschbahnen verwandeln. Wenn die ersten Flocken fallen, muss jedoch nicht nur die Stadt gerüstet sein, auch alle Anlieger müssen Besen und Schneeschippe herausholen, denn sie sind zuständig für das Räumen und Streuen der Gehwege. Daher rät das Umweltamt, rechtzeitig im Keller die zum Streuen benötigten Bestände von Sand oder Feinsplitt zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufüllen.

Während der Winterdienst auf den Fahrbahnen von der Stadt organisiert wird, ist die Räumung der Gehwege Pflicht der Eigentümer der angrenzenden Grundstücke. Dies gilt auch für nicht bewohnte und unbebaute Grundstücke, Straßen mit nur einem einseitigen Gehweg und sogenannte Hinterliegergrundstücke. Auch Haltestellen von öffentlichen Verkehrsmitteln, die sich auf Gehwegen befinden, müssen durch die Anlieger so von Schnee und Eis frei gehalten werden, dass ein ungehindertes Ein- und Aussteigen der Fahrgäste gewährleistet ist.

Die Räum- und Streupflicht besteht in der Zeit von 7 bis 22 Uhr, sowohl an Wochentagen als auch an Wochenenden und Feiertagen. Wenn in diesem Zeitraum jemand auf einem nicht geräumten Gehweg stürzt und zu Schaden kommt, haftet der Grundstückseigentümer oder die Grundstückseigentümerin. Darüber hinaus ist die Vernachlässigung der Räum- und Streupflicht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro geahndet werden kann.

Wenn der Schnee nicht geräumt werden kann, weil er zu nass oder angefroren ist, sollte mit abstumpfenden Mitteln gestreut werden. Am besten geeignet sind hierfür Sand oder Feinsplitt. Beides kann man im Supermarkt oder im Baumarkt erwerben. Dabei ist darauf zu achten, dass dem Streumaterial kein Salz beigemischt ist. Auftauende Mittel wie Streusalz dürfen nur im Ausnahmefall benutzt werden, wenn die Glätte nicht anders beseitigt werden kann.

So wie sich besonders ältere Menschen über gut geräumte und gestreute Wege freuen, danken es auch die Hunde, wenn auf Streusalz verzichtet wird. Das aggressive Salz greift die Pfoten der Tiere an und schadet auch Pflanzen und Baumscheiben. Das Umweltamt bittet Rücksicht auf Mitmenschen, Tiere und Umwelt zu nehmen und nach Möglichkeit kein oder wenig Streusalz zu verwenden.

Als Serviceleistung für Frankfurter Bürger gibt die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) kostenlos Streumaterial in haushaltsüblichen Mengen ab. Dafür muss lediglich ein entsprechender Behälter mitgebracht werden. Erhältlich ist das Streumaterial an den Betriebsstätten Seehofstraße in Sachsenhausen, Breuerwiesenstraße in Höchst, Weidenbornstraße in Bornheim und auf dem Wertstoffhof Nord. In der Weidenborn- und der Seehofstraße kann die Abholung auch außerhalb der Öffnungszeiten erfolgen.

Ein Merkblatt zum Winterdienst und die Satzung über die Straßenreinigung in Frankfurt gibt es auf den Internetseiten des Umweltamtes unter http://www.umweltamt.stadt-frankfurt.de unter der Rubrik Straßenreinigung. Die Hotline der Straßenreinigung im Umweltamt ist unter Telefon 069/212-39143 erreichbar.

 

 


Familie de Neufville: Flüchtlinge, Bankiers und ein Pazifist

Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

(ffm) Am Montag, 18. November, spricht Bendix Balke über die Frankfurter Kaufmanns- und Bankiersfamilie de Neufville, Namensgeberin einer Straße in Oberrad. Der Vortrag setzt die Reihe „Frankfurter Familiengeschichte(n) in Straßennamen“ fort, welche die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet.

 

Seit 1573 lebten Mitglieder der Familie de Neufville in Frankfurt, davon mehr als 300 Jahre im Kleinen Hirschgarten 4. Sie waren französische Adelige, die wegen ihres protestantischen Glaubens aus dem Artois nach Antwerpen und weiter nach Frankfurt geflohen waren. Aus ihrem internationalen Handelshaus erwuchs 1650 die Bank, die bis 1924 als David & Jacob de Neufville zu den führenden Frankfurter Privatbanken zählte. In die angesehene Bankiersfamilie wurde 1857 Eduard de Neufville hineingeboren, einer der maßgeblichen deutschen Friedensaktivisten vor und im Ersten Weltkrieg. So organisierte er 1906 bis 1909 wechselseitige Friedensfahrten von englischen und deutschen Bürgermeistern, Journalisten und Kirchenführern. Balke zeigt in seinem Vortrag, wie sich das außergewöhnliche pazifistische Engagement Eduard de Neufvilles in die Familientradition der alten Frankfurter Kaufmannsfamilie einordnen lässt.

 

Bendix Balke ist Referent für Gemeinden anderer Sprache und Herkunft im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland. Von 2011 bis 2018 war er Pfarrer der Evangelischen Französisch-reformierten Gemeinde in Frankfurt.

 

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Für Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte ist der Eintritt mit Ausweis frei. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.

 

 

Weitere Informationen unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de sowie auf http://www.facebook.com/isgfrankfurt und http://www.twitter.com/isg_frankfurt im Internet.


Große Gastfreundschaft in Anamur

 

Gastfreundschaft scheint den Türken im Blut zu liegen. Das haben zwölf Binger bei ihrer „Kultur- und Wander-Reise“ in die Partnerstadt Anamur erfahren. Eine Woche waren sie unterwegs. Vom ersten bis zum letzten Tag wurden sie von Deutschlehrer Can begleitet. Er unterrichtet Touristik-Studenten an der Berufshochschule.

Die Stadtverwaltung Anamur hatte für die Gäste wie immer ein beachtenswertes Programm ausgearbeitet. Der erst im März gewählte neue Bürgermeister Hidayet Kilinc empfing die Gäste in seinem Büro. Er ließ es sich nicht nehmen, so oft als möglich am Programm teilzunehmen. Ein Muss war die Besichtigung der malerisch beleuchteten Tropfsteinhöhle, eine der tiefsten Höhlen der Welt. Bei Atemwegserkrankungen werden ihr heilende Wirkung zugesprochen. In der antiken Stadt „Anemurium“ aus dem 3. Jahrhundert vor Christus, zeugen Überreste von Kirchen, Bädern, des Theaters und 350 Gräbern von einer bewegten Vergangenheit. Sie wurde strategisch am „Cap Anamur“, dem südlichsten Punkt der Türkei mit Blick auf die rund 70 km entfernten Berge der Insel Zypern, gebaut. Viel Beifall erhielt die fachkundige Führung eines Geologen der Universität Konya, der dort seit rund zwei Jahren mit seinem Team Ausgrabungen und Restaurationsarbeiten durchführt. In einigen Jahren werden sich hier, ähnlich wie im berühmten Ephesus, Scharen von Touristen  tummeln.

Die Besichtigung einer Bananenplantage und ein Rundweg um den Stausee durften nicht fehlen. Belohnt wurde die Wanderung mit fangfrisch gegrillten Forellen aus dem eiskalten Bach. Und wer keine Lust zum Wandern hatte, konnte sich am Hotelstrand oder am Pool bei rund 28 Grand im Schatten ausruhen. Für Ende Oktober angenehme Temperaturen, bei denen man auch abends noch draußen sitzen konnte.

Bei der an drei Tagen stattfindenden überregionalen Verbrauchermessen hatten die Binger einen Stand eingerichtet. Mit einer Broschüre in türkischer Sprache und einer Foto- und Videoshow machten sie die Stadt Bingen bekannt. Das Interesse war erstaunlich groß und häufig ließen sich die Besucher am Stand fotografieren.

 

Die freundlichen Menschen und ihre unbeschreiblich große Gastfreundschaft waren beeindruckend. So etwa beim Abschiedsessen am letzten Abend auf der Hotel-Terrasse, an dem mehr als 40 Personen teilnahmen. Der Bürgermeister hatte den Landrat, Verwaltungsmitarbeiter, den Vorstand des Partnerschaftsvereins und andere Gästebetreuer dazu eingeladen. In den Redebeiträgen hörte man viel Dank für den Besuch aus Bingen und die Überzeugung, dass die Städtepartnerschaft eine Verpflichtung ist, Freundschaften und Zusammenarbeit zu pflegen und auszubauen.  


Michael Ebling für die zweite Amtszeit wiedergewählt



Oberbürgermeister Feldmann und Stadtrat Josef stellen Schwerpunkte der Stadtentwicklung in Frankfurter Quartieren vor

100 Millionen Euro Fördermittel zur Stadtteilentwicklung stehen zur Verfügung: Bestandspflege der Quartiere fest im Blick

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josef haben betont, dass die Stadtteilentwicklung in Frankfurt künftig weiter ausgebaut wird. Das Ziel besteht darin, in den Quartieren bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und die Lebensqualität in den Stadtteilen zu verbessern. Dafür werden fast 100 Millionen Euro in die Stadtteile Höchst, Griesheim, Nied, Sossenheim und Bonames investiert.

Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Seit meinem Amtsantritt sind für mich unsere Stadtteile von zentraler Bedeutung. Gemeinsam gilt es, die Lebensqualität in den Stadtteilen zu verbessern, denn in ihnen schlägt das Herz Frankfurts. Mir ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden, wofür das Geld investiert wird. In Höchst, Griesheim, Nied, Sossenheim und Bonames arbeiten zahlreiche Frankfurterinnen und Frankfurter ehrenamtlich für ihr Quartier. Das ist vorbildlich und zeigt, wie unser Frankfurt durch Bürgerengagement gestaltet und gesichert wird.“

„Mein Ziel ist eine sozial- und klimagerechte Stadtentwicklung. Besonders wichtig ist mir der Erhalt von bezahlbarem Wohnraum und der Schutz der Mieterinnen und Mieter vor Verdrängung. Stadtteile aufzuwerten und gleichzeitig Verdrängung zu verhindern ist ein stadtentwicklungspolitischer Spagat, den wir mit Hilfe der Stadterneuerungsprogramme hinbekommen. Im Fokus steht für uns die Lebensqualität in den Quartieren, deshalb verbessern wir das Wohnumfeld und die Qualität des öffentlichen Raums durch neugestaltete Platz- und Grünflächen. Dafür setzen wir die Fördermittel in den Stadtteilen konsequent ein, die wir bei Bund und Land eingeworben haben“, betont Planungsdezernent Josef.

Die Stadt Frankfurt hat in den vergangenen Jahren beim Bund und beim Land Hessen aktiv um Fördermittel geworben. Wichtige Fördergrundlagen wurden im Prozess zur Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts gewonnen, da hier erstmals ein konsequent dezernatsübergreifender Ansatz verfolgt wurde. Ergänzend hat sich die Stadt in den vergangenen Jahren vermehrt in bundespolitische Debatten eingebracht, so zum Beispiel durch die Ausrichtung des Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik im Jahr 2018. Diese Arbeit hat sich ausgezahlt. Erstmals stehen der Stadt Frankfurt für Maßnahmen der Stadtteilentwicklung fast 100 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

In den kommenden Wochen finden in den Stadtteilen Veranstaltungen statt, zu denen die Bürger herzlich eingeladen sind:

+ Donnerstag, 15. August: Mitmachaktion Spielplatz Carl-Sonnenschein-Siedlung in Sossenheim
+ Samstag, 17. August: Stadtteilwerkstatt Nied
+ Samstag, 24. August: Stadtteilwerkstatt Höchst
+ November: Baubeginn erste Innenhofumgestaltung Ben Gurion-Ring 20-42

 

 


FRANKFURT-THEMA: Ausbildung in der Stadtverwaltung – langweilig und verstaubt? Von wegen!

(ffm) Langweilig, verstaubt, eintönig – viele junge Menschen verbinden mit der Stadtverwaltung noch immer öde Büroarbeit. Eingepfercht zwischen meterhohen Aktenbergen sitzen, stapelweise Anträge abarbeiten und diese feinsäuberlich in den richtigen Ordner einsortieren. Tag für Tag. Und natürlich alles in einem kleinen, stickigen Büro, abgeschirmt vor jeglichen Sonnenstrahlen. Doch für die 70 Auszubildenden des Verwaltungs-, IT-, und kaufmännischen Bereichs steht eines fest: Die Ausbildung bei der Stadtverwaltung Frankfurt ist alles andere als verstaubt. Seit dem 27. Juni halten sie offiziell ihr Abschlusszeugnis in den Händen. Nun liegt es an ihnen, mitzubestimmen, wie sich die Verwaltung der Stadt entwickeln wird.
„Sie sind das Gesicht unserer Stadtverwaltung“, betonte Oberbürgermeister Peter Feldmann bei der Abschlussfeier der städtischen Auszubildenden im Kaisersaal. „Und sie sind es, die künftig an den unterschiedlichsten Stellen zum Funktionieren unseres Gemeinwesens und unserer Demokratie beitragen werden. Haben Sie den Mut, Veränderungen und Entwicklungen voranzutreiben. Gestalten Sie die Stadtverwaltung von morgen aktiv mit!“

Die nächste Generation der städtischen Administrative reiht sich damit in den Kreis der über 13.000 Mitarbeiter in insgesamt 62 Ämtern und Betrieben ein, die tagtäglich für eine funktionierende Stadtverwaltung sorgen. Damit ist die Verwaltung der Stadt Frankfurt einer der größten Arbeitgeber im Rhein-Main-Gebiet. Und die Zahl der Nachwuchskräfte wächst immer weiter: Hat man 2009 noch 169 Auszubildende eingestellt, waren es 2019 schon 321 – also fast doppelt so viele. Für 2020 rechnet man noch einmal mit einem erheblichen Anstieg.

Ob Gärtner, Fachinformatiker, Veranstaltungskaufmann oder Tierpfleger – die Ausbildungsmöglichkeiten sind vielfältig. Je nach Beruf dauert die Ausbildung in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre. Bezahlt wird währenddessen nach Tarifvertrag. Die angehenden Kaufleute für Büromanagement, Fachinformatiker und Verwaltungsfachangestellten starten mit einem Monatsgehalt von 968,26 Euro brutto ins erste Ausbildungsjahr. Bis zum dritten Ausbildungsjahr erhöht sich dieses auf 1064,02 Euro. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt – je nach Beruf und Leistung – in der Regel zwischen 2446,41 und 2818,96 Euro brutto monatlich.

Die Ausbildung bei der Stadt beinhaltet eine Mischung aus theoretischer Wissensvermittlung und praktischen Modulen. Diese werden zum Teil in unterschiedlichen Ämtern absolviert. Hier bekommen die Auszubildenden die Gelegenheit, ihr Wissen auch in der Praxis zu erproben und die Aufgaben sowie Tätigkeiten des jeweiligen Fachbereiches kennenzulernen. Auf ihren Einsatz in den Ämtern und Betrieben werden die Azubis des IT-, Verwaltungs- und kaufmännischen Bereichs vor jedem neuen Abschnitt in den so genannten zentralen Ausbildungsmaßnahmen vorbereitet. Diese finden ergänzend zum regulären Unterricht in der Berufsschule statt und werden von Ausbildern aus dem Team des Personal- und Organisationsamts (POA) durchgeführt. Ein großer Vorteil, findet Lea Prinz, die gerade als Lehrgangsbeste ihre dreijährige Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten abgeschlossen hat. „Ich glaube, ohne den innerbetrieblichen Unterricht der Stadt hätte ich es in der Ausbildung deutlich schwerer gehabt. Er hat uns wirklich vorangebracht“, sagt Prinz. Die gute Vorbereitung schreibt sie vor allem den Ausbildern zu, die ihre Schützlinge nicht nur unterrichten, sondern sie während ihres gesamten Wegs in den Beruf begleiten. „Sie haben sich wirklich viel Zeit für uns genommen, im Unterricht und privat. Bei Fragen oder Problemen konnten wir jederzeit zu ihnen kommen.“

Trotz aller umfangreicher Schulung und Betreuung durch das Ausbildungsteam stand bisweilen auch der Sprung ins kalte Wasser auf dem Programm. Die Stationen in unterschiedlichen Ämtern konfrontierten sie ständig mit neuen, noch unbekannten Aufgaben, die es zu meistern galt. Für viele der städtischen Nachwuchskräfte hat jedoch genau dies den Reiz ihrer Berufsausbildung ausgemacht.

„Dadurch, dass wir während unserer Ausbildung immer wieder verschiedene Ämter sehen konnten, hatten wir auch ständig ein neues Aufgabenspektrum. Man wurde permanent vor neue Herausforderungen gestellt, so wurde die Arbeit nie langweilig“, erzählt André Philipp, frischgebackener Fachinformatiker für Systemintegration. Ausschlaggebend für seine Bewerbung bei der Stadt waren vor allem die positiven Erfahrungsberichte anderer städtischer Angestellter aus seinem Familien- und Bekanntenkreis. Für ihn stand daher schnell fest, dass er nach seinem Abitur erst einmal eine Ausbildung in der Frankfurter Kommunalverwaltung absolvieren möchte.

Das Angebot der Stadtverwaltung umfasst nicht nur Ausbildungsberufe, sondern auch Studiengänge wie den Bachelor of Arts in Public Administration und das Bachelorstudium zum Inspektoranwärter. Während des Studiums erhalten die Nachwuchskräfte ein monatliches Entgelt von 1203,04 Euro brutto. Danach winkt ein Einstiegsgehalt von 2568,36 Euro brutto für die Inspektoren und 2865,63 Euro für die Bachelor of Arts in Public Administration, soweit diese im Beschäftigungsverhältnis verbleiben. Das Studium bei der Stadt ist eine einmalige Chance, findet Absolvent Ferdi Satilmis. Für ihn ist das umfangreiche Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebot, das ihm nach seiner Ausbildung offensteht, nicht selbstverständlich: „Ich habe gerade meine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter abgeschlossen und beginne am 1. Oktober mein duales Studium bei der Stadt Frankfurt. Das ist eine Möglichkeit, die sicherlich nicht jede Kommune bietet.“ Allein schon durch die Größe der Stadtverwaltung und die Vielzahl an Ämtern würde er hier deutlich bessere Entwicklungsmöglichkeiten haben als in einer kleineren Stadt. Das stand für ihn fest, als er sich vor drei Jahren für seinen Ausbildungsplatz beworben hat.

Bewerbungen nimmt die Stadt etwa ein Jahr vor Ausbildungsbeginn entgegen. Das Ausbildungsangebot variiert jedoch. Nicht jeder Beruf wird in jedem Jahr ausgebildet. Vor der Zulassung zur Ausbildung warten zudem noch unterschiedliche Einstellungstests auf die Bewerber. Je nachdem, für welches Berufsbild sie sich bewerben, absolvieren sie zunächst einen schriftlichen oder einen EDV-gestützten Test. Im weiteren Auswahlverfahren müssen sie ihr Können dann noch in mündlichen und möglicherweise auch praktischen Teilen unter Beweis stellen. Auch Janina Retzlaff hat ihre Ausbildung bei der Stadt absolviert. Die Bewerbung selbst hat sie dabei sehr positiv in Erinnerung: „Ich habe mehrere Bewerbungsverfahren für meine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte durchlaufen, aber hier habe ich mich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt. Alle waren sehr herzlich und bereits vom ersten Eindruck her war mir das Ganze einfach sympathisch.“

Für viele der städtischen Nachwuchskräfte war es jedoch nicht nur das Auswahlverfahren, das die Stadt als Arbeitgeberin sympathisch gemacht hat. Auch die Familienfreundlichkeit steht bei den jungen Menschen hoch im Kurs. Die Stadt Frankfurt bietet unterschiedliche Teilzeitmodelle, Beurlaubungsmöglichkeiten, Telearbeit und Comeback-Programme. „Ich bin im letzten August Mutter geworden und werde nächstes Jahr in Teilzeit in meinen Job zurückkehren“, erzählt Ausbilderin Lisa Tefarikis. Sie unterrichtet die Auszubildenden in Ordnungsrecht. „Die Teilzeitarbeit wäre sicherlich nicht immer und überall einfach so möglich gewesen“, fährt sie fort. Auf ihre Rückkehr im nächsten Jahr freut sie sich schon: Dann kann sie einen weiteren Lehrgang zukünftiger Verwaltungsmitarbeiter auf diesem so wichtigen Lebensabschnitt begleiten.

Damit die Ausbildung bei der Stadtverwaltung nicht nur genau das bleibt – ein kurzer Abschnitt – liegt der Stadt vor allem eines am Herzen: die Übernahme der Auszubildenden in ein festes Arbeitsverhältnis. „Ich freue mich als Personaldezernent darüber, dass die Stadt Frankfurt am Main auch in diesem Jahr fast allen Auszubildenden mit dem Angebot der Übernahme beziehungsweise mit der Übernahme in ein Arbeitsverhältnis für einen guten Einstieg in eine hoffentlich sehr erfolgreiche berufliche Laufbahn sorgen kann“, sagte Personaldezernent Stefan Majer bei der Abschlussfeier der Auszubildenden im Kaisersaal.

Knapp 90 Prozent des diesjährigen Abschlussjahrgangs im IT-, Verwaltungs- und kaufmännischen Bereich werden auch zukünftig für die Stadt Frankfurt arbeiten. Die restlichen 10 Prozent werden die Stadtverwaltung nach ihrer Ausbildung auf eigenen Wunsch hin verlassen oder ihre Ausbildung mit einem Studium bei der Stadt fortsetzen. „Dies ist allerdings absolut keine Selbstverständlichkeit. Auch hier ist es vielmehr eine Kombination Ihrer Leistungen und der Verantwortung, welche die Stadt Frankfurt am Main, als einer der größten Arbeitgeber in der Rhein-Main-Region, in der Ausbildung und Förderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernimmt und weiterhin übernehmen wird“, fügte Majer hinzu. „Auch für zukünftige Bewerber stehen die Chancen gut: Bis 2030 werden knapp 25 Prozent der Bediensteten die Stadt aus Altersgründen verlassen. Nachwuchs wird dringend gesucht“, warb Oberbürgermeister Feldmann abschließend nochmals für eine Ausbildung mit besten Chancen bei der Stadt Frankfurt.

Mit ihrer Übernahme beginnt für die ehemaligen Auszubildenden des Einstellungsjahrgangs 2016 nun ein ganz neues Kapitel ihres Lebens. Voller neuer Möglichkeiten, Erkenntnisse und Herausforderungen, an denen sie wachsen und sich weiterentwickeln – und zwar ganz ohne dabei nur Aktenberge in stickigen Büros zu sortieren. Ferdi Satilmis ist sich jedenfalls sicher: „Die Ausbildung bei der Stadt war die absolut richtige Wahl. Ich würde mich immer wieder so entscheiden.“

Eine vollständige Übersicht sowie Informationen rund um die Ausbildungsberufe und -möglichkeiten bei der Stadt Frankfurt finden sich unter http://www.my-ffm.de im Internet. Über das aktuelle Ausbildungsangebot können sich Interessierte auf dem neuen Stellenportal der Stadtverwaltung unter http://stadtfrankfurtjobs.de informieren. Bei weiteren Fragen steht das Team der Nachwuchswerbung unter der Servicenummer 069/212-35015 zur Verfügung.

Text: Saskia Eisenmenger

Bilder:copyright_Stadt_Frankfurt_Holger_Menzel

 

 


Hinter die Kulissen der Bombenentschärfung geschaut

Ein langer Tag für Helfer aus dem Rhein-Main-Gebiet

(ffm) An der Entschärfung der Weltkriegsbombe am Sonntag, 7. Juli, ist eine Vielzahl von Institutionen beteiligt, deren Einsatz ein Führungsstab im Brandschutz-, Katastrophenschutz- und Rettungsdienstzentrum (BKRZ) koordiniert. Diesem steht das Frankfurter Ordnungsamt als zuständige Gefahrenabwehrbehörde vor. Beteiligte Institutionen sind der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums (RP) Darmstadt, Berufs- sowie freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk, Landespolizei, Stadtpolizei sowie weitere Teile der Kommunalverwaltung.

Das Gros der Arbeit schultern Einheiten von Brandschutz, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz. Von ihnen sind rund 700 Kräfte im Einsatz, wie Rainer Heisterkamp von der Frankfurter Branddirektion erläutert. Diese kommen aus Frankfurt und dem Umland. Denn ein solcher Einsatz – zugleich müssen Reserven für das „Alltagsgeschäft“ vorgehalten werden – ist nicht mit eigenen Mitteln zu stemmen. Daher hat die Stadt Frankfurt mit einem Amtshilfeersuchen das Hessische Innenministerium als Obere Katastrophenschutzbehörde um Unterstützung gebeten. Das beordert Kräfte nicht nur aus allen Nachbarkreisen. Die weiteste Anreise dürften Fahrzeuge mit dem Kennzeichen RÜD für den Rheingau-Taunus-Kreis haben.

„Wir benötigen ganz viel Transportkapazität“, beschreibt Heisterkamp die Herausforderung für den Sonntag. Die Helfer müssen mobilitätseingeschränkte Menschen aus Wohnungen und Heimen zu anderen Orten bringen. Das können Freunde, Sammelstellen wie das Zoo-Gesellschaftshaus oder andere Einrichtungen sein. Die Betroffenen melden sich über das Bürgertelefon 069/212-111 oder online über das Registrierungsportal der Feuerwehr Frankfurt unter https://arcg.is/1aS5vb . Ein „Wettlauf gegen die Zeit“, wie Heisterkamp erläutert. Denn die Zahl der Transportfälle steigt mit jedem Anruf, gleichzeitig muss der Sperrbereich im Ostend bis zur vorgegebenen Zeit geräumt sein. Am Freitagmorgen hatten sich bereits über 300 Menschen gemeldet, Tendenz steigend. Bereits am Samstag bringen die Helfer die so genannten Schwerstpflegebedürftigen, deren Transport und Unterstützung besonders anspruchsvoll ist, zu anderen Unterkünften. Insgesamt leben im Evakuierungsbereich rund 16.500 Menschen.

Ab 8 Uhr kontrollieren am Sonntag Teams aus Landespolizei und Helfern, ob die rund 1000 Objekte tatsächlich leer sind. Mehrere hundert Polizisten werden im Einsatz sein. „Das klappt in den allermeisten Fällen gut, denn die Leute wissen, dass es um ihre eigene Sicherheit geht“, sagt Chantal Emch vom Polizeipräsidium. Hinzu kommt, dass die von der Räumung Betroffenen auf Initiative von Oberbürgermeister Peter Feldmann freien Eintritt in Museen und Palmengarten genießen. Zur Kontrolle wird ein Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera über die Evakuierungszone fliegen. „So können wir sicherstellen, dass sich niemand mehr in dem Bereich aufhält. Mit unseren Absperrungen sorgen wir mit der Unterstützung der Stadt- und Wasserschutzpolizei dafür, dass dies auch so bleibt“, erklärt Emch.

Die Evakuierungszone hatte der Kampfmittelräumdienst in Absprache mit den Frankfurter Behörden bereits kurz nach dem Fund am Dienstag, 25. Juni, festgelegt. „Art des Sprengkörpers, Lage und Fundort sowie mögliche Beschädigungen entscheiden darüber, wie groß der Sperrkreis ist“, erläutert Heisterkamp. Aufgrund dieser Parameter legen die Spezialisten auch fest, wie lange bis zu der Entschärfung gewartet werden kann. In diesem Fall verblieben gut anderthalb Wochen, eine recht kommode Frist. Sollte es mal schneller gehen müssen, wäre das für die Gefahrenabwehrbehörden kein Problem. „Wir sind schließlich die Feuerwehr“, sagt Heisterkamp und verweist auf vorbereitete Pläne und Abläufe.

Wenn die Kampfmittelräumer – nach Auskunft des RP handelt es sich um ehemalige Soldaten der Bundeswehr – nach voraussichtlich vier bis fünf Stunden die Bombe entschärft haben und Entwarnung geben, ist der Einsatz der Helfer noch nicht vorbei. „Wir müssen alle Patienten zurückbringen“, erläutert Heisterkamp. Dazu müssen Sperren abgebaut werden und die Kollegen aus dem Umland noch zurück zu ihren Standorten fahren.

Für Oberbürgermeister Feldmann zeigt der Einsatz, wie Stadt und Umland zusammen gehören. „Auch das Beispiel Katastrophenschutz zeigt, dass Frankfurt und seine Nachbarn als Einheit gedacht werden müssen. Dabei ist mir wichtig, stets die Menschen im Blick zu haben. Daher freue ich mich, dass jede Helferin und jeder Helfer einen Gutschein für einen Museumsbesuch als kleines Dankeschön bekommt“, sagt das Stadtoberhaupt.

Text: Ulf Baier

 

 


Ambulantes Angebot war noch nie so groß wie 2018

Stadtrat Schneider stellt „frankfurt statistik aktuell“ zur Versorgung von psychisch Erkrankten vor

(ffm) Die ambulanten Angebote zur Versorgung psychischer Beschwerden und Erkrankungen in Frankfurt haben im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Das geht aus der jüngsten Ausgabe von „frankfurt statistik aktuell“ hervor. „Um mehr als 40 Prozent hat das Versorgungsangebot in den letzten zehn Jahren zugenommen“, beschreibt Stadtrat Jan Schneider, der für die Frankfurter Statistik zuständige Dezernent, die Entwicklung. Der Versorgungsgrad stieg von 7,2 auf 8,7 Psychotherapeuten sowie Psychiater je 10.000 Einwohner.

Die ambulante Versorgung in den Stadtteilen wurde seit 2008 deutlich verbessert. 2018 gab es in 40 Stadtteilen mindestens eine Fachpraxis. Nur in den Stadtteilen Berkersheim, Griesheim, Riederwald, Schwanheim und Zeilsheim gibt es kein entsprechendes Angebot.

Die Versorgung war im Westend-Süd mit 100 niedergelassenen Psychiatern sowie Psychotherapeuten am besten. Mehr als jedes sechste Angebot findet sich hier. 

Die höchste Versorgungsdichte besteht im Stadtzentrum. Mit 57,5 Angeboten je 10.000 Einwohner lag die Innenstadt knapp vor dem Westend-Süd (53,1) sowie der Altstadt (41,0).

Das ambulante psychotherapeutische und psychiatrische Versorgungsangebot war in Frankfurt noch nie so groß wie 2018. Durch eine flächendeckendere Verteilung der Fachpraxen sind seit 2008 die Wege zu einer Praxis im Schnitt kürzer geworden.

 

 


(gl) Oberbürgermeister Michael Ebling: „Jens Beutel war ein Mann des Ausgleichs und des Dialogs. Er war ein engagierter Teamplayer der stets das Gemeinschaftliche in unserer Stadt betonte“

Am Mittwoch, 8. Mai 2019 ist der ehemalige Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel im Alter von 72 Jahren verstorben.

Jens Beutel war von 1997 bis 2011 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz. In rund vier Jahrzehnten engagierte er sich in unterschiedlichsten Funktionen kommunalpolitisch für unsere Stadt. 1989 wurde er in den Stadtrat gewählt und führte von 1995 bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister die SPD-Stadtratsfraktion als Fraktionsvorsitzender. Zuvor war er von 1974 bis 1989 Mitglied des Mombacher Ortsbeirats. Darüber hinaus engagierte sich Jens Beutel als langjähriger Vorsitzender des Städtetags Rheinland-Pfalz, als Präsident der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft, im Rat der Gemeinden und Regionen Europas sowie in vielen Mainzer Kuratorien und Stiftungen. 

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Die Nachricht vom viel zu frühen Tod Jens Beutels hat mich tief berührt. Jens Beutel hat fast 15 Jahre lang als erster direkt gewähl¬ter Oberbürgermeister die Geschicke unserer Stadt bestimmt und in vielen Bereichen wegweisende Weichen für die Stadt gestellt, wovon die Menschen bis heute profitieren. Was Mainz heute ist, das verdankt es auch zu einem guten Teil seiner Arbeit und seinem Einsatz. 

Jens Beutel hat sich fast 40 Jahre lang mit Leib und Seele in das öffentliche und politische Leben unserer Stadt, seiner Wahlheimat, eingebracht. Politik war dabei für ihn nie nur eine ehren- oder hauptamtliche Aufgabe. Politik, insbesondere die Kommunalpolitik, war für Jens Beutel eine hohe Erfüllung in seinem Leben. Dabei war er stets ein Mann des Ausgleichs und des Dialogs – Eigenschaften, die im politischen Alltag gar nicht hoch genug zu würdigen sind. 

Jens Beutel hat sich nie als Einzelkämpfer verstanden. Vielmehr war er ein engagierter Teamplayer, der die Stadtverwaltung, aber auch die Stadtratsfraktionen, die Vereine, Institutionen und Bürger¬initiativen einzubinden verstand, der den Dialog suchte und das Gemeinschaftliche in unserer Stadt immer betonte. 

Mit viel Herzblut und mit hohem – insbesondere auch juristischem – Sachverstand hat er sich zudem in Arbeitsbereichen engagiert, die über die reinen Pflicht¬aufgaben eines Oberbürgermeisters weit hinaus gehen, sei es in Sachen Fluglärm oder Rheinufergestaltung, sei es beim Bau der neuen Synagoge oder sei es für das neue Stadion des FSV Mainz 05, dessen positive Außenwirkung er nicht nur als leidenschaftlicher Fußballfan sondern auch als Repräsentant unserer Stadt für Mainz erkannt hat. Sport war seine große Leidenschaft. Er hat nicht nur selbst bei seiner Eintracht Mombach Handball gespielt, sondern war auch am Schachbrett ein begnadeter Stratege.

Der Ausbau der Beziehungen zu unseren Partnerstädten war ihm ein wichtiges Anliegen. Die Kontakte zu den Partnerstädten sind in den anderthalb Jahrzehnten seiner Amtszeit stetig gewachsen und werden auch in Zukunft reiche Früchte tragen. 

Unter Jens Beutel wurde das Rathaus zu einem Ort der Begegnung. Davon zeugen die Bürgerempfänge und Ehrungen, die Ausstellungen, die vielen Besuche von Schülerinnen und Schülern aus der ganzen Welt, die Kon¬takte mit den Partnerstädten, die Konferenzen und Tagungen und die Einbürgerungsfeiern, die unter ihm erstmalig im Rathaus statt¬fanden.

Die Stadt Mainz trauert um Jens Beutel. Sein Lebenswerk verdient höchste Anerkennung. Wir danken ihm für seine bleibenden Verdienste um unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger und blicken mit großem Respekt auf seine Lebensleistung. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der ganzen Familie und allen Freunden“.

Im Mainzer Rathaus und in der Ortsverwaltung Mombach wird ab Montag, 13. Mai 2019 ein Kondolenzbuch für Jens Beutel ausgelegt.

 

 


Schulbau stellt Frankfurt vor große Herausforderungen

Kultusminister Lorz und Baudezernent Schneider besichtigen Projekte auf dem Riedberg

(ffm) Mit der Erweiterung bestehender Schulen und mehreren Neubauten reagiert die Stadt auf die stark steigenden Schülerzahlen. Derzeit müssen pro Jahr zusätzliche Plätze für rund 2000 Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Der im vergangenen September von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Schulentwicklungsplan sieht allein acht neue Schulen vor. „Das stellt uns vor gewaltige Herausforderungen“, sagte Baudezernent Jan Schneider bei einem Ortstermin mit Kultusminister Alexander Lorz auf dem Riedberg, wo derzeit mehrere Schulen neu errichtet oder erweitert werden. „Wir müssen in kürzester Zeit geeignete Grundstücke finden und Planungen vorantreiben.“

Kultusminister Lorz unterstützte die Anstrengungen der Stadt, eine hinreichende Zahl an Schulplätzen in allen Bildungsgängen vorzuhalten. Es ist Aufgabe des Schulträgers, mit konsequenter Planung rechtzeitig auf weiterhin steigende Bedarfe zu reagieren. „Dass die Ausbaubestrebungen im verdichteten städtischen Raum an Grenzen stoßen, darf nicht zu Engpässen bei der Versorgung mit Schulplätzen führen“, sagte der Minister.

Besonders groß ist der Bedarf an neuen Schulplätzen derzeit im Frankfurter Norden. Allein im neuen Stadtteil auf dem Riedberg sind in den vergangenen beiden Jahren rund 2400 Einwohnerinnen und Einwohner hinzugekommen. Um die beiden bestehenden Grundschulen zu entlasten und weitere Schüler aufnehmen zu können, entsteht an der Hans-Leistikow-Straße ein Übergangsquartier aus 160 Stahlmodulen für eine dritte Grundschule. Derzeit werden auf dem Grundstück noch Erdarbeiten ausgeführt, doch schon zu Beginn des kommenden Schuljahres werden dort Schüler unterrichtet. „Hier muss es uns gelingen, in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr eine neue Schule zu errichten“, sagte Schneider. Die schnelle Lieferung der Stahlmodule ist deshalb möglich, weil die Stadt Frankfurt Ende vergangenen Jahres den Rahmenvertrag zur Lieferung und Anmietung mobiler Anlagen für Schulen erheblich erweitert hat. „Wir können dadurch künftig noch flexibler reagieren“, betonte der Baudezernent.

Die Grundschule Riedberg 3 wird zwei Jahre lang in der temporären Anlage arbeiten. 2021 zieht sie in die heute von der IGS Kalbach-Riedberg genutzte Holzmodulanlage an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee. Dort entsteht derzeit neben dem im Sommer 2017 fertiggestellten ersten Bauabschnitt der zweite Gebäudeteil. Die Arbeiten an dem neuen Trakt für die Jahrgangsstufen 7 und 8 werden in den kommenden Wochen abgeschlossen. Im Juli kann der zweite Bauabschnitt, der rund 7 Millionen Euro kostet, planmäßig in Betrieb gehen. Die Schule erhält acht zusätzliche Klassenräume, eine Lehrküche sowie mehrere weitere Fachräume.

2021 soll die IGS mit rund 600 Schülerinnen und Schülern an ihren endgültigen Standort in der Gräfin-Dönhoff-Straße an der U-Bahn-Station Riedberg umziehen. Für den Schulcampus mit Turnhalle, der rund 47 Millionen Euro kostet, wurde in dieser Woche der symbolische erste Spatenstich gesetzt. Der Neubau entsteht nach Plänen des Büros h4a Architekten, deren Entwurf 2016 bei einem Architektenwettbewerb den ersten Preis gewonnen hatte. Leitidee für das u-förmige Schulgebäude ist die Aufteilung der Nutzungen in sogenannte Lernhäuser. In diesen werden die Unterrichtsräume der einzelnen Klassen jahrgangsstufenweise angeordnet. Das heißt: Je vier Klassenräume werden um einen zentralen, multifunktionalen und aufteilbaren Gruppenraum angeordnet und mit einem Stützpunkt für das Lehrerteam ergänzt. So erhält jede Jahrgangsstufe ihre überschaubare Einheit.

Bereits abgeschlossen ist die Erweiterung der Marie-Curie-Schule. Die Grundschule an der Graf-von-Stauffenberg-Allee hat vier zusätzliche Klassenräume erhalten, die innerhalb kurzer Zeit aus Holzmodulen errichtet wurden. Für die Grundschule Riedberg I ist eine Erweiterung mit Stahl-Raumzellen geplant. Baudezernent Schneider rechnet damit, dass der Bedarf an temporären Gebäuden für die Neugründung, Erweiterung oder sanierungsbedingte Auslagerung von Schulen weiter steigen wird. „Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, dass die provisorischen Lösungen eine hohe Qualität haben, damit sich sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie alle anderen dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen.“ Der Modulbau sei auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zukunftsweisend: „Unsere Anlagen sind so konzipiert, dass wir sie vergleichsweise einfach an einen anderen Standort versetzen können, wenn sie nicht mehr benötigt werden.“

 


Love-Hate-Skulptur zieht bis zur Europawahl an den Goetheplatz um

 

(ffm) Normalerweise steht die Skulptur „LOVE HATE“ in der Senckenberganlage vor dem gleichnamigen Museum. Doch jetzt ist sie bis zur Europawahl am 26. Mai in die Innenstadt umgezogen und wirbt dort für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung. Oberbürgermeister Peter Feldmann hat gemeinsam am Europatag, Donnerstag, 9. Mai, mit der Künstlerin Mia Florentine Weiss die Plastik an ihrem neuen Ort enthüllt.

 

Die Skulptur sendet für Oberbürgermeister Feldmann eine wichtige Botschaft angesichts der aktuellen politischen Stimmung. „Nur wenn man vom Hass weggeht, sieht man die Liebe. Das müssen wir auch im Alltag verinnerlichen. Es kostet oft mehr Anstrengung, mehr Mut zur Begegnung, mehr Neugierde, um zur Liebe zu kommen“, sagt das Stadtoberhaupt. Er fügt hinzu: „Die Welt wird von uns zu dem gemacht, was sie ist. Ob Liebe oder Hass gewinnen, das ist unsere Entscheidung. Ich hoffe, dass bei der Europawahl rechte Brandstifter keinen Sieg feiern!“

 

„Europa ist Liebe und das größte Friedensprojekt unserer Zeit“, beschreibt die Künstlerin ihre Motivation. „Wir müssen uns für den Erhalt der europäischen Idee einsetzen, sie stärken und den allgegenwärtigen Hass in Liebe umkehren“, fügt sie hinzu. Tatsächlich sind die beiden Worte die Schlüsselelemente des Buchstabenkunstwerkes. Stellt man sich vor eine Seite der raumhohen Plastik aus rostbraunem Metall, ist „Hate“ zu lesen. Von der anderen Seite betrachtet, ergibt dieser Schriftzug „Love“. Mit diesem Wechsel- und Wortspiel soll der Betrachter aufgefordert werden, seinen Standpunkt zu überdenken.

 

Feldmann ging auch auf die Wette mit seiner Kölner Kollegin Henriette Reker ein. Diese setzt darauf, dass die Stadt am Rhein die höchste Wahlbeteiligung am 26. Mai erzielt. Feldmann hält für Frankfurt dagegen und wettet, dass in Frankfurt relativ die meisten Menschen ihr Stimmrecht wahrnehmen. „Die Menschen bleiben stehen, schauen sich die Skulptur an, machen Selfies und teilen diese. Das Kunstwerk wird so viral. Ich will, dass Frankfurt die höhere Wahlbeteiligung hat“, sagt das Stadtoberhaupt.

 

 

Auch in anderen deutschen Städten wie Berlin und Erfurt stehen „Love-Hate“-Skulpturen, die teilweise auf Reise durch die Bundesrepublik und Europa gehen. Die Aktion unter dem Tag #LOVEUROPE für Demokratie, Humanismus und den europäischen Gedanken wird auch nach der Wahl fortgesetzt.


Pinguinfest im Zoo

(ffm) Endlich ist es soweit: Knapp zweieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich ist die neue Pinguin-Anlage fertig. Künftig werden hier 25 Humboldt-Pinguine ihr Zuhause haben und das muss natürlich gefeiert werden. Am Samstag, 11. Mai, lädt der Zoo daher von 10 bis 18 Uhr zum großen Pinguinfest ein. Die Besucher können sich auf ein buntes Programm freuen, das ganz im Zeichen der kleinen Frackträger steht.

 

Neben kommentierten Sonderfütterungen und Führungen über die neue Pinguin-Anlage halten der Zoo und seine Partner einiges für Familien bereit: T-Shirts selbst gestalten, Pinguine basteln, ein Pinguin-Quiz, Kinderschminken, Glitzertattoos und viele andere Mitmachaktionen stehen auf dem Programm. Die Pinguin-Familie von Theater Pikante ist im Zoo auf Wanderschaft und ein Kasperl-Theater verspricht Spaß und Spannung.

 

An den Aktionsständen kann man sich ausführlich über den Bau der fast 2000 Quadratmeter großen Pinguin-Anlage informieren und darüber, warum der Humboldt-Pinguin so gefährdet ist.

 

 

Es gelten die regulären Zooeintrittspreise.


Ebru Ausstellung in der Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung MIT LIVE VORFÜHRUNG eröffnet (BESUCHSZEITEN täglich bis 18.00 uhr 02.05.-16.05.2019 )


Europa hat die Wahl!

(ffm) Am Dienstag, 14. Mai, um 17 Uhr veranstaltet das Referat für Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main eine öffentliche Podiumsdiskussion im Vorfeld der Europawahl. Es diskutieren Kandidatinnen und Kandidaten folgender Parteien, die für das 9. Europäische Parlament antreten: für die CDU Verena David, Stadtverordnete; für die SPD Udo Bullmann, Mitglied des Europäischen Parlaments; für Bündnis 90 / Die Grünen Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments; für Die Linke Martin Schirdewan, Mitglied des Europäischen Parlaments; und für die FDP Thorsten Lieb. Die Veranstaltung wird von Oberbürgermeister Peter Feldmann moderiert.

 

Die Podiumsdiskussion findet in der Römerhalle, Rathaus Römer, 60311 Frankfurt am Main, statt, der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 16.30 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail bis Montag, 13. Mai, an info.international@stadt-frankfurt.de .

 

 

Da die Zahl der Teilnehmer begrenzt ist, werden Anmeldungen nach chronologischem Eingang berücksichtigt.


Investiert, konsolidiert, Defizit verringert

Bürgermeister und Stadtkämmerer Becker stellt Jahresabschluss vor

(ffm) „Dank der verantwortungsvollen Finanzwirtschaft des Magistrats hat die Stadt Frankfurt am Main das abgelaufene Haushaltsjahr 2018 mit einem geringeren Defizit als geplant abgeschlossen. Das städtische Jahresergebnis beläuft sich auf ein Defizit von 27,76 Millionen Euro. Die wesentlichen Gründe dafür sind eine disziplinierte Ausgabenpolitik und eine gute konjunkturelle Lage, die zu hohen Steuereinnahmen geführt haben“, erklärte am Donnerstag, 2. Mai, Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker bei der Pressekonferenz zum Jahresabschluss 2018. 

Die wichtigste Einnahmequelle für die Stadt Frankfurt bleibt die Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuererträge beliefen sich im Jahr 2018 auf rund 1,95 Milliarden Euro und tragen mit einem Anteil von 48,81 Prozent an den Gesamterträgen bei. Die Steuererträge insgesamt liegen bei einem Anteil von 70,85 Prozent an den Gesamterträgen. Mit einem Ergebnis von 2,82 Milliarden Euro wird der Haushaltsansatz der Steuern und steuerähnlichen Erträgen von 2,77 Milliarden Euro um 51,91 Millionen Euro überschritten, was hauptsächlich an den Erträgen aus der Gewerbesteuer liegt. 

Die Erträge aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer des Jahres 2018 blieben mit 452,84 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (453,69 Millionen Euro) und liegen damit um 6,14 Millionen Euro über dem Haushaltsplanwert. Die Erträge aus dem Gemeindeanteil aus der Einkommensteuer sind zweitwichtigste Steuerquelle für die Stadt Frankfurt, gefolgt von der Grundsteuer mit 208 Millionen Euro. 

Das Defizit im ordentlichen Ergebnis wird aus der Rücklage aus Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses gedeckt, die zu Beginn des Jahres 2018 rund 590 Millionen Euro betrug. Durch das Defizit des Jahres 2018 verringert sich die Rücklage aus ordentlichen Ergebnissen der Vorjahre auf 568,6 Millionen Euro und damit deutlich weniger als erwartet. 

„Trotz aller Freude über das bessere Ergebnis müssen wir weiter konsolidieren, um die Zukunftsfähigkeit Frankfurts zu erhalten und zu stärken. Dafür gilt es sinnvoll zu steuern, um die Herausforderungen selbstbestimmt anpacken zu können“, sagt der Stadtkämmerer. 

Größter Posten im Ergebnishaushalt waren die Bereiche Bildung mit einem Zuschussbedarf von 728,14 Millionen Euro (30,9 Prozent des gesamten Zuschussbedarfs), und Soziales mit einem Zuschussbedarf von 710,3 Millionen Euro (30,2 Prozent des gesamten Zuschussbedarfs), gefolgt von dem Bereich Kultur, Freizeit und Sport mit einem Zuschuss von insgesamt 231,56 Millionen Euro (9,8 Prozent).

Die Investitionstätigkeit der Stadt Frankfurt lag im Jahr 2018 bei Ausgaben von 403,27 Millionen Euro und erreichte 76,4 Prozent des veranschlagten Ausgabesolls von 527,82 Millionen Euro. Den größten Anteil an den investiven Auszahlungen hatten 2018 die Bereiche Bildung mit 140,47 Millionen Euro, Nahverkehr und ÖPNV mit 74,24 Millionen Euro sowie die Stadtplanung mit 51,69 Millionen Euro.

Das Anlagevermögen beläuft sich auf 16,106 Milliarden Euro, während das Eigenkapital durch den Jahresfehlbetrag leicht auf 8,158 Milliarden Euro gesunken ist. Der Schuldenstand ist aufgrund weiterer notwendiger Investitionskredite um 192 Millionen Euro gestiegen und beläuft sich zum 31. Dezember auf 1,704 Milliarden Euro.

„Frankfurt steht noch auf einem soliden Fundament, doch neben Verlusten aus dem kommunalen Finanzausgleich sind steigende Aufwendungen der wachsenden Stadt und die Anforderungen an die einzige Metropole in Hessen gewaltig. In den kommenden Jahren wird Frankfurt nur mit der Anerkennung des Landes Hessen seine vielfältigen Aufgaben finanziell stemmen können“, erklärt Becker.

 

 


Schulen mit drahtlosem Internet ausgestattet

Bildungsdezernentin Weber besucht Unterricht mit WLAN an der Carl-Schurz-Schule

(ffm) Mit Tablets drahtlos im Internet recherchieren, Videoclips bearbeiten und in die Schulcloud hochladen oder mit dem eigenen Handy Englischvokabeln nachschlagen: Für die Schüler an der Carl-Schurz-Schule gehört das Arbeiten mit WLAN ab sofort zum Schulalltag. Das Gymnasium hat vor einigen Wochen als eine der ersten Frankfurter Schulen WLAN erhalten. Die Stadtverordnetenversammlung hatte Ende Januar beschlossen, in einem Pilotprojekt die Ausstattung der Frankfurter Schulen mit WLAN zu starten.

 

„Drahtloses Internet gehört heute zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Es ist gut, dass die Jugendlichen auch im Unterricht flexibel auf die Lernmöglichkeiten im Netz zugreifen können. Mich beeindruckt, wie Schülerinnen und Schüler digitale Medien kompetent und zugleich spielerisch in ihre Lernprozesse einbauen“, fasst Bildungsdezernentin Sylvia Weber ihre Eindrücke vom Besuch einer Unterrichtsstunde zusammen.

 

Im Rahmen des Pilotprojekts sind an der Schule zwölf Lernzonen mit drahtlosem Internetzugang eingerichtet worden, dazu stehen 63 mobile Endgeräte zur Verfügung. Neben diesen schuleigenen Tablets können die Schülerinnen und Schüler aber auch mit ihren eigenen Geräten das WLAN nutzen.

 

Aus erster Hand konnte die Bildungsdezernentin einen Geschichtskurs der 11. Klasse mit ihrem Geschichtslehrer Steve Götz erleben. „Durch die mobilen Geräte und das WLAN kann ich den Arbeitsauftrag für die Schülerinnen und Schüler um einen Internet-Rechercheauftrag ergänzen. Der schnelle Zugriff auf das Internet ermöglicht mir jetzt noch einfacher einen schülerzentrierten Unterricht mit digitalen Medien“, sagt Götz.

 

Mit der Ausstattung der ersten Pilotschulen sieht Stadträtin Weber einen gelungenen Start für das WLAN-Projekt: „Ich will, dass nach und nach alle Frankfurter Schulen mit WLAN ausgestattet werden. Durch die Mittel aus dem DigitalPakt werden wir den Ausbau schneller voranbringen können“, verweist die Bildungsdezernentin auf die Gelder, die ab Ende 2019 von Seiten des Bundes für IT-Vorhaben an Schulen zur Verfügung stehen sollen.

 

 


Oberbürgermeister Feldmann ruft am Tag der Arbeit zur Europawahl auf

(ffm) „Zusammenhalt ist der Schlüssel zur Erfolgsgeschichte Europas. Es ist ein Projekt des Friedens und des Wohlstands. Wir wollen ein starkes soziales Europa schaffen!“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Peter Feldmann auf der Kundgebung zum Tag der Arbeit am Dienstag, 1. Mai, darauf aufgerufen, an der Wahl zum Europäischen Parlament teilzunehmen. Die Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) stand unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“

„Hierfür lohnt es sich, an jedem Tag auf die Straße zu gehen. An einem Tag besonders, dem Tag der internationalen Arbeiterbewegung!“, sagte das Stadtoberhaupt. Denn Europa sei bedroht von „Hetzern, Ewiggestrigen und Populisten.“ „Wer weiß, was wir an Europa haben, läuft nicht geistigen Brandstiftern in die Fänge“, fügte das Stadtoberhaupt hinzu. Feldmann und der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks riefen dazu auf, am 19. Mai an den Großdemonstrationen „Ein Europa für alle – Deine Stimme gegen Nationalismus“ teilzunehmen, die in sieben deutschen und weiteren europäischen Städten stattfinden.

Jacks wies darauf hin, dass der 1. Mai laut hessischer Verfassung für soziale Gerechtigkeit, für Fortschritt, Frieden und Völkerverständigung stehe. „Diese Werte werden in den wohlhabenden Zentren auch zunehmend gelebt. Allerdings ist auch immer stärkere soziale Ungleichheit zu beobachten – in Deutschland, Europa und weltweit. Hunger, Klimakatastrophen, Flucht und Krieg sind nach wie vor für viele Menschen Lebensrealität, obwohl diese Probleme alle menschengemacht sind. Aus diesem Blickwinkel ist unser Wirtschaftssystem gescheitert, wir müssen dringend Alternativen finden, die der Demokratie und den Menschenrechten eine echte Chance geben.“

 

 


Messe Frankfurt kooperiert mit nmedia und

baut internationalen B-to-B Marktplatz

nextrade auf

Seit geraumer Zeit unterliegt der Handel in der

Konsumgüterbranche einem enormen Wandel. Die

voranschreitende Digitalisierung verändert und verschiebt die

Ordertätigkeit in Richtung digitale Alternativen. Deshalb baut die

Messe Frankfurt gemeinsam mit nmedia den digitalen B-to-B

Marktplatz nextrade für die Konsumgüterbranche auf. Händler

können dort – neben dem gängigen Bestellvorgang auf der Messe –

ihre Produkte und Sortimente 365 Tage im Jahr zentral digital

ordern.

Die digitalen Geschäftsmodelle führen zu massiven Konsolidierungen im

Handel. Zwischen 2000 und 2017 mussten allein in Deutschland

100.000 Einzelhandelsgeschäfte schließen. „Hier sehen wir

Handlungsbedarf, aber auch konkrete Stellhebel für den zukünftigen

Erfolg. Deshalb möchten wir als Messe Frankfurt Aussteller und Handel

mit einem neuen, digitalen Ordertool im Netz gezielt unterstützen. Als

Vermarktungs- und Vertriebspartner von nmedia gibt die Messe

Frankfurt Ausstellern und Besuchern der Konsumgütermessen zukünftig

ein weiteres Werkzeug an die Hand, um im zunehmend härter

werdenden Wettbewerb zu bestehen. Wie auch auf unseren Messen

führen wir hier Angebot und Nachfrage perfekt zusammen“, so der

Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Detlef Braun.

Gemeinsam mit nmedia, dem Marktführer im Bereich Electronic Data

Interchange (EDI) in Europa, wird die Messe Frankfurt nextrade

aufbauen und hat sich aus diesem Grund an der nmedia GmbH beteiligt.

Bereits heute übersetzt nmedia mit dem EDI-Clearing-Center die

Sprache der IT-Systeme von Lieferant und Händler und ermöglicht so

die automatisierte Order von Produkten und Sortimenten. Dadurch

werden Bestellungen vollautomatisiert vom System des Händler

generiert und in das System des Lieferanten gespielt. So lassen sich

Ressourcen- und Kosteneinsparungen sowie Effizienzsteigerungen für

die Lieferanten und Händler realisieren.

Aufbau digitaler B-to-B Marktplatz nextrade

Sämtliche führende Lieferanten und Händler sind bereits Kunden von

nmedia. Somit ist es der ideale Partner zum Aufbau eines B-to-B

Markplatzes für den gesamten Konsumgüterbereich. Für den Aufbau von

nextrade wird nmedia seine im Portfolio befindlichen 1.000 Händler und

500 Lieferanten von der EDI Plattform in den neuen Marktplatz

überführen. Als Vertriebspartner wird die Messe Frankfurt neue

Lieferanten und Händler, die Teil des Marktplatzes sein möchten,

akquirieren.

Die Lieferanten pflegen die Daten ihrer Artikel auf dem Marktplatz in

einen jeweils eigenen Webshop ein. Händler können dann über nextrade

in den einzelnen Webshops nach Freischaltung durch den jeweiligen

Lieferanten digital, zentral und über einen Kanal bestellen, statt manuell

bei jedem Lieferanten einzeln zu ordern. Mit dem Marktplatz nextrade

wird die Messe Frankfurt einmal mehr zum Partner für die digitale

Transformation der Branche.

 

Die Ambiente 2019 findet vom 8. bis 12. Februar 2019 statt.


Oberbürgermeister Feldmann begrüßt Bundespräsident Steinmeier in Frankfurt

 

(ffm) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender am Donnerstag, 7. Februar, Frankfurt am Main. Er trifft dort Vertreter der Polizeibehörden, Polizistinnen und Polizisten sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch. Der Bundespräsident informiert sich bei einem vielfältigen Besuchsprogramm zu Fragen der Sicherheit, Kriminalität und Prävention sowie dem Zusammenleben in einer internationalen Großstadt mit vielen Zuwanderern.

Steinmeier ist bereits zum wiederholten Mal in Frankfurt zu Gast. Oberbürgermeister Peter Feldmann unterstreicht: „Die Stadt Frankfurt freut sich sehr über den erneuten Besuch unseres Bundespräsidenten. Sein Besuch anlässlich der Verleihung des Bubis-Preises ist mir in ebenso guter Erinnerung wie unser Gespräch vor wenigen Tagen über die Entwicklung unserer Paulskirche zu einem bundesweit Beachtung findenden Demokratie- und Geschichtsort. Sein Besuch gilt den Chancen des internationalen Frankfurts. Wir Frankfurter sehen unsere Internationalität als notwendige Bedingung, auf deren Grundlage ein guter Teil unseres Wohlstands und Handels beruht. Als dynamische, internationale Stadt, die wächst und in der jedes Jahr mehr Kinder zur Welt kommen, sind wir sehr gerne Gastgeber und es ist mir eine Ehre, heute Nachmittag Frank-Walter Steinmeier auch in unserer neuen Altstadt begrüßen zu dürfen.“

 

Sichere Stadt und eine moderne Jugendrechtspflege

 

Im Polizeipräsidium – der ersten der Besuchsstationen des Bundespräsidenten – standen am Morgen die Sicherheitslage in Frankfurt und das Projekt Haus des Jugendrechts auf dem Programm.

Eine Erfolgsgeschichte, die sich sehen lassen kann. Denn die Zahl der Straftaten ist in der Mainmetropole in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. „Ich freue mich, Sie in der Stadt begrüßen zu können, die immer sicherer wird“, sagte Oberbürgermeister Feldmann während des Briefings bei der Polizei.

So war 2017 die Zahl der Straftaten um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Sie erreichte damit den niedrigsten Stand seit 40 Jahren. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote um 3,2 Prozentpunkte auf 64,2 Prozent.

Einen deutlichen Anteil an dieser Entwicklung haben die Häuser des Jugendrechts. Diese folgen dem Motto „Helfen zu erziehen, bevor man straft“. Es gibt zwei Einrichtungen, in Höchst und im Frankfurter Norden. Eine dritte im Osten der Stadt ist in Planung. Die Häuser des Jugendrechts verfolgen den integrierten Ansatz, auf strafrechtlich relevantes Verhalten von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden zeitnah und mit abgestimmten Mitteln zu antworten. Dabei geht es darum, die Lebenssituation der jungen Menschen zu berücksichtigen und auf diese Weise weitere Delinquenz zu verhindern. Die Stärkung der Präventionsarbeit sowie die Kooperation mit weiteren Partnern und konkrete Hilfsangebote - beispielsweise Suchtberatung - bilden einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit.

Oberbürgermeister Feldmann erläuterte am Beispiel der Einrichtung im Mertonviertel den ausgeprägt präventiven Ansatz dieser Form moderner Jugendstrafrechtspflege. Hier arbeiten fünf Institutionen zusammen: Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe, Täter-Opfer-Ausgleich und der Verein Kinder- und Jugendhilfe. Vor dem Hintergrund des im Jugendstrafrecht verankerten Erziehungsgedankens lassen sich nach einer Straftat jungen Menschen innerhalb kurzer Zeit Angebote machen und Lösungen aufzeigen. „Das ist der richtige Weg und darum bin ich dem Bundespräsidenten dankbar, dass er mit seinem Besuch die Aufmerksamkeit auf dieses für die ganze Republik wegweisende Modell richtet“, betonte der Oberbürgermeister.

 

Umfangreiches Programm des Bundespräsidenten

 

Im Mädchenbüro Milena in Rödelheim besucht der Bundespräsident Mitarbeiterinnen sowie geflüchtete Frauen und Mädchen, die in dieser Integrationseinrichtung Unterstützung finden. In der Innenstadt lädt der er am Nachmittag zu seiner Kaffeetafel ein. Mit seinen Gästen diskutiert Steinmeier über kritische Fragen, offene Aufgaben und Probleme in Frankfurt und vieles mehr. Die Kaffeetafel ist eine Gesprächsreihe des Staatsoberhauptes, um an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Eingeladenen vertreten bei Themen wie Sicherheit oder dem Umgang mit Zuwanderung unterschiedliche, teils gegensätzliche Positionen. Weitere Information hierzu gibt es unter http://www.bundespraesident.de/Kaffeetafel im Internet.

Zum Abschluss steht eine Führung durch Frankfurts neue Altstadt durch Stadtteilbotschafter der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und Oberbürgermeister Peter Feldmann an.

 

 

 


Bürgersprechstunde des Oberbürgermeisters

 

 

 

Der Oberbürgermeister setzt seine Bürgersprechstunde fort: Am Freitag, 8. Februar, können Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen mit Oberbürgermeister Sven Gerich besprechen. Los geht es um 15 Uhr im Rathaus.

 

Oberbürgermeister Sven Gerich führt seine Bürgersprechstunde am Freitag, 8. Februar 2019, im Rathaus am Schlossplatz 6 fort. Der Rathauschef steht den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern ab 15 Uhr in Zimmer 004 im Erdgeschoss für Fragen, Anregungen und Anliegen zur Verfügung. Es ist ihm wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger direkt mit ihm austauschen und ihm ihre Sorgen und Wünsche unmittelbar vortragen können. Die Bürgersprechstunde gibt ihm die Chance, auch ein Gespür für ortsteilspezifische Themen zu bekommen.

 

Anmeldung ab 14.45 Uhr

 

Da die Sprechstunde im Rathaus erfahrungsgemäß sehr gut besucht ist, können sich Bürgerinnen und Bürger, die mit dem Oberbürgermeister sprechen möchten, am Freitag, 8. Februar, ab 14.45 Uhr im Bürgerreferat des Rathauses anmelden. Sie erhalten dort eine Nummer, die im Laufe des Nachmittags aufgerufen wird. Da innerhalb einer begrenzten Zeit auch nur eine gewisse Anzahl an konstruktiven Gesprächen möglich ist, sind sie auf maximal 15 beschränkt. Man möchten niemanden zwei Stunden warten lassen und dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause schicken müssen, weil die Bürgersprechstunde zu Ende ist und der Oberbürgermeister einen dringende Anschlusstermine hat. Durch die Nummernvergabe können die Anwesenden besser planen.

 

 

 

Bürgersprechstunde in den Vororten

 

Darüber hinaus findet die Bürgersprechstunde auch regelmäßig, alle zwei Monate, in einem der Wiesbadener Vororte statt. Auch in den Stadtteilen sind die Bürgerinnen und Bürger, die in der Innenstadt wohnen, aber bei der Sprechstunde im Rathaus wegen zu großen Andrangs keinen Termin mehr bekommen haben, selbstverständlich willkommen. Wer ein Anliegen hat, das nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten kann, wendet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgerreferats, telefonisch unter der Telefonnummer 0611 / 31-3301, per E-Mail an buergerreferat@wiesbadende oder persönlich im Rathaus, am besten nach telefonischer Terminvereinbarung.

Bild: http://www.wiesbaden.de

 

 

 


Gute Küche ohne Stern: Lesung im Gesundheitsamt mit Sternekoch Franz Keller

 

(ffm) Im Rahmen der monatlichen Reihe „Gesund durchs Jahr“ stellt das Gesundheitsamt am Dienstag, 12. Februar, um 16 Uhr Sternekoch Franz Keller und sein neues Buch vor. Er ist einer der meistdekorierten Sterneköche Deutschlands, bei dem schon die Queen und Angela Merkel zu Gast waren.

„Vom Einfachen das Beste“ lautet sein Motto für eine gute, gesunde und bodenständige Küche. Das geht auch ganz ohne hochkarätigen Sterne-Zirkus, das hat der Spitzenkoch bereits Ende der 1990er Jahre für sich entschieden.

Inzwischen ist Keller leidenschaftlicher Kämpfer für eine nachhaltige Ernährung mit Respekt für Tiere und gegen die industrielle Nahrungsmittelproduktion. Die Qualität der verwendeten Produkte bewertet er weit höher als die Sterne auf der Speisekarte. Über dieses Umdenken berichtet er im Gespräch und mit Auszügen aus seinem Buch „Vom Einfachen das Beste – ein Sternekoch greift an“.

Die Lesung findet im Gesundheitsamt in der Breite Gasse 28 statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Mehr über Keller und seine Ernährungsphilosophie findet man unter https://www.falkenhof-franzkeller.de/ im Internet.

Weitere Informationen, auch über die nächsten Veranstaltungen der Reihe „Gesund durchs Jahr“ gibt es bei Matthias Roos im Gesundheitsamt, Telefon 069/212-34502 und unter http://www.frankfurt.de/gesund-durchs-jahr im Internet.

 

 

 


 

KinderArt! 2019: Eine Ausstellung für Kinder von Kindern im Frankfurter Kinderbüro

 

(ffm) Ab sofort ist die Ausstellung KinderArt! im Frankfurter Kinderbüro zu besichtigen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Artikeln 13 Meinungs- und Informationsfreiheit sowie Artikel 17, dem Zugang zu den Medien der UN-Kinderrechtskonvention.

Die Nachwuchskünstlerinnen und -künstler zeigen ihren ganz eigenen Blick auf die Artikel. Gezeigt werden 38 Kunstwerke darunter sieben Kunstobjekte. Entstanden sind diese in Frankfurter Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten. Über 120 Kinder im Alter zwischen 1 bis 15 Jahren haben sich so an der Ausstellung beteiligt.

Die KinderArt! 2019 ist das ganze Jahr in den Räumen des Frankfurter Kinderbüros, Schleiermacherstraße 7 zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr. Bei Gruppen wird um eine Anmeldung unter Telefon 069/212-39001 oder per E-Mail an kinderbuero@stadt-frankfurt.de gebeten.

Die Entstehung der Kunstwerke wird durch eine großzügige Kreativspende von über 80 internationalen Ausstellern auf der Messe Creativeworld in Frankfurt ermöglicht. Das Frankfurter Kinderbüro verteilt die Spende an soziale Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten. Jede Einrichtung spendet ein Kunstwerk, das aus den Materialien geschaffen wurde, an das Kinderbüro. So entsteht jedes Jahr die KinderArt!

 

 

 


Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt neue Konsuln im Kaisersaal

 

(ffm) 105 Konsulate haben ihren Sitz in Frankfurt. Damit ist die Stadt der zweitgrößte Konsular-Standort Deutschlands.

In den Konsulaten selbst herrscht, wie im diplomatischen Dienst üblich, steter Wechsel. Daher ist es in Frankfurt Tradition, die neuen General- und Honorarkonsuln in feierlichem Rahmen willkommen zu heißen. Am Mittwoch, 6. Februar, hat Oberbürgermeister Peter Feldmann jetzt die neuen diplomatischen Vertreter neun verschiedener Staaten im Kaisersaal begrüßt: Generalkonsulin Miriam Beatriz Chaves, Republik Argentinien, Generalkonsul Suleiman Dauda Umar, Bundesrepublik Nigeria, Generalkonsul Khalid Bader TH Almutairi, Kuwait, Generalkonsul Vedran Konjevod, Republik Kroatien, Generalkonsulin Evelyn Austria-Garcia, Republik der Philippinen, Generalkonsul Truong Giang Pham, Sozialistische Republik Vietnam, Generalkonsul Chang-rok Keum, Republik Korea, Generalkonsul Mahdi Babakazemi, Islamische Republik Iran und Generalkonsul Khaled Ahmed Taha, Arabischen Republik Ägypten.

„Frankfurt ist seit jeher geprägt von Handel, dem internationalen Austausch mit Nationen und Kulturen“, sagte Feldmann in seiner Begrüßungsansprache. „Die erste Erwähnung unserer internationalen Messegeschichte ist auf das Jahr 1150 datiert. Schon damals pflegten und noch heute pflegen die Frankfurter mit ihren nationalen und internationalen Besuchern sowie neu Angekommenen ein offenes Miteinander.“ Frankfurt profitiere nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich von seiner Weltläufigkeit.

„Ich höre oft, der Zusammenhalt des Konsularischen Korps sei in Frankfurt besonders gut. Darüber freue ich mich immer wieder. Das ist auch der Verdienst des guten Zusammenwirkens der Hessischen Staatskanzlei mit der Stadt Frankfurt“, betonte Feldmann.

 

 

 

 

 


Oberbürgermeister Peter Feldmann: ‚Schulterschluss für Frankfurt‘

(ffm) Umfangreiches Paket für die Zukunftsfähigkeit Frankfurts geschnürt: Schwimmbadbesuch für alle Kinder kostenlos, Familienkarte für freien Eintritt in alle Museen und den Zoo, mehr Geld für bezahlbares Wohnen, Sauberkeitskampagne wird fortgeführt und die Mietbegrenzung auf zehn Jahre verdoppelt und mehr Sicherheit vereinbart. „Faktisch frieren wir die ABG-Mieten ein“, erläutert der Oberbürgermeister. Auch wird die katholische St. Raphael-Schule unterstützt. 
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 13. Dezember, stellten Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister Uwe Becker und Stadtrat Stefan Majer zusammen mit den Spitzen der Koalitionsfraktionen und –parteien gemeinsam folgende Vorhaben vor: 
Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Im Bereich des Wohnungsbaus wurde vereinbart, dass bei Neubauprojekten der ABG Frankfurt Holding oder der Nassauischen Heimstätte deutlich mehr als 40 Prozent geförderter Wohnungsbau realisiert werden soll. Auch ist geplant, darauf hinzuwirken, dass die Mieten für Mieterinnen und Mieter der ABG nach Auslaufen des bisherigen Mietenstopps für weitere fünf Jahre – auf dann zehn Jahre - nur um maximal ein Prozent pro Jahr angehoben werden.“
Im Haushalt werden darüber hinaus zusätzliche Mittel bereitgestellt, um bezahlbare Wohnungen zu schaffen und durch die konsequente Anwendung des Vorkaufsrechts in Frankfurt Mieter besser zu schützen. Dazu werden für 2019 zusätzlich 7,5 Millionen Euro bereitgestellt. Der Haushaltsansatz für geförderte Wohnungen des 1. Förderwegs und des Mittelstandsprogramms wird ebenfalls mit dem Haushalt 2019 um 7,5 Millionen Euro auf dann deutlich über 50 Mio. Euro erhöht. 
„Frankfurt ist eine Stadt mit hohen Lebenshaltungskosten. Gerade normalverdienenden Familien mit Kindern und Alleinerziehenden fällt es nicht immer leicht, den Eintritt für Kultureinrichtungen aufzubringen. Um Kindern und Jugendlichen einen besseren Zugang zu Kultur zu ermöglichen, werden ab 2019 die erforderlichen Mittel für ein Kultur- und Freizeitticket in den Haushalt eingestellt. Dieses Ticket soll den freien Eintritt in städtische und nicht-städtische Kultureinrichtungen sowie den Zoo ermöglichen. Es kann für Frankfurter Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren beim Kultur- und beim Sozialdezernat – auch online – kostenfrei beantragt werden, wenn ihre Eltern über ein monatliches Netto-Familieneinkommen von bis zu 4.500 Euro verfügen. Familien, die ein höheres Monatseinkommen haben, können das Ticket für einen moderaten Preis erwerben“, erläutert Oberbürgermeister Peter Feldmann. Unabhängig vom Einkommen der Eltern wird der Eintritt in städtische Bäder für Kinder bis 14 Jahren bis auf weiteres ausgesetzt. „Dies ist ein klares Zeichen, dass die öffentlichen Einrichtung und Bäder allen Frankfurtern offenstehen“, sagt der Oberbürgermeister. „Damit machen wir deutlich, dass unsere Koalition funktioniert und arbeitet. Wir als Demokraten wissen, dass wir die Verantwortung haben, mit dem bestmöglichen Ergebnis für die Menschen in Frankfurt an unserer Stadt zu arbeiten“, fügt Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker hinzu. Auch haben sich die Vertreter der drei Parteien auf ein Alkoholverbot im Kaisersack geeinigt. Zudem soll die Gefahrenabwehrverordnung in Paragraph 7 wie folgt ergänzt werden: „Das Lagern oder das dauerhafte Verweilen von Personen im Geltungsbereich dieser Verordnung in einer für Dritte beeinträchtigenden Art zum Zwecke des Konsums von Alkohol oder Betäubungsmitteln im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes ist verboten.“  Den suchterkrankten Menschen unter den vom Alkoholverbot Betroffenen wollen die Koalitionäre im Rahmen des bewährten Frankfurter Weges Unterstützungsangebote – insbesondere im Bereich der Innenstadt und des Bahnhofsviertels – machen. Herfür werden zusätzliche Projektmittel zur Verfügung gestellt. Das Gesundheitsdezernat wird beauftragt, in Kooperation mit geeigneten Trägern Vorschläge zur räumlichen und inhaltlichen Ausgestaltung zu erarbeiten. Darüber hinaus wird im Bereich der illegalen Suchtmittel für die Tagesöffnung des bisherigen Nachtcafés im Bahnhofsviertel zusätzliche Mittel in Höhe von 500.000 Euro bereitgestellt werden. Auch die dauerhafte Finanzierung des Wintercafés in der B-Ebene am Eschenheimer Tor, in dem vorwiegend wohnsitzlose Menschen betreut werden und eine Übernachtungsmöglichkeit erhalten, wird durch zusätzliche Mittel in Höhe von 500.000 Euro sichergestellt. Das Maßnahmenpaket der Koalition umfasst auch den Beschluss, die Realisierung der Katholischen Schule St. Raphael mit einem Investitionskostenzuschuss in Höhe von einmalig 16 Millionen Euro zu unterstützen. Das geplante Gymnasium soll vorrangig für Frankfurter Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen. Dies wird in den Zuschussbedingungen festgeschrieben. Dabei wird kein Kind aus finanziellen Gründen ausgeschlossen, hierfür werden Härtefallregelungen getroffen. Im Rahmen der weiteren Fortschreibung/Umsetzung des SEP für allgemeinbildende Schulen wird nach Elternwillen auch das Angebot an Förderschulen und Haupt-/Realschulen bedarfsgerecht gesichert bzw. bedarfsgerecht ausgebaut. Für die bevorstehende Sanierung der Paulskirche, die mit breiter Bürgerbeteiligung geplant und durchgeführt werden soll, werden die erforderlichen Planungsmittel mit dem Haushalt 2019 bereitgestellt. Auch die Kampagne #cleanffm wird über das erste Quartal 2019 hinaus fortgeführt und mit rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr bezuschusst. Zur Unterhaltung und Pflege des öffentlichen Grüns werden ab dem Haushalt 2019 weitere 3 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt. Der Magistrat bringt zur Verabschiedung des Haushalts 2019 einen Magistratsvortrag ein, mit dem die avisierten Mittel für #cleanffm und den Grünflächenunterhalt zur Verfügung gestellt werden. Beginnend mit dem Paul-Arnsberg-Platz soll die Begrünung der städtischen Plätze intensiviert und kontinuierlich weitergeführt werden. Hierzu soll unter Beachtung des Klimaplanatlasses eine gemeinsame Prioritätenliste vorgelegt werden. Darüber hinaus sollen weitere Straßenzüge und Straßenbahntrassen begrünt werden. Zu diesem Zweck werden dem Grünflächenamt zusätzliche 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Erweiterung des Frankfurter GrünGürtels wird darüber hinaus in einem ersten Schritt der östliche Teil des GrünGürtelparks Nieder-Eschbach unter die GrünGürtel-Satzung gestellt. Darüber hinaus wird ein Vorschlag entwickelt, an welchen Stellen der GrünGürtel weiterentwickelt und erweitert wird. Auf Grundlage des Verkehrsversuchs „Tempo 30 bei Nacht auf ausgewählten Hauptverkehrsstraßen“ wird in dem im Modellversuch erprobten Abschnitt Nibelungenallee/Rothschildallee dauerhaft Tempo 30 in der Nacht eingeführt. Für diese Wahlperiode sind keine weiteren Straßenabschnitte vorgesehen. „Wir wollen tatsächlich realisieren, was wir uns vorgenommen haben. Die heute vorgestellten Maßnahmen sind kein zweiter Koalitionsvertrag. Wir haben aber deutlich gemacht, dass wir uns den zentralen Herausforderungen der Stadt wie bezahlbarer Wohnraum sowie Klimawandel und Verkehrswende stellen. Ebenfalls dazu gehört das Sicherstellen des sozialen Zusammenhalts, der sich immer am Umgang mit den Schwächsten einer Gesellschaft bewährt“, führt Gesundheits- und Personaldezernent Stefan Majer aus und betont, dass es sich bei den beschlossenen Vorhaben um gemeinsame Pläne handele, die mehr sind als der kleinste gemeinsame Nenner und von allen Vertretern der Stadtregierung als gleichermaßen vordringlich angesehen werden.“

 

 


,Wegweisende Entscheidungen für die kulturelle Teilhabe in dieser Stadt‘

Kulturdezernentin Hartwig zu den Ergebnissen der Koalitionsgespräche

(ffm) Die Römer-Koalition hat am Donnerstag, 13. Dezember, die Ergebnisse der Koalitionsgespräche 2018 vorgestellt. Kulturdezernentin Ina Hartwig bezeichnet die getroffenen Entscheidungen im Kulturbereich als „wegweisende Schritte für die kulturelle Teilhabe in dieser Stadt“. „Es gibt viele Familien in dieser Stadt, denen ein Besuch im Museum oder Zoo finanziell schlichtweg nicht möglich ist. Das wollen wir ändern! Wir setzen uns mit diesen Beschlüssen für diejenigen ein, die es wirklich brauchen. Gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe darf nicht am knappen Geldbeutel scheitern. Die Kultur in dieser Stadt ist für alle da!“ Deshalb wird die Stadt Frankfurt 2019 ein Kultur- und Freizeitticket für Kinder und Jugendliche einführen. Das Ticket soll den freien Eintritt in städtische und nicht-städtische Kultureinrichtungen sowie den Zoo ermöglichen. „Meine Forderung, den freien Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auf die nicht-städtischen Kultureinrichtungen auszuweiten, wird damit bekräftigt“, sagt Kulturdezernentin Hartwig. „Die Umsetzung werden wir mit unseren Partnern prüfen“, so die Dezernentin. Das Ticket kann dann für Frankfurter Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre beim Kultur- und beim Sozialdezernat – auch online – kostenfrei beantragt werden, wenn ihre Eltern über ein monatliches Familieneinkommen von unter 4.500 Euro netto verfügen. Familien, die ein höheres Monatseinkommen haben, können das Ticket für einen moderaten Preis erwerben. Mit den getroffenen Entscheidungen werden in Frankfurt die Weichen für die Zukunft gestellt: „Ich freue mich, dass ab 2019 die erforderlichen Mittel in den Haushalt eingestellt werden sollen“, sagt Hartwig. Darüber hinaus hat die Koalition einen Ausgleich der Tarifsteigerungen bei den nicht-städtischen Trägern im Kulturbereich beschlossen. Die Anpassung soll schrittweise mit dem Doppelhaushalt 2020/21 erfolgen. „Wir nehmen damit den Druck von den Schultern unserer Zuschussnehmer und unterstützen diejenigen, die unsere Stadt mit ihrer kulturellen Arbeit bereichern. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass es zu einem Ausgleich im Personalkostenansatz kommt“, sagt die Dezernentin abschließend.

 

 


Brüder-Schönfeld-Forum übergibt Kulturdezernentin Dokumentation zum Gedenstein der Stadt Frankfurt in Kaunas

(ffm) Seit April 2018 erinnert ein Gedenkstein in Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens, an die während der NS-Diktatur aus Frankfurt deportierten und ermordeten Jüdinnen und Juden. Im April 2018 war eine Delegation aus Deutschland nach Kaunas gereist, um der Übergabe der Gedenktafel an die Öffentlichkeit beizuwohnen. Neben einem Vertreter des Kulturamtes der Stadt Frankfurt gehörten der Delegation Ingrid Wettberg, Herbert Begemann und neun Schülerinnen und Schüler aus Gymnasien in Frankfurt, Darmstadt, Gießen und Hanau an. Nun übergab Herbert Begemann, Vorsitzender des Brüder-Schönfeld-Forums, eine Dokumentation an Kulturdezernentin Ina Hartwig.  „Die Einweihung einer Frankfurter Gedenktafel im über tausend Kilometer entfernten Kaunas war ein wichtiges Erinnerungsprojekt dieses Jahres. Ich bedanke mich für die umfangreiche Dokumentation, sie beleuchtet detailliert die Einweihung, die historischen Hintergründe und benennt alle 992 Opfer namentlich. Sie schlägt damit eine Brücke von Kaunas zurück nach Frankfurt“, so Hartwig bei der Übergabe im Kulturdezernat. Nach dem Einmarsch in Litauen 1941 ermordeten die deutschen Besatzer in der Festungsanlage Fort IX bei Kaunas etwa 50.000 Menschen, unter ihnen 992 Jüdinnen und Juden aus Frankfurt. Sie wurden im November 1941 am Bahnhof der Frankfurter Großmarkthalle in Waggons gepfercht und nach Kaunas deportiert. Unter ihnen waren zahlreiche Menschen, die zuvor aus anderen Städten und Gemeinden vertrieben worden und in der Großstadt Frankfurt Zuflucht gesucht hatten. Die Gedenktafel verweist auch auf diese ursprünglichen Heimatorte. In der Dokumentation sind alle 39 Städte und Gemeinden sowie die zwei Landkreise aus den heutigen Bundesländern Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz genannt, die sich dem Gedenken in Kaunas offiziell anschlossen. Die Initiative für die Gedenktafel kam von Ingrid Wettberg und Herbert Begemann vom Brüder-Schönfeld-Forum, das das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturamt entscheidend vorantrieb. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Maintal trägt den Namen der beiden Brüder Horst und Gerhard Schönfeld aus Dörnigheim. Sie kamen im Alter von zehn und elf Jahren zusammen mit ihren Eltern in Kaunas ums Leben.

 

 


Oberbürgermeister Feldmann würdigt Erfolgsgeschichte des International Women`s Club

(ffm) Im Jahr 1946 gründete die Frankfurter Lehrerin Elisabeth Norgall den International Women`s Club Frankfurt (IWC) mit dem Ziel, durch Kontakte und gegenseitiges Kennenlernen, Trennendes zwischen den Nationen und Kulturen zu überwinden und Verständnis füreinander zu entwickeln. 72 Jahre später arbeiten rund 500 Mitglieder des IWC aus 50 Nationen an dem Ziel, sich für Frieden und Freundschaft in der Welt einzusetzen. Zum traditionellen „Christmas Tea“ begrüßte Oberbürgermeister Peter Feldmann am Mittwoch, 12. Dezember, die neu gewählte Präsidentin Cornelia Klaus und zahlreiche Mitglieder der Vereinigung im Kaisersaal. „Ich freue mich, heute hier in gemütlicher Runde in Gesellschaft engagierter und starker Frauen zu sein – das hat etwas Besonderes. Engagierte Frauen sind wichtig für unsere Gesellschaft. Von der Antike bis heute gab und gibt es in der Geschichte der Menschheit Frauen, die den Verlauf der Welt veränderten. Frauen haben stets gegen Unterdrückung gekämpft und sich für die Rechte von Minderheiten eingesetzt – und sie tun es noch heute“, sagte das Stadtoberhaupt. Elisabeth Norgall sei genau so eine starke Frau gewesen: „Es war ihr wichtig, Menschen, die bis dahin Feinde waren, wieder zusammenzuführen. Sie ging auf die Menschen zu. Aus ersten Gesprächen wuchs die Überzeugung, dass mit gegenseitigem Verständnis der Zusammenhalt unterschiedlicher Kulturen möglich ist.“ Mit dieser Überzeugung habe sich Norgall in die lange Frankfurter Tradition des sozialen und bürgerschaftlichen Engagements eingereiht. „Bürgerschaftliches Engagement ist ein Markenzeichen Frankfurts. Denn unsere Stadt ist nicht nur Wirtschaftsmetropole, sondern auch Metropole der Hilfsbereitschaft“, sagte Feldmann. 
Die Frauen des IWC hätten sich schon immer dem Gemeinwesen verpflichtet gefühlt und sich vorbildlich in Not geratener Menschen angenommen. Feldmann dankte den Frauen für ihre Spenden und ihren Einsatz: „Ich freue mich besonders darüber, dass Sie sich den Themen Bildung und Senioren annehmen, denn diese liegen mir am Herzen. Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft unserer Kinder. Ältere Menschen haben unsere Stadt stark gemacht, sie haben das Recht auf Teilhabe und auf ein würdevolles Leben im Alter. Das ist unser aller Verpflichtung und Verantwortung.“ 
„Der IWC steht seit mehr als 70 Jahren für den Austausch zwischen Frauen aus über 50 Nationen. Wir wollen Menschen zusammenbringen - unabhängig von ihrem jeweiligen Glauben oder auch ihrer politischen Überzeugung. Eine wichtige Säule unseres Clublebens ist unser gemeinsames soziales Engagement. Wir unterstützen mit den Spendeneinnahmen aus unserem Weihnachtstee, der traditionell im Frankfurter Römer stattfindet, die Seniorenheime der Stiftung zum Heiligen Geist Hohenwald und Kronthal sowie die Mosaikschule in Frankfurt. Das Thema unseres Clubjahres ist der Wandel – in vielerlei Hinsicht passend zu Frankfurt. Die Offenheit für Veränderung hat wesentlich zu der Internationalität und dem wirtschaftlichen Erfolg Frankfurts beigetragen“, sagte Cornelia Klaus, Präsidentin des IWC. Der IWC ist eine gemeinnützige, politisch und religiös unabhängige Vereinigung von Frauen. Schon kurz nach der Gründung setzte sich der IWC für Arbeitslose ein, für die Beschäftigungen gesucht wurden, und unterstützte Bedürftige. Heute sind die vielfältigen sozialen Aktivitäten des IWC über die Grenzen Frankfurts hinaus gewachsen und haben im Laufe der Jahre kleine und große Nöte von hilfsbedürftigen Menschen im In- und Ausland lindern können. Weitere Informationen zum International Women´s Club finden sich unter https://www.iwc-frankfurt.de/im Internet.

 

 


Jugendmaskenzug 2019

 

 

 

Der größte Umzug von jungen Narren in Europa findet in diesem Jahr zwei Wochen früher statt als gewohnt. Am Samstag, 16. Februar, verwandeln die Kinder und Jugendlichen die 2,5 Kilometer lange Strecke in ein farbenfrohes Meer!

 

Der Jugendmaskenzug lockt mit der Rekrutenvereidigung in die Mainzer Innenstadt. Aufgrund der Winterferienregelung 2019 zwei Wochen früher als gewohnt (statt Fastnachtssamstag schon am 16.2.) - aber sicherlich genauso bunt und fröhlich wie immer!

 

Schulen, Kindergärten und -tagesstätten und Jugendorganisationen absolvieren ab 14.11 Uhr die 2,5 Kilometer lange Zugstrecke: HELAU!

 

 

 

Vor dem Theater und auf dem Gutenbergplatz veranstaltet an diesem Tag die Mainzer Fastnachts eG ab 11.11 Uhr ein vierfarbbuntest Fest, bei dem Radio RPR 1. gemeinsam mit den Mainzer Garden ab morgens für musikalische Unterhaltung sorgen werden.

 

Für Essen und Trinken ist gesorgt, ebenso unterhält ein Kinderprogramm die jüngeren Gäste, ebenso spielen die Garden "Gardist ärger Dich nicht" – eine Live-Form des Spieles "Mensch, ärgere Dich nicht". Höhepunkt ist dann ab ca. 14.33 Uhr das Eintreffen des Zuges am Gutenbergplatz.
Eine Jury wird die Gruppen prämieren und Preisgelder von über 11.000 Euro vergeben.

 

Das Motto 2019:
"Franzosen, Römer und Germanen,
zum Leben an den Rhein hier kamen.
Brachten Fleischworscht, Weck und Woi,
und die Fastnacht obbedroi.
Heut grüßen wir sie mit Radau
und dreifach donnerndem Helau!"

 

 

 

Messe Frankfurt mit historischem Umsatz von 715 Millionen Euro

(ffm) Die Messe Frankfurt ist im Geschäftsjahr 2018 weiter gewachsen. In Summe ergeben sich bei den relevanten Kenngrößen neue Bestmarken – ein Beleg für die sehr dynamischen und innovationsgetriebenen Aktivitäten der Unternehmensgruppe. Beim Umsatz erwartet die Messe Frankfurt rund 715 Millionen Euro. Zu den mehr als 490 weltweiten Veranstaltungen unter dem Dach des Unternehmens kamen annähernd 102.000 Aussteller sowie rund 4,5 Millionen Besucher. Erfreut über diese hervorragenden Kennziffern zeigte sich Peter Feldmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt und Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt. „Als Mehrheitsgesellschafter sind wir stolz, ein Unternehmen wie die Messe Frankfurt in unserem Beteiligungsportfolio zu haben.“ Schon immer habe die historisch enge Verbindung der Stadt Frankfurt und der Messe Frankfurt die beiderseitige Entwicklung beflügelt, nicht zuletzt durch die wirtschaftlichen Effekte, die die Veranstaltungen in Frankfurt und in der Region auslösen. Am Standort Frankfurt wurden 2018 mit rund 385 Millionen Euro rund 54 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt. „Allein in Deutschland hat die Messe Frankfurt annähernd 424 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies ist ein neuer Rekord und entspricht in etwa dem Umsatz, den die nächstgrößeren deutschen Wettbewerber in der Vergangenheit als Gesamtumsatz generiert haben“, hob Feldmann hervor. Die Messe Frankfurt hat ihren Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb ausgebaut. „Wir haben unsere Marken weiter globalisiert, und unsere weltweite Akquisitionstätigkeit hat an Tempo zugelegt“, sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, bei Vorlage der vorläufigen Top-Kennzahlen für 2018. „Rund 102.000 Aussteller – so viele wie noch nie – haben uns auf fast 150 Messen ihr Vertrauen geschenkt und in Begegnungsformate investiert. Die Messe Frankfurt ist in der Zeit der rasanten digitalen Entwicklung ein Fels in der Brandung.“ Das starke operative Geschäft hat im Geschäftsjahr auch zu Rekorden bei den Finanzkennziffern geführt. Wir erwarten mit einem konsolidierten Umsatz von rund 715 Millionen Euro den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte – und damit auch den höchsten von einer deutschen Messegesellschaft jemals erwirtschafteten Betrag“, so Marzin. Gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2017 ist das ein Plus von rund sieben Prozent. Historische Bestmarken gibt es beim Jahresüberschuss mit rund 59 Millionen Euro und beim EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) mit rund 133 Millionen Euro. „Wir haben eine eigene auf die Unternehmensgruppe zugeschnittene Expansionsstrategie, die wir konsequent ausbauen. Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Messe Frankfurt ist ihr erstklassiges globales Netzwerk“, betonte Marzin. „Wer treffen will, braucht ein Ziel – und in volatilen Zeiten wie diesen eine ruhige Hand. Gelungen ist uns das mit einem erneuten Ausstellerrekord von 102.000 Unternehmen und rund 4,5 Millionen Besuchern auf unseren internationalen Plattformen. Für mich ist klar: Unsere wichtigste Bestmarke ist der Mensch“, betonte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Weiter gestiegen sei auch die Internationalität auf den konzerneigenen Veranstaltungen in Frankfurt. „Auf Ausstellerseite verzeichnen wir rund 78 Prozent und bei den Besuchern rund 56 Prozent, die aus dem Ausland nach Frankfurt kommen“, so Braun, der das operative Geschäft erläutert: „Die persönliche Begegnung steht nicht in Frage, im Gegenteil, es geht vielmehr um eine intelligente Verbindung der analogen und der digitalen Welt. Dahingehend arbeiten wir hart daran, unsere Veranstaltungen zukunftsorientiert zu positionieren.“ Kontinuierlich und nachhaltig investiere die Messe Frankfurt in ihre weltweiten Veranstaltungen, in vielen Fällen und mit Erfolg auch antizyklisch. Durch die Inbetriebnahme der Halle 12 geht das gesamte Veranstaltungsportfolio in Frankfurt im kommenden Jahr mit optimierten Geländekonzepten und klaren Hallenstrukturen an den Start, mit dem Ziel, weiter zu wachsen. Die Messe Frankfurt ist immer stärker in technologischen Themen unterwegs, die weltweit eine starke Innovations- und Veränderungskraft auf die Industrie ausüben. „Mit der Formnext und der SPS sind zwei Veranstaltungen im Portfolio, die die Industrie 4.0 besonders plakativ abbilden“, sagte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Und auch das Kongress- und Tagungsgeschäft am Standort ist mit mehr als 170 Veranstaltungen und 146.000 Teilnehmern eine Erfolgsstory. Mit insgesamt rund 280 Veranstaltungen können wir von einem sehr starken Gastveranstaltungsjahr berichten“, resümierte Behm. Im Zuge des Neubaus der Halle 5 nutzt die Messe Frankfurt die Gelegenheit, das Congress Center zu revitalisieren. „Wir sind sicher, dass wir damit der Kongressbilanz zu weiterem Erfolg verhelfen und die Attraktivität Frankfurts als Tagungsort weiter steigern“, hob Behm hervor. Am Standort Frankfurt betreibt die Messe Frankfurt mit dem Congress Center und dem Kap Europa zwei Kongresshäuser, über 90 Kongress- und Konferenzsäle stehen auf dem Gelände zur Verfügung. Das Kongresshaus Kap Europa war 2018 komplett ausgebucht. „Eine überaus positive Entwicklung gibt es auch in unserem Geschäftsfeld Services“, ergänzte Behm und erläuterte: „Mit der Messe Frankfurt Medien und Service GmbH und der Accente Gastronomie Service GmbH erwirtschaften wir mittlerweile einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro.“
Außerhalb Deutschlands richtet die Messe Frankfurt ihr Kerngeschäft eng an ihren Schwerpunktregionen und an Partnerschaften aus. Mit mehr als 30 Premieren zeigt die Messe Frankfurt eine wachsende globale Präsenz. Im Berichtsjahr beschäftigte das Unternehmen über 2500 aktive Mitarbeiter weltweit.
Weitere Informationen finden sich unter http://m-es.se/r6YM im Internet.

 

 


Oberbürgermeister Feldmann und Verkehrsdezernent Oesterling: ‚Mit der neuen Direktvergabe der Buslinien im Frankfurter Süden werden künftig 50 Prozent der Buslinien in Frankfurt wieder städtisch‘

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling zeigen sich zufrieden, dass es gelungen ist, einen weiteren Schritt in Richtung weiterer Direktvergaben der Busverkehrsleistungen in Frankfurt zu gehen. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Montag, 12. November, die Vorlage von Verkehrsdezernent Oesterling beschlossen, die der Stadtverordnetenversammlung vorschlägt, das Linienbündel C (Süd) direkt an die städtische Busgesellschaft In-der-City-Bus GmbH (ICB) zu vergeben, die auch bereits die Linienbündel D (Mitte-Ost) und E (Mitte-Nord) betreibt. Die Vergabe soll von der lokalen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ vorbereitet werden.

Der Magistrat hat vereinbart, dass künftig die Hälfte der Busverkehrsleistungen wieder in städtischer Hand zu betreiben sind. Diesem Ziel kommt der Magistrat nun ein gutes Stück näher. Oberbürgermeister Feldmann betonte, dass es darum gehe, „gute Arbeitsplätze hier bei der Stadt zu sichern und die Stadt als sozialer Arbeitgeber im Nahverkehrsbereich weiter zu stärken“. Der Oberbürgermeister hob hervor, dass „damit ein wichtiger Schritt gegangen wird, um den Weg der vor allem auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragenen Ausschreibungen zu stoppen. Ich kann mir ausdrücklich weitere Schritte vorstellen, denn der neue Weg wird sich als richtig für Frankfurt, die Interessen der bei uns beschäftigten Menschen und unsere Umwelt erweisen.“

Der Oberbürgermeister unterstreicht, dass dies auch im Interesse der Fahrgäste liegt, „denn in der Vergangenheit soll es ja vorgekommen sein, dass ortsunkundige Fahrer Passagiere nach dem Weg gefragt haben, auch das werden wir mit der neuen Vergabepraxis verhindern, denn gut ausgebildete und anständig bezahlte Busfahrer sind für alle besser.“

Stadtrat Klaus Oesterling erklärte: „Gerade in Zusammenhang mit dem drohenden Dieselfahrverbot und den vom Verwaltungsgericht Wiesbaden von der Stadt Frankfurt geforderten Maßnahmen zeigt sich, wie wichtig es ist, den öffentlichen Nahverkehr in städtischer Hand zu halten, um die umweltpolitischen Zielvorgaben der EU, des Bundes aber auch der Stadt selbst umsetzen zu können. Private Unternehmen, die die Buslinien auf Grundlage von gewonnenen Ausschreibungen betreiben und dafür Verkehrsverträge von bis zu zehn Jahren erhalten, können schon aus wirtschaftlichen Gründen eventuelle Vorstellungen der Stadt nicht so kurzfristig umsetzen, wie das beispielsweise die ICB kann.“ 

Die städtische Busgesellschaft ICB, die einmal aus der VGF ausgegründet wurde und jetzt 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Frankfurt Holding GmbH ist, habe sich als verlässlicher und konstruktiver Partner erwiesen, erklärte Oesterling.

Das Busbündel C soll die ICB ab Dezember 2020 betreiben. Damit erreicht der Anteil der direkt vergebenen Buslinien ein Volumen von 50 Prozent. Inhalt der Vorlage wird auch sein, die zum Bündel C gehörenden Buslinien 33 und 37, die die Stadtteile Westhafen und Gutleut erschließen, mit emissionsfreien Bussen zu betreiben. So trägt das Vorhaben dazu bei, die Luftqualität in einem an die Innenstadt angrenzenden Quartier zu verbessern.

 

 


FrankfurtRheinMain meets Guangzhou

Oberbürgermeister Peter Feldmann ehrt chinesische Unternehmen für ihr Engagement in FrankfurtRheinMain

(ffm) Derzeit ist Oberbürgermeister Peter Feldmann mit einer Delegation aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in China, um das 30-jährige Bestehen der Partnerstädte Frankfurt und Guangzhou zu feiern. Auf dem Programm des dritten Tages standen unter anderem die Verleihung des „FRM Investors Award“ an chinesische Unternehmen, die sich mit ihren Investitionen in der Region FrankfurtRheinMain besonders verdient gemacht haben. Außerdem wurde die Eröffnung des Innovationszentrums der Darmstädter Merck KGaA in Guangzhou gefeiert. Organisiert wurde diese Veranstaltung, an der 128 Gäste teilnahmen, von der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region (FRM GmbH).

Peter Feldmann, Oberbürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates der FRM GmbH sagte: „Frankfurt und Guangzhou verbindet weitaus mehr als eine 30-jährige Städtepartnerschaft. In Guangzhou verschmilzt die chinesische Tradition mit der Moderne. Auch Frankfurt ist eine Stadt mit jahrhundertealter, international geprägter Tradition. Und nicht zu vergessen: Beide Städte sind Wirtschaftszentren ihres jeweiligen Kontinents. Beide Städte sind wichtige Logistik- und Handelszentren sowie bedeutende Messe- und Finanzplätze und weltweit hervorragend angebunden. Insofern ist es nur folgerichtig, dass wir unsere Stärken in diesen Bereichen ausspielen und hier offensiv für uns werben.“

„FRM Investors Award“ für Kingfa, DJI und Mindray Medical

Zum ersten Mal verleiht die FrankfurtRheinMain GmbH den „FRM Investors Award“ an Unternehmen aus der Region Guangdong, die sich um die Region FrankfurtRheinMain besonders verdient gemacht haben. Preisträger sind der aus Guangzhou stammende Polymerproduzent Kingfa Science & Technology sowie der Drohnenhersteller DJI und der Medizintechnikhersteller Mindray Medical International Ltd. aus Shenzhen. 

Kingfa Science & Technology siedelte sich 2016 im Industriepark Kalle Albert Wiesbaden an und beliefert seither seine Kunden mit Spezialkunststoffen, die in FrankfurtRheinMain produziert werden. 

DJI aus Shenzhen ist mit einem Marktanteil von 70 Prozent Weltmarktführer im Bereich unbemannte Flugtechnik. Im Jahr 2015 eröffnete der Drohnenhersteller seine Europazentrale in Frankfurt am Main. DJI entwickelt innovative Kameratechnologien für Luftbildfotografie und Filmproduktionen. 

Mindray Medical International Ltd. aus Shenzhen ist schon seit zehn Jahren Teil der internationalen Businesscommunity von FrankfurtRheinMain. Der Medizintechnikhersteller mit 32 Standorten und etwa 7600 Mitarbeitern weltweit versorgt medizinische Einrichtungen in mehr als 190 Ländern. Von Darmstadt aus organisiert Mindray Medical seine europaweiten Vertriebsaktivitäten.

„FrankfurtRheinMain ist einer der Hauptmotoren der deutschen Wirtschaft. Gleichzeitig ist die Metropolregion der zentrale Anlaufpunkt für die chinesische Wirtschaft in Deutschland. Über 850 Unternehmen und Institutionen aus China haben sich bereits hier angesiedelt und bauen ihr Europa-Geschäft erfolgreich auf und aus. Dazu gehören auch die drei ausgezeichneten Unternehmen, die wir bei ihren geschäftlichen Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Wirtschaftsförderungen und Industrieparks unterstützt haben“, sagte Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region.

Präsentation des geplanten Innovationszentrums von Merck in Guangzhou

Für das Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck ist China ein wichtiger Wachstumsmarkt. Das Unternehmen aus der Rhein-Main-Region ist bereits seit 85 Jahren in China aktiv. Merck unterzeichnete am Montag, 12. November, eine Vereinbarung mit dem Entwicklungsbezirk Guangzhou, auf deren Basis das Unternehmen in Guangzhou ein Kompetenzzentrum für Innovationen – ein sogenanntes Innovation Hub – errichten wird. Dieses soll im September 2019 eröffnet werden. Bereits im Februar wurde von der Firma ein Innovation Hub in Shanghai eröffnet. 

Das Unternehmen arbeitet mit Partnern vor Ort zusammen, um eine starke Plattform für Merck und deren Geschäftspartner aufzubauen, um Innovationen im südlichen China voranzutreiben. Gleichzeitig stärkt Merck damit seine Präsenz in diesem pulsierenden Innovationsökosystem. 

Die chinesischen Innovationszentren von Merck werden dazu beitragen, dass die Entwicklung von Innovationen an Tempo gewinnt. Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung & CEO Performance Materials von Merck, präsentierte die Strategie, die Merck mit dem Innovationszentrum verfolgt, in Anwesenheit der Frankfurter Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Feldmann. 

„Es war hoch interessant zu erfahren, wie die Firma Merck mit ihrem Konzept der Innovationszentren in Guangzhou künftig forschen wird“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister. „Zudem zeigt das Investment von Merck in eindrucksvoller Weise, wie eng die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unserer Region und China sind.“ 

Im Anschluss reist die Delegation weiter nach Shanghai.

FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region

FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region ist die Standortmarketinggesellschaft der Region FrankfurtRheinMain, die sich aus 29 Kreisen, Städten und Verbänden zusammensetzt. Aufgabe der Gesellschaft ist es, ausländische Unternehmen über Standortvorteile zu informieren und für die Region zu gewinnen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von FrankfurtRheinMain zu fördern und die Wahrnehmung im Ausland zu stärken. Die FrankfurtRheinMain GmbH ist der zentrale Ansprechpartner in der Region für alle Anfragen bei Ansiedlungen von Unternehmen aus dem Ausland.

 

 


ZOOKUNFT 2030+: Der Zoo Frankfurt hat die Arbeit an einer Konzeptstudie zur zukünftigen Entwicklung aufgenommen

(ffm) Zu seinem Amtsantritt im Februar kündigte der neue Zoodirektor Miguel Casares an, möglichst zügig eine zukunftsfähige Vision für den Frankfurter Zoo zu entwickeln. Eine Aufgabe, der er sich mit seinem Team in den letzten Monaten intensiv gewidmet hat. Am Dienstag, 13. November, findet nun der erste in einer Reihe von Workshops zusammen mit einem renommierten Zooplanungsbüro statt. Das Ziel ist die Entwicklung einer Konzeptstudie. Im Frühjahr 2019 soll sie vorliegen und als Basis für einen Masterplan dienen, der die Entwicklung des Zoos in den nächsten 15 Jahren detailliert aufzeigen wird.

Für die Entwicklung der Konzeptstudie ZOOKUNFT 2030+ hat der Zoo ein Planungsbüro beauftragt, das den Prozess in Hinblick auf die Analyse des Istzustandes und die zukünftige Gestaltung des Zooareals begleitet. Am Ende steht die Visualisierung, die es ermöglicht, die erarbeiteten Pläne in Bildern erfahrbar zu machen und für das Projekt zu werben. Zur Angebotsabgabe für die Erstellung der Studie wurden insgesamt sechs namhafte Zooplanungsbüros aufgefordert. Die Wahl fiel auf das in Madrid ansässige Planungsbüro The Logical Zoo – Zoo and Aquarium Design & Consultancy. Das Unternehmen bringt viel Erfahrung mit und hat schon in einigen großen Zoos, wie im Bioparc Fuengirola, im Bioparc Valencia und im Zoom Torino, seine Handschrift hinterlassen.

Die Arbeit des neuen Zoodirektors am Entwicklungsplan für den Zoo hat Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, von Anfang an begleitet: „Ich freue mich, dass die Ideen des Zoos nun beginnen, Gestalt anzunehmen und ich bin sicher, dass wir hier zu einem schönen, zukunftsweisenden, aber auch realitätsnahen Ergebnis kommen werden.“

Finanziert wird die Erstellung der Konzeptstudie aus Mitteln der KfW Stiftung, die den Zoo seit Jahren fördert, sowie aus Mitteln der Stiftung Zoo Frankfurt.

Die Konzepterstellung basiert auf grundsätzlichen Überlegungen zu einem zeitgemäßen und zukunftsfähigen Zoobetrieb zum einen; zum anderen auf der spezifischen Entwicklung des Frankfurter Zoos als ein Zentrum für Natur- und Artenschutz mit überregionaler Wirkung. Bei der Konzepterstellung wird der Zoo eng mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) zusammenarbeiten. 

Zoodirektor Miguel Casares sieht den anstehenden Aufgaben mit viel Freude entgegen: „Wir werden größte Herausforderungen meistern und im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen müssen, um den Zoo Frankfurt in die Zukunft zu führen. Aber mein Team und ich sind mit viel Herzblut und Knowhow bei der Sache. Wir wissen, dass wir die Menschen begeistern müssen, um ein Bewusstsein für Tiere und die biologische Vielfalt in der Natur – immerhin die Lebensgrundlage auch für uns Menschen – zu schaffen. Faszination und Information werden daher die Leitlinien unserer Arbeit sein.“

Hintergrund zur Erstellung der Konzeptstudie ZOOKUNFT 2030+ – Entwicklungsplan für den Zoo der Stadt Frankfurt am Main

In den vergangenen Jahren haben sich die lokalen, regionalen wie auch globalen Rahmenbedingungen für den traditionsreichen Frankfurter Zoo dramatisch verändert. Der auf allen Ebenen zu verzeichnende Verlust an biologischer Vielfalt ist eine akute Gefahr für die Sicherung der Lebensgrundlagen. Wie alle anderen biowissenschaftlichen Einrichtungen steht der Zoo in der Verantwortung, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln diesem Trend entgegenzustellen. 

Aufbauend auf diesem Hintergrund gilt es, einen Strategieplan zu erstellen, der im Wesentlichen auf die nächsten 15 Jahre ausgerichtet und in drei Phasen von je circa fünf Jahren eingeteilt sein wird. Zur Festlegung der Ziele wurden vier Arbeitsfelder definiert:

1. Tiere erleben – Tierbestand und Tierhaltung
2. Natur bewahren – Biologische Vielfalt, Naturschutz und Nachhaltigkeit
3. Menschen erreichen – Kommunikation, Erscheinungsbild und Angebote
4. Gemeinsam wirken – Team und Leitbild 

Im Zentrum aller Aktivitäten steht die glaubwürdige Vermittlung der „Faszination Wildtier“. Dazu müssen die Tieranlagen von den Zoobesucherinnen und -besuchern als Lebensräume wahrgenommen werden, die die Bedürfnisse der Zootiere vollständig erfüllen. Die vielfach hoffnungslos veralteten Gehege müssen Schritt für Schritt durch neue Anlagen ersetzt werden. Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit sind bei der Umsetzung der Planung in die Praxis zu beachten.

Durch eine enge Verzahnung der Aktivitäten des Zoos mit den Naturschutzanstrengungen der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt soll die Öffentlichkeit sowohl im Zoo selbst, aber auch außerhalb des Zoos adäquat angesprochen und eine Naturschutz-Kultur gefördert werden. 

Neben der rein physischen Umgestaltung des Zoogeländes müssen auch die Kommunikationswege, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Zoos ausgebaut und optimiert werden. 

In Summe sollen alle Maßnahmen zu einer Steigerung der Attraktivität des Frankfurter Zoos führen und die Zoobesucherinnen und -besucher als aktive Multiplikatoren für die Erfüllung der Aufgaben eines führenden Zoos im 21. Jahrhundert gewonnen werden.

 

 


Ein mittelalterliches Kleinod entdecken: Institut für Stadtgeschichte bietet Führung zu Ratgeb-Wandgemälden im Karmeliterkloster an

(ffm) Das Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster, einem historischen und architektonischen Kleinod Frankfurts, bietet am Sonntag, 18. November, eine Führung mit Silke Wustmann zu den Gemäldezyklen von Jörg Ratgeb (um 1480 bis 1526) in Refektorium und Kreuzgang an.

Wer ist die Dame mit dem ausgefallenen schwarzen Hut? Was hat es mit den Männern bei der Einschiffung auf sich? Warum haben die Wandbilder Fehlstellen? Viele Fragen können weder der Audioguide noch die Dauerausstellung umfassend beantworten. Deshalb können sich Interessierte jeden dritten Sonntag im Monat um 15 Uhr einer fachkundigen Führung anschließen, die sich speziell mit den historischen und kunsthistorischen Aspekten der Wandgemälde von Jörg Ratgeb beschäftigt.

Die den heutigen Betrachtern vielfach unbekannte Ikonografie wird ausführlich erläutert, sodass die beeindruckenden Bilder zum Sprechen gebracht werden. Ganz nebenbei ist das Karmeliterkloster zu entdecken. Es ist die einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage in Frankfurt am Main und hat trotz erheblicher Umbauten und Kriegszerstörungen viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt.

Treffpunkt zur Führung ist um 15 Uhr das Foyer im Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen unter www.stadtgeschichte-frankfurt.de sowie auf http://www.facebook.com/isgfrankfurt und www.twitter.com/isg_frankfurt .

 

 


Binger Brezel als Symbol

Lernen zahlt sich aus. Saban Kesen aus Anamur hatte im Binger Backhaus Lüning gelernt, wie man Brezel backt. Nun sind Brezel ein Symbol der seit sieben Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Bingen am Rhein und Anamur in der Südtürkei geworden. In der Fußgängerzone von Anamur herrschte reges Interesse, als eine Binger Reisegruppe original „Binger Brezel“ an die Bevölkerung verteilte und damit symbolisch auf die Städtepartnerschaft und die vielen zwischenmenschlichen Kontakte hingewiesen hatte. Ein regionaler Fernsehsender berichtete von der Aktion und befragte Fußgänger nach deren Meinung. Eine echte Alternative zu dem beliebten Sesamkringel (Simit), war der Tenor.

Die Teilnehmer der vom Freundeskreis Bingen-Anamur organisierten „Kultur- und Wanderreise“ konnten in einer Woche viel erleben. Etwa bei Wanderungen auf die Hügel, von wo aus man einen unbeschreiblichen Blick auf die Stadt und das Meer genießen kann. Die Wanderung am Stausee gehört mittlerweile zum Pflichtprogramm. Je nach Wasserstand ragen Teile der überfluteten Häuser und die Spitze eines Minarett aus dem Wasser. Die Fahrt dorthin führt über den Dragon-Fluß und die berühmte Alaköprü, einer Brücke aus dem 14. Jahrhundert. Von der Pumpstation nahe der antiken Stadt Anemurium und von dort rund 70 Kilometer auf dem Meeresgrund liegen Rohre, die Trinkwasser aus dem Stausee bis nach Nordzypern fördern. In Anemurium, dessen Gründung bis ins 4 Jahrhundert vor Chr. datiert, sind neben dem gut erhaltenen Badehaus, dem Theater oder den Nekropolen auch viele Mosaiken zu bewundern. Eine der Abbildungen ist übrigens auch im Partnerschaftsgarten in den Binger Rheinanlagen zu bewundern.

Warum die Banane krumm ist, das konnte man bei der Führung durch die Bananenplantage erahnen. Die Binger bekamen dort Informationen über den Anbau und die Pflege des „gelben Goldes“, der Haupteinnahmequelle in Anamur. Die Besucher wissen jetzt, wie die grün geernteten Bananen schnell eine gelbe Farbe bekommmen. Phantastische Lichtspiele waren in der Tropfsteinhöhle zu bewundern. Sie wurde erst 2002 von einem Lehrer beim Ausflug mit seinen Schülern zufällig entdeckt und in den letzten Jahren von der Stadtverwaltung mit aufwändigen Treppen, Geländern und Beleuchtung zum Besuch hergerichtet. Für Asthmakranke hat der Aufenthalt heilende Wirkung.

In den Genuss einer Führung durch die Raubritterburg „Marmure Kalesi“ aus dem 3. Jahrhundert kamen die Kultur- und Wanderreisenden nur aufgrund der guten städtepartnerschaftlichen Beziehungen, denn wegen Bauarbeiten ist die Burg für Besucher gesperrt. Auf dem Programm stand ferner der Besuch des Bauernmarktes und des Tierschutzvereins an seinem Tag der offenen Tür. Natürlich durfte auch ein Treffen mit Aktiven der Partnerschaft rund um den Mäuseturm im Partnerschaftspark nicht fehlen.

Der Bürgermeister von Anamur hatte die Binger Gäste in den Garten des Osmanischen Hauses eingeladen und ihnen ein Gastgeschenk überreicht. Sein Stellvertreter Hüseyin Gürel und seine Mitarbeiter hatten es sich nicht nehmen lassen, die Gäste bei den Wanderungen zu begleiten und für die notwendigen Übersetzungen zu sorgen. Das Wetter war für Oktober ausgesprochen warm und nach dem offiziellen Programm ließen es sich die Binger am Hotelstrand gut gehen. Unvergesslich war ein Frühstück direkt am Strand, das der Hotelbesitzer für seine Freunde aus Bingen herrichten ließ.

Die Kultur- und Wanderreise in die Partnerstadt gehört mittlerweile zum Standardprogramm der Aktivitäten. Wegen der großen Zustimmung plant der Freundeskreis Bingen-Anamur die nächste Reise Ende April 2019.

 

 

 



Global denken, regional handeln – im Herzen Europas zusammen stark

(ffm) Nach dreieinhalb Jahren haben sie sich wieder in der Frankfurter Paulskirche versammelt: Landtagsabgeordnete, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte, Geschäftsführer, Kammerpräsidenten und viele Menschen, die ein Interesse an einer zukunftsfähigen Metropolregion haben.

Mit der Veranstaltung „Metropolregion FrankfurtRheinMain: Global denken, regional handeln – im Herzen Europas zusammen stark“ am Dienstag, 16. Oktober, setzte Oberbürgermeister Feldmann erneut ein deutliches Zeichen und betonte, wie wichtig der stete Diskurs ist. „Eine Region mit 5,7 Millionen Einwohnern, einer polyzentrischen Struktur und einer Heterogenität, die ihresgleichen sucht, wird immer mit Reibungsflächen funktionieren. Aber die Themen, an denen wir uns reiben, sind zum Wohl aller in unserer Gesellschaft, auch die zentralen Innovationstreiber“, so Feldmann in seiner einleitenden Begrüßungsrede. Aufbauend auf den elf Themenfeldern, die bereits in der „Erklärung zur Zukunft der Metropolregion“ aus dem Jahr 2015 definiert wurden, sollen künftig gezielte Maßnahmen und Projekte abgeleitet werden. Seit August 2018 liegt nun eine umfangreiche Studie „FRM2030“ vor, die sich dieser herausfordernden Aufgabe gestellt hat und neben Analysen und Bestandsaufnahmen zahlreiche gute Projektideen und Denkanstöße beinhaltet. Beispielhaft zu nennen ist hier die Anregung, dass FrankfurtRheinMain künftig die Wohnraumschaffung gemeinsam und abgestimmt managt. Eine Anregung ist zudem, dass künftig Stadtentwicklungskonzepte mehr auf Zuwanderung ausgerichtet sein sollten. Als in Planung befindliche Maßnahme nennt die Studie die Multifunktionsarena am Kaiserlei, ein herausragendes Projekt interkommunaler Zusammenarbeit, oder auch die Nordmainische S-Bahn als Verkehrsinfrastrukturprojekt von großer Bedeutung. 

Die beiden Podiumsdiskussionen als Teil der Veranstaltung zeigten deutlich das Verlangen nach funktionierenden länderübergreifenden Lösungen auf der Basis von Freiwilligkeit. Spannend war die Diskussion um die Frage, ob das Metropolgesetz, welches 2019 ausläuft und nun novelliert wurde, tatsächlich geeignet ist, die Region in den wichtigen Fragen voranzubringen. Kritik wurde im Vorfeld des Novellierungsprozesses auf der kommunalen Ebene zu genüge laut. Die wenigsten Anmerkungen im Zuge der Evaluierung wurden in die Gesetzesneufassung aufgenommen, so dass schon vor in Kraft treten des Gesetzes der Wunsch nach Nachbesserung geäußert wird. So gilt es bei einer neuerlichen Gesetzesfassung zu berücksichtigen, dass der geografische Zuschnitt der Metropolregion über die Grenzen des Regionalverbandes hinaus definiert werden muss. Zudem ist spezifischer festzulegen, welche Kompetenzen dem Regionalverband zustehen und welche Aufgabenwahrnehmung damit verbunden ist. 

Die folgende Diskussion thematisierte konkrete Schritte, die eingeleitet werden müssen, um die gemeinsam gesetzten Ziele zu erreichen. Unter Moderation von Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMainGmbH International Marketing of the Region, lieferten sich hier die Redner einen konstruktiven Schlagabtausch. Neben vielen positiven und bereits installierten Maßnahmen wurden auch solche thematisiert, die noch angegangen werden müssen. Beispielhaft zu nennen ist der Ausbau des ÖPNV und des Straßenverkehrsnetzes in FrankfurtRheinMain sowie die gemeinsame Suche nach Lösungen für das immer gravierender werdende Problem der Wohnraumschaffung.

Konsens besteht zwischen allen Beteiligten, dass die Herausforderungen, vor denen die Region aufgrund der anhaltend guten konjunkturellen Lage, dem steten Zuzug und der begrenzten Ressourcen steht, nur gemeinsam bewältigt werden können. Aus diesem Grund verwies Feldmann in seinem Abschluss-Statement auf eine erneute Willensbekundung, die symbolisch durch die drei Städte Mainz, Aschaffenburg und Frankfurt unterzeichnet wurde, aber gleichzeitig die Forderungen aus der gesamten Region darstellt. Nicht nur die Landesregierung wird hierbei zu einem Bekenntnis zur Region aufgefordert, sondern konkret jeder Einzelne, der mit seiner Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten kann. „Ich fordere Sie auf: Zeigen Sie Flagge und bekennen Sie sich zur Region. Seien Sie Rhein-Mainer und leisten Sie die Unterschrift!“, so Feldmann.

 

 


Vizebürgermeister von London zu Besuch in Frankfurt

(ffm) Londons Vizebürgermeister Rajesh Agrawal ist am gestrigen Montag, 15. Oktober, von seinem Frankfurter Bürgermeister-Kollegen Uwe Becker im Kaisersaal des Römers im Beisein der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, Oliver Schwebel, der FrankfurtRhein Main GmbH, Eric Menges und der Hessen Trade & Invest GmbH, Dr. Rainer Waldschmidt, empfangen worden. 

Der Besuch machte die Notwendigkeit einer zukünftig engen Partnerschaft zwischen London und Frankfurt deutlich. „Es geht darum, im Sinne unserer Unternehmen sinnvoll zu kooperieren“, sagte Vizebürgermeister Agrawal. Uwe Becker betonte die Chance „eine noch stärkere Brücke zwischen London und Frankfurt zu bauen und zu einer dauerhaften Partnerschaft zwischen den beiden Finanzplätzen gerade auch nach dem Brexit“ zu kommen.

Die Londoner Delegation ist zwei Tage in Frankfurt zu Gast und trifft sich mit zahlreichen Unternehmen und Institutionen, um mögliche Kooperationen zwischen den Städten Frankfurt und London zu besprechen. Weiterhin wurden Fragen erörtert, die sich aus dem Brexit ergeben und die Zukunft Londons in den Fokus zu stellen. Agrawal ist vor allem als ehemaliger Entrepreneur aus dem Fintec-Bereich an einer engeren Zusammenarbeit mit Frankfurts Banken und Fintecs interessiert. Der Geschäftstermin zeichnete sich durch Offenheit und beidseitigem Willen aus, Fragen und Problemstellungen gemeinsam zu lösen.

 

 


Forscherehepaar erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Oberbürgermeister Peter Feldmann würdigt Aleida und Jan Assmanns ‚wichtigen und objektiven Beitrag zur Wissenschaft‘

(ffm) Am Sonntag, 14. Oktober, wurden Aleida und Jan Assmann in der Frankfurter Paulskirche mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. „Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2018 an Aleida und Jan Assmann und ehrt damit ein Forscherpaar, das sich in seiner Arbeit seit Jahrzehnten wechselseitig inspiriert und ergänzt“, heißt es in der Begründung des Stiftungsrats des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. 

Die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und ihr Ehemann, der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann, sind erst das zweite Ehepaar, welches mit dem prestigeträchtigen und mit 25.000 Euro dotierten Literaturpreis ausgezeichnet wird. Bereits 1970 erhielten Alva und ihr Mann Gundar Myrdal den Friedenspreis.

Das Ehepaar Assmann in diesem Jahr mit dem Friedenspreis auszuzeichnen, sei eine Entscheidung, „die richtiger nicht hätte sein können“, betonte Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Ansprache. Denn die Auszeichnung Aleida und Jan Assmanns sei „eine Entscheidung für Objektivität, für Wissenschaft, für klare Gedanken und gegen Geschichtsvergessenheit. Das passt alles so gut in unsere Stadt Frankfurt – die Wissenschaftsstadt, die Stadt der Frankfurter Schule und der Geschichtsforschung – einer Stadt, die aus ihrer eigenen Geschichte schöpft“, sagte Feldmann. 

In der Begründung des Stiftungsrats des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels heißt es weiter: „Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann greift mit ihren wissenschaftlich fundierten Studien engagiert die immer wieder neu virulenten Themen von Geschichtsvergessenheit und Erinnerungskultur auf. Angesichts einer wachsenden politischen Instrumentalisierung der jüngeren deutschen Geschichte leistet sie in hohem Maße Aufklärung zu Fragen eines kulturellen Gedächtnisses einer Nation. Ihr Werk weist darauf hin, dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit grundlegende Bedingung für ein friedliches Miteinander ist.“

Ihr Ehemann Jan Assmann habe durch „sein umfangreiches wissenschaftliches Werk internationale Debatten um Grundfragen zu den kulturellen und religiösen Konflikten unserer Zeit angestoßen. Mit seinen Schriften zum Zusammenhang von Religion und Gewalt sowie zur Genese von Intoleranz und absolutem Wahrheitsanspruch leistet er einen unverzichtbaren Beitrag zum Verständnis der Friedensbereitschaft und Friedensfähigkeit der Religionen in der Weltgesellschaft von heute.“

„Ihre Forschung lehrt uns, aus der Vergangenheit Schlüsse für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen, zunächst aber Klarheit über diese Vergangenheit zu haben. Nur so lässt sich gesellschaftlicher Frieden bewahren, nur so lassen sich Ideale und Träume verwirklichen“, honorierte Peter Feldmann das Schaffen des Forscher-Ehepaars. Gerade derzeit sei es an der Zeit, „sich Geschichte wieder bewusst zu machen und Orte wie die Paulskirche über alle Bevölkerungsgruppen hinweg zum Ort der Debatte zu machen. „Von einer Stadt der Wissenschaft, von einer Stadt der Demokratie, von Frankfurt geht heute mit dieser Preisverleihung ein starkes Zeichen aus. Ja, richtiger hätte eine Entscheidung nicht sein können wie für die beiden diesjährigen Friedenspreisträger“, sagte der Oberbürgermeister abschließend.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird seit 1950 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Hermann Hesse (1955), Karl Jaspers ( 1958), Nelly Sachs (1965), Astrid Lindgren (1978), Václav Havel (1989), Amos Oz (1992), Susan Sonntag (2003) und Orhan Pamuk (2005).

Die Laudatio hielt in diesem Jahr der deutsch-amerikanische Romanist und Literaturhistoriker Hans Ulrich Gumbrecht. 

Weitere Informationen zur beruflichen und privaten Vita der diesjährigen Preisträger gibt es unterhttp://www.boersenverein.de/445722/?aid=1478904 im Internet. 

 

 


Frankfurt feiert Fastnacht

Vorbereitung für die 5. Jahreszeit im vollen Gange

(ffm) Nur noch knapp fünf Wochen und schon beginnt mit dem 11.11. die Frankfurter Fastnacht. Zum Kampagnenstart ist der Grosse Rat der Karnevalvereine Frankfurt mit seinen angeschlossenen Vereinen natürlich schon seit Wochen und Monaten mit der Planung und Organisation beschäftigt. Unter dem Motto „Das FastnachtsFESt ist eine Zier – keiner macht das so wie wir!“ startet auch in diesem Jahr eine Fastnachts-Casting am Sonntag, 21. Oktober. 

Gemeinsam mit der FES als prinzliches Haus geht es dann zur Eröffnungsveranstaltung am 11.11. mit Präsentation des Frankfurter Prinzenpaares im Nordwestzentrum so richtig los. Auch der Kartenvorverkauf für die Fastnachts-Gala am 17. November, die Inthronisationssitzung des Prinzenpaares, der Kinder- und Jugendsitzung und natürlich auch für die Kultsitzungen Rosa Cloudchen sind jetzt freigeschaltet. Mehr Infos zu allen Terminen, zum Kartenvorverkauf und auch die Termine der angeschlossenen Vereine findet man unter http://www.grosser-rat.de .

 

 


Laufen für Europa: Sportdezernent Markus Frank unterstützt den European Youth Marathon

(ffm) Am Sonntag, 28. Oktober, Punkt 11 Uhr starten Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren an der Messe zum ersten European Youth Marathon über 4,2 Kilometer durch die Innenstadt. Schüler aus ganz Hessen, Berufsschüler, Azubis und Studierende laufen für die europäische Idee.

Alle Jugendlichen, die zum ersten European Youth Marathon ihre Sportschuhe schnüren, nehmen an einer Verlosung teil. Verlost werden drei hochwertige Fahrräder in der Woche nach dem Marathon.

Alle Jugendlichen sind aufgerufen mitzumachen unter dem Motto: Run to save Europe!

Die Initiative „My Europe“ wurde 2011 ins Leben gerufen. Deren Erfolg mündete 2016 in der Gründung des gemeinnützigen unabhängigen Vereins „My Europe 2100“. Das Projekt „European Youth Marathon“ ist das erste Projekt des Vereins in dieser Dimension. Zuvor hat „My Europe“ in den einzelnen europäischen Ländern Workshops für Jugendliche durchgeführt und sie mit Unternehmern, Wissenschaftlern, Politikern und Medienvertretern zusammengebracht. Die Workshops werden auch weiterhin eine zentrale Säule der Arbeit von „My Europe 2100“ darstellen.

Weitere Informationen zum Verein finden sich unter http://www.my-europe.org im Internet.

 

 

Geöffnete Waldtore im Stadtwald:Geöffnete Waldtore im Stadtwald: Gefahr für Mensch und Tier

(ffm) Der letzte Wildunfall auf der Darmstädter Landstraße zwischen Frankfurt und Neu-Isenburg liegt nur wenige Tage zurück. Bei dem Zusammenstoß mit einem Auto wurde ein Damhirsch getötet. Der Fahrer kam glücklicherweise mit dem Schrecken sowie einem Blechschaden am Auto davon.

Inzwischen konnte die Frage geklärt werden, wie das Tier trotz Waldzaunes auf die Fahrbahn gelangen konnte: Unbekannte haben in den vergangenen Tagen einige Waldtore zur Darmstädter Landstraße hin geöffnet. Und nicht nur das: Die Tore wurden auch mit Stöcken fixiert, so dass sie nicht wieder zufallen konnten. Diese fahrlässige Handlung gefährdet Mensch und Tier! 

Die auf die Straße geratenen Tiere finden in der Regel das Tor nicht wieder und laufen dann an der Straße entlang. Insbesondere in der Dämmerung und nachts entstehen so sehr gefährliche Situationen sowohl für Autofahrerinnen und Autofahrer als auch für Wildtiere.

Um solche Situationen zu vermeiden, weist die Abteilung StadtForst des Grünflächenamtes noch einmal eindringlich darauf hin, dass die Waldtore stets geschlossen bleiben müssen. 

Waldbesucher werden gebeten, bei entsprechenden Beobachtungen den zuständigen Revierförster,Lars Eckert unter Telefon 0151/12070010 zu informieren.

 

 


Buntgemustert statt kleinkariert

Banner an der Seufzerbrücke wirbt für Demokratie und Vielfalt

(ffm) „Hessen wählt buntgemustert statt kleinkariert“ – so steht es auf dem Banner des Römerbergbündnisses, das am Montag, 15. Oktober, an der sogenannten „Seufzerbrücke“ aufgehängt wurde. Damit hat es einen prominenten Platz: Die Brücke verbindet den Römer mit dem Nachbargebäude am Paulsplatz.

„Das Banner ist ein starkes, buntes Signal. Jeder, der nun hier vorbeiläuft, wird durch einen Blick daran erinnert, dass Demokratie die Grundlage unseres Zusammenlebens ist – und in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. Unsere Grundwerte sind nicht verhandelbar, wir alle müssen für sie einstehen. Denn die Geschichte lehrt uns: Hass, Ausgrenzung aufgrund der Hautfarbe, Religion oder Herkunft haben noch nie auch nur etwas einzig Gutes hervorgebracht! Das ist auch die Botschaft von uns Frankfurter Demokraten und unserem Verständnis des Vermächtnisses der Frankfurter Paulskirche“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. 

Feldmann lobte die Initiative des Römerbergbündnisses: „Das Römerbergbündnis passt zu Frankfurt: Wir sind eine vielfältige und gerade dadurch erfolgreiche Stadt. Hier ist kein Platz für Ausländerfeindlichkeit, Homophobie, Antisemitismus und jegliche Form der Diskriminierung.“

Das Banner wird bis zur Landtagswahl am 28. Oktober zu sehen sein, vier weitere sollen an der Friedensbrücke, der Ignatz-Bubis- sowie an der Flößerbrücke und am Holbeinsteg angebracht werden. Mit ihnen will das Römerbergbündnis im hessischen Landtagswahlkampf ein Zeichen für Demokratie und Vielfalt setzen.

Beim Termin an der Seufzerbrücke waren neben Peter Feldmann auch Philipp Jacks, Geschäftsführer DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, Johannes zu Eltz, Stadtdekan der Katholischen Kirche, Jennifer Marställer, Direktorin Jüdische Gemeinde, Achim Knecht, Stadtdekan der Evangelischen Kirche, und Vanessa Lehr, Vorsitzende Frankfurter Jugendring, vertreten.

Das Römerbergbündnis wurde 1978 gegründet, um einen breiten Widerstand zu schaffen gegen Versuche der NPD und anderer nationalistischer Akteure, in Frankfurt Fuß zu fassen. Ziel des Bündnisses ist es, rechte Tendenzen zu bekämpfen und gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung die Stimme zu erheben.

Fotos

 

 

Zehn Jahre OPEN BOOKS: Das Lesefest im Herzen der Stadt

(ffm) Das städtische Lesefest OPEN BOOKS erlebte im zehnten Jahr seines Bestehens einen Besucheransturm. Von den 140 Veranstaltungen mit 180 Autoren an fünf Tagen waren so gut wie alle bis auf den letzten Platz besetzt, immer wieder mussten die Säle wegen des großen Andrangs geschlossen werden. Das Kulturamt Frankfurt als Veranstalter zählte 2018 an den Tagen vom 9. bis 13. Oktober 18.000 Besucher, die das Angebot der Stadt, die neuesten Bücher des Herbsts kompakt und in einem schönen Ambiente vorgestellt zu bekommen, begeistert annahmen. Es ist ein deutlicher Zuwachs an Besucherinnen und Besucher aus der Umgebung festzustellen. Auch „Literatur im Römer“ mit acht Autoren an einem Abend war wieder ein enormer Besuchermagnet. Die Warteschlange ging quer über den Römer. 

Die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Ina Hartwig, war von der großen Resonanz auf OPEN BOOKS und Literatur im Römer begeistert: „Im zehnten Jahr seines Bestehens hat das städtische Lesefest OPEN BOOKS einen Quantensprung gemacht. Die Neugier auf die neue Altstadt erweist sich als Glücksfall für das rund um den Römerberg stattfindende Lesefest. Die Besucher aller Altersklassen strömten zu Scharen in die Lesungen. Bei dieser großen Resonanz braucht man sich um die Buchkultur wohl keine Sorgen mehr zu machen.“ 

Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, ergänzt: „OPEN BOOKS hat mit der neuen Altstadt eine wunderbare Kulisse bekommen. Wir werden das Lesefest zur Buchmesse im kommenden Jahr um Räume in der Altstadt erweitern. Lesungen im Herzen der Stadt sind das Markenzeichen von OPEN BOOKS. Der freie Eintritt und die Einteilung in die Sparten Sachbuch, Belletristik und Internationale Literatur sind weitere Faktoren des großen Erfolgs.“ 

 

 

Über 250.000 Besucher: Alle wollten zum Altstadtfest

(ffm) Drei Tage lang haben die Frankfurter – und nicht nur sie, sondern auch Tausende Besucher aus der Region und der ganzen Welt – Besitz genommen von ihrer neuen Altstadt. Vom 28. bis 30. September tummelten sich zwischen 250.000 und 300.000 Menschen in den Gassen unterhalb des Doms, auf dem Römerberg und zu beiden Seiten des Mains. Besonders hervorzuheben ist die friedliche, entspannte Stimmung, die unter den Gästen herrschte – selbst dann, wenn es an der einen oder anderen Stelle mal enger wurde.

 

„Nicht nur das Fest selbst, auch zu sehen, dass so viele Menschen durch Frankfurts neues Herz schlenderten, ausgiebig die Fassaden betrachteten, Meinungen austauschten, Musik, Theater und die Drohnen-Choreographie über dem Main genossen, war eine große Freude für mich“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Ich wünsche mir, dass die Begeisterung für dieses architektonische Meisterwerk nicht abreißt. Kommen Sie wieder – damit unsere neue Altstadt so lebendig wird wie sie es einst war.“

 

Die Tourismus- und Congress Gesellschaft Frankfurt (TCF), die Oper Frankfurt, die Museen, die evangelische und katholische Kirche und viele mehr boten den Besuchern ein Programm, wie es Frankfurt noch nicht gesehen hat: Pop, Bigband und Opernarien auf zwei Bühnen, Goethe und Stoltze, Kaiserkrönungen, ein Kriegsschiff aus dem antiken Rom und eine Frankfurter Begrüßungsformel - von Kelechi Onyele speziell zum Altstadtfest entwickelt.

 

 

Höhepunkt des Festwochenendes war die Uraufführung von „Sternenbilder – eine Symphonie für die Frankfurter Altstadt“. Das Frankfurter Atelier Markgraph hat dafür zusammen mit den Dienstleistern bright! und Sky Magic eine Drohnen-Choreographie entwickelt, bei der Lichtspiel, eigens komponierte Musik und Textpassagen zu einer Hommage an Frankfurt verschmolzen. Schon bei der Generalprobe am Freitageabend säumten Tausende die Mainufer. Am Samstagabend dann: tosender Applaus für das Drohnenballett über dem Fluss.


 

Wahl der Frankfurter Sportler des Jahres 2018

 

(ffm) Die achte Frankfurter Sportgala wird am 17. November in den Mainarcaden stattfinden. Hier werden die Frankfurter Sportlerinnen und Sportler zum Abschluss des Sportjahres in sieben Kategorien ausgezeichnet. Bei der Wahl kann jeder mitmachen und seine Favoriten der Kategorien „Sportlerin des Jahres“, „Sportler des Jahres“ und „Mannschaft des Jahres“ wählen. Ab sofort und noch bis zum 4. November besteht unter http://www.sportlerehrung-frankfurt.de die Möglichkeit des Online-Votings. In den Kategorien „Nachwuchssportler/in des Jahres“, „Behindertensportler des Jahres“ und „Trainer des Jahres“ werden die Siegerinnen und Sieger werden durch eine Fachjury bestimmt.

 

„Jedes Jahr ehren wir im Rahmen der Frankfurter Sportgala Athletinnen und Athleten für ihre besonderen Leistungen“, sagt Stadtrat Markus Frank und ergänzt: „Auch wenn es die Auswahl nicht einfacher macht, freut es mich sehr, dass in jedem Jahr so viele erfolgreiche Frankfurter Athleten und Athletinnen für die Nominierung in Frage kommen, wie Carolin Schäfer, Jan-Philipp Glania und die Eintracht. Wir können gespannt sein, wer sich den jeweiligen Titel in diesem Jahr verdient.“

 

Alle Sportler, die zur Wahl stehen, starten entweder für einen Frankfurter Verein oder haben ihren Wohnsitz in Frankfurt am Main. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Abstimmung verlost das Sportamt der Stadt Frankfurt Eintrittskarten für die Frankfurter Sportgala.

 

 

Eine Übersicht der Nominierten findet sich beigefügten PDF. Weitere Informationen zur Frankfurter Sportgala sind auf der Homepage http://www.sportlerehrung-frankfurt.de oder auf Nachfrage per E-Mail über frankfurter.sportlerehrung@stadt-frankfurt.de erhältlich.

 

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Galerie Goldstein präsentiert Ausstellung ‚4 Zines‘

(ffm) Die Schau „4 Zines“ in der Galerie Goldstein ist mit Unterstützung des städtischen Kulturamtes entstanden. Sie präsentiert neben anderem Werke von Perihan Arpacilar, Snezana Milenkovic, Franz von Saalfeld und Juewen Zhang, erschienen im Züricher Nieves-Verlag. Die Galerie lädt am Samstag, 29. September, 19 Uhr, zur Eröffnung in ihre Räume Schweizer Straße 84. Der Schweizer Generalkonsul Urs Widhammer würdigt die Schau mit einem Grußwort. 

Zines sind meist von Künstlern und Fans selbst hergestellte Hefte, inhaltlich experimentell und konzentriert auf ein Sujet. Die Produktion ist unkompliziert, die Auflage klein. Im Umfeld von Künstlergruppen und Kunsthochschulen sind Zines eine oft genutzte Form des Self Publishing, also der selbständigen Publikation eigener Arbeiten.

Die Schau läuft bis zum 3. November. Weitere Details finden sich im beigefügten PDF.

 

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10 Jahre Open Books: 138 Lesungen mit 180 Autoren beim Lesefest rund um den Römer

Fest bietet ein vielfältiges Kulturprogramm zum Ehrengastland Georgien

(ffm) Zum zehnten Mal findet in diesem Jahr das Lesefest OPEN BOOKS statt. Vom 9. bis 13. Oktober präsentieren rund um den Römer 180 Autorinnen und Autoren bei 138 Veranstaltungen ihre neuen Bücher. Auch das Angebot für Kinder wurde erweitert und lädt zu 16 Lesungen am Buchmessen-Wochenende in das Junge Museum am Römerberg ein.

 

„10 Jahre OPEN BOOKS – was 2009 im Frankfurter Kunstverein seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile zu einem wahren Publikumsrenner nicht nur für Lesebegeisterte entwickelt. Mit hochkarätig besetzten Lesungen, Buchvorstellungen und Literaturgesprächen gelingt es dem städtischen Lesefest Jahr für Jahr, die Welt der Bücher auf inspirierende Art und Weise erlebbar zu machen – seit der Premiere von OPEN BOOKS KIDS vergangenes Jahr sogar über alle Altersgruppen hinweg“, lobt Kulturdezernentin Ina Hartwig das bewährte Veranstaltungskonzept.

 

Rund 80 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen. Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachiger Belletristik, neuen Sachbüchern und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Georgien stattfinden. Zur Eröffnung von OPEN BOOKS 2018 präsentieren Christian Berkel, Max Czollek, Nino Haratischwili und der am Tag zuvor gekürte Preisträger des Deutschen Buchpreises in der Deutschen Nationalbibliothek ihre neuesten Bücher in Zusammenarbeit mit dem Blauen Sofa. Den Abschluss des Lesefests bildet die große Party in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt. Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, verweist auf die große Popularität von OPEN BOOKS: „Das größte Ereignis von OPEN BOOKS ist das Publikum. Seit 2009 schenkt es uns in großer Zahl seine Gunst. Es ist neugierig, offen und hochkonzentriert. Die Zuhörer sind begeistert von dem Angebot, an vier Tagen kompakt die wichtigsten Bücher des Herbstes kennenzulernen und Autorinnen und Autoren persönlich zu erleben. Frankfurt hat auf ein Lesefest wie OPEN BOOKS gewartet. Für die Verlage ist das städtische Lesefest dagegen das Frankfurter Schaufenster für die Herbstsaison geworden.“

 

Bei Literatur im Römer in den Römerhallen stehen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes im Zentrum. Am Messemittwoch und -donnerstag werden jeweils acht Autoren im kurzen Gespräch mit den Moderatorinnen und Moderatoren Insa Wilke, Gerwig Epkes, Cécile Schortmann und Alf Mentzer ihre neuesten Werke vorstellen. Am Mittwoch, 10. Oktober, lesen Artur Becker, Karen Duve, Dörte Hansen, Michael Kumpfmüller, Inger-Maria Mahlke, Steffen Mensching, Jan Wagner und Meike Wetzel. Am Donnerstag, 11. Oktober, sind María Cecilia Barbetta, Wolf Haas, Alexa Hennig von Lange, Ursula Krechel, Anke Stelling, Stephan Thome, Timur Vermes und Andreas Martin Widmann zu Gast.

 

Georgien ist in diesem Jahr Ehrengast der Buchmesse und wird von einem reichen Rahmenprogramm begleitet. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere georgische Literatur und Kultur in der Stadt Frankfurt vorstellen und präsentieren können. Die zahlreichen Genres unserer neu übersetzten Bücher in deutscher Sprache sowie die wundervolle Kunst aus verschiedenen Epochen zeigen, wie bunt und vielfältig unser Land und unsere ‚georgian characters‘ sind“, so Maia Danelia, Leiterin des Literaturprogramms von „Georgia – Made by Characters".

 

Ausführliche Informationen zum Programm rund um das Ehrengastland Georgien finden sich im angehängten PDF-Dokument sowie das Programmheft zum Download.

 

 

Das gesamte Rahmenprogramm ist im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse abrufbar unter http://www.buchmesse.de/kalender

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Bundesumweltministerium zeichnet Frankfurt sowie weitere 18 Kommunen als Spitzenreiter im Klimaschutz aus

(ffm) Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), Rita Schwarzelühr-Sutter, hat am Mittwoch, 19. September, auf der Konferenz „Masterplankommunen: Vorbilder für den Klimaschutz“ 19 Kommunen eine Plakette als Auszeichnung für ihr vorbildliches Engagement im Klimaschutz verliehen. Für die Stadt Frankfurt am Main, die eine deutschlandweite Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz einnimmt, nahm Umweltdezernentin Rosemarie Heilig die Auszeichnung entgegen. 

„Diese Auszeichnung ist etwas ganz Besonders für Frankfurt am Main, weil sie für das Engagement zahlreicher Menschen, Unternehmen und Institutionen steht, die sich in unserer Stadt für den Klimaschutz einsetzen“, bedankte sich Rosemarie Heilig. Gleichzeitig zeige sich in den Auszeichnungen auch, dass die innovative Kraft für den Klimaschutz in Deutschland vor allem von den Kommunen ausgeht, sagte Heilig weiter. Mit dieser Auszeichnung läuft nun auch das Förderprojekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ des BMU aus. Frankfurt am Main wird weiterhin an den im Projekt festgelegten Zielen „Reduktion der CO2 Emissionen um 95 Prozent gegenüber 1990 und Einsparung der Endenergie um 50 Prozent bis zum Jahr 2050“ festhalten. „Klimaschutz war und ist auch weiterhin für Frankfurt am Main eine herausfordernde Aufgabe, die wir gemeinsam als Stadtgesellschaft wahrnehmen werden“, ergänzt Heilig ihren Ausblick in die Zukunft. 

Ausführliche Hintergrundinformationen finden sich im beigefügten PDF-Dokument. 

Kontakt für die Medien: Ulrike Wiedenfels, Telefon 069/212-73340, Andreas Steffen, Telefon 069/212-44568, E-Mail presse.energiereferat@stadt-frankfurt.de

 

 


 Ausbildungsstart 2018: Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt 220 neue Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Montag, 3. September, 220 neue Auszubildende und Studierende mit ihren Eltern und Begleitern im Kaisersaal des Römers begrüßt. Auch Personaldezernent Stefan Majer und der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates Christian Barthelmes richteten sich mit Ansprachen an die neuen Nachwuchskräfte.

Feldmann betonte, wie wichtig die Nachwuchskräfte für die Stadtverwaltung seien. Er sagte, die Stadtverwaltung sei sich ihrer Verantwortung bewusst und habe ihre Ausbildungsquote um über 35 Prozent gesteigert. Er zeigte die Vielfältigkeit der Aufgaben bei der Stadtverwaltung auf, die eine Reihe von unterschiedlichen Ausbildungsberufen erfordere. So waren im Kaisersaal nicht nur die Auszubildenden und Studierenden der Verwaltungs- und IT-Berufe vertreten, sondern auch angehende Gärtner, Forstwirte, medizinische Fachangestellte, Tierpfleger und andere mehr.

Feldmann forderte die Nachwuchskräfte auf, sich stets für die Bürger zuständig zu fühlen und ihnen weiterzuhelfen. Er stellte die Wichtigkeit heraus, mit einer funktionierenden und freundlichen Stadtverwaltung die Grundlagen der Demokratie zu sichern, das friedliche Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu garantieren und auch den Benachteiligten der Gesellschaft zu helfen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und heiße Sie nochmals herzlich willkommen bei der Stadt Frankfurt am Main“, sagte Feldmann.

Personaldezernent Stefan Majer betonte in seiner Rede, ihm liege die qualifizierte Ausbildung von jungen Menschen besonders am Herzen. Über die städtische Zukunftsentwicklung und -sicherung hinaus sei es wichtig, jungen Menschen eine Zukunftsperspektive gegeben. Durch den Wechsel zwischen Theorie- und Praxiseinsätzen in verschiedenen Ämtern sei die Ausbildung sehr abwechslungsreich und vielfältig, so dass zu jedem Zeitpunkt Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigene Ideen gefördert werden. Sein besonderer Dank galt ausdrücklich den Ausbildern für ihr Engagement und die Begleitung der Auszubildenden und Studierenden durch alle Phasen ihrer Ausbildung.

Die Stadtverwaltung sucht bereits jetzt die Nachwuchskräfte für das Einstellungsjahr 2019. Wer sich für die Ausbildungsberufe und -möglichkeiten bei der Stadt Frankfurt interessiert, findet auf der Internetseite http://www.my-ffm.de umfangreiche Informationen oder wendet sich telefonisch über die Servicenummer 069/212-35015 an das Team der Nachwuchswerbung.

 

 

Nach 88 Jahren wieder im Zoo Frankfurt: Binturong – Schleichkatze mit Greifschwanz

(ffm) Seit einigen Tagen kann man ein großes schwarzes Tier im Orang-Utan-Gehege im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald beobachten: Es handelt sich dabei um Binturong Theo. Bär oder Katze? Das Aussehen des Binturongs mit seinem struppigen schwarzen Fell und den spitzen Ohren lässt eine Zuordnung auf den ersten Blick nicht ohne Weiteres zu. Binturongs werden auch als Marderbären bezeichnet, gehören aber zur Familie der Schleichkatzen.

Neuzugang Theo liegt auf einem Baumstamm und schläft, er gähnt, kratzt sich, gähnt wieder. Allenfalls macht er einen kurzen Rundgang. „Die großen Augen weisen darauf hin, dass Binturongs dämmerungs- und nachtaktiv sind – Theo ist also nicht faul, sondern müde!“, erklärt Zoodirektor Miguel Casares.

Theo hat schon eine kleine Reise hinter sich: Geboren wurde er 2005 in Saint-Martin-la-Plaine in Frankreich, er kam dann über Arnhem (Niederlande) und Cambron (Belgien) nach Frankfurt. „Unser Plan ist es, Theo mit den Sumatra Orang-Utans zu vergesellschaften. Beide Tierarten teilen sich auch den Lebensraum in ihrer Heimat in Süd- und Südostasien. Noch ist die Zusammengewöhnung aber nicht abgeschlossen; da gehen wir sehr langsam und behutsam vor. Es kann auch durchaus mal sein, dass die Tiere nicht so gut miteinander auskommen“, sagt Casares. Wie auch im Ukumari-Land, wo Brillenbären mit Waldhunden und Große Ameisenbären mit Brüllaffen vergesellschaftet wurden, verspricht man sich hier für beide Arten eine Verhaltensanreicherung. Für die Besucherinnen und Besucher des Zoos ist eine spannende neue Art hinzugekommen.

Binturongs (Arctictis binturong) sind große, stattliche Tiere. Sie erreichen ein Gewicht von 15 Kilogramm und mehr und können etwa 25 Jahre alt werden. Sie leben in tropischen und subtropischen Regenwäldern sowie im Grasland. Trotz ihres etwas tollpatschigen Aussehens, sind sie wahre Kletterkünstler. Die spitzen Krallen, der Greifschwanz und ihre kräftigen Beine helfen ihnen, sich behände fortzubewegen. Binturongs sind Einzelgänger. Sie ernähren sich von Früchten, fressen aber auch Aas, kleine Tiere, Fische und Vögel. Die weiblichen Tiere sind größer und schwerer als die Männchen – eine Seltenheit bei Säugetieren.

Das Fleisch des Binturongs wird mancherorts als Delikatesse angesehen, weshalb die Tiere gejagt werden. Durch die Abholzung ihres Lebensraums hat sich ihr Bestand im Freiland drastisch verringert, sie werden von der IUCN als gefährdet eingestuft. 

Theo ist nicht der erste Binturong im Frankfurter Zoo. Bereits von 1925 bis etwa 1930 wurde diese Art in Frankfurt gehalten.

 

 


Partnerschaft ausbauen, voneinander lernen

Bürgermeister Uwe Becker vertritt Frankfurt auf internationaler Städtekonferenz in Tel Aviv

(ffm) Auf Einladung der Stadt Tel Aviv vertritt Bürgermeister Uwe Becker vom 3. bis 5. September Frankfurt am Main in der israelischen Metropole. Von nachhaltiger Stadtentwicklung über moderne Finanzierungsformen für Kommunen bis hin zu Smart Citys und der Bedeutung des Tourismus für Städte und Regionen reicht das Themenspektrum, das Stadtoberhäupter aus der ganzen Welt miteinander erörtern.

„Es ist eine große Chance, Frankfurt im internationalen Wettbewerb der Städte stark zu positionieren, die Erfahrungen unserer Mainmetropole auch den übrigen Städten zu vermitteln und gleichzeitig Anregungen für zukunftsgerichtete Projekte auch zurück nach Frankfurt mitzunehmen", betonte Bürgermeister Uwe Becker.

Zu Beginn der Konferenz wurde Bürgermeister Uwe Becker von Tel Avivs Oberbürgermeister Ron Huldai empfangen, der Becker für sein jahrelanges Engagement für die Partnerschaft beider Städte dankte.

Als Gastgeschenk überreichte Bürgermeister Uwe Becker seinem Tel Aviver Kollegen das neu erschienene Buch des in Tel Aviv geborenen Frankfurter Fotografen Rafael Herlich „DiverCity FFM" das die kulturelle und religiöse Vielfalt Frankfurts zeigt.

„Die Vielfalt und Buntheit der Gesellschaft verbindet beide Städte und macht diese umso mehr zu wichtigen Partnern", betonte Becker, der vor Ort auch für einen stärkeren Austausch zwischen den Schulen beider Städte warb.

 

 


Fördermittel in Millionenhöhe

Planungsdezernent Mike Josef bewilligt Gelder für günstige Wohnungen

(ffm) Planungsdezernent Mike Josef hat Fördermittel aus verschiedenen Programmen von über 4,31 Millionen Euro bewilligt und weitere rund 4,44 Millionen Euro zur Auszahlung angeordnet.

„Mit Hilfe unserer Förderprogrammen unterstützen wir den Neubau und die Bestandsmodernisierung von dringend benötigten bezahlbaren Wohnungen“, sagt Josef. „Von den städtischen Mitteln profitieren dabei die Bezieher mittlerer und niedriger Einkommen.“

Für ein Neubauvorhaben der ABG Frankfurt Holding an der Palleskestraße in Höchst fließen rund 3,87 Millionen Euro: Im Förderweg 1 sind sowohl ein Darlehen über rund 1,37 Millionen Euro als auch Zuschüsse in Höhe von rund 2,51 Millionen Euro vorgesehen. Auf dem früheren Betriebshof der städtischen Verkehrsgesellschaft VGF errichtet die ABG ein gemischtes Wohnquartier mit insgesamt rund 250 geförderten und freifinanzierten Wohnungen sowie einer Kindertagesstätte. Das Quartier wird in zwei Bauabschnitten realisiert. Im ersten Bauabschnitt werden zunächst 18 von 51 Wohnungen im Förderweg 1 realisiert. Die Miete für die Wohnungen beträgt 5,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. 

Für ein privates Modernisierungsvorhaben in der Elbestraße im Bahnhofsviertel hat Stadtrat Josef einen einmaligen Zuschuss von 373.339 Euro bewilligt. Im Rahmen des Programms zur Förderung von selbst genutztem Wohneigentum wird ein Darlehen von 55.000 Euro für ein privates Wohnungsneubauvorhaben gewährt. Außerdem wird mit dem „Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehende Räume für Kreative“ ein weiteres Atelier an der Orber Straße in Fechenheim mit 7175 Euro bezuschusst.

Der Planungsdezernent hat außerdem die erste Rate über rund 3,12 Millionen Euro für ein Bauvorhaben der ABG Frankfurt Holding in der Lyoner Straße 54-56 freigegeben. Dort entstehen 63 Wohnungen im Förderweg 2. Das Projekt wird von der Stadt Frankfurt mit einem Baudarlehen in Höhe von rund 6,38 Millionen Euro unterstützt. Durch die Förderung liegt die Durchschnittsmiete pro Monat und Quadratmeter bei 8,13 Euro – etwa 35 Prozent unter der ortsüblichen Marktmiete. 

Für ein Neubauvorhaben der Hellerhof GmbH im Alemannenweg 42, das als Teil der Stadterneuerung in Unterliederbach entsteht, hat Stadtrat Josef ebenfalls die erste Rate über rund 1,31 Millionen Euro freigegeben. Bei dem Projekt entstehen 27 Wohnungen im Förderweg 2. Das Vorhaben wird von der Stadt Frankfurt mit einem Darlehen über rund 2,68 Millionen Euro gefördert. Die Mieten liegen je nach Einkommensstufe der künftigen Mieter künftig bei 6,83 Euro beziehungsweise bei 8,93 Euro pro Monat und Quadratmeter – 35 Prozent beziehungsweise 15 Prozent unter der ortsüblichen Marktmiete. 

Weitere Informationen zu den städtischen Programmen der Wohnungsbauförderung finden sich unter http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de .

Kontakt für die Medien: Mark Gellert, Dezernat IV – Planen und Wohnen, Pressesprecher, Telefon 069/212-36304, E-Mail: mark.gellert@stadt-frankfurt.de

 

 

Tee und Baklava unter dem Mäuseturm

"Was? Die lange Reise nach Anamur für nur vier Tage?" Diese Frage wurde den sechs Teilnehmern der Reise nach Anamur vom 31.5.-3.6.2018 häufiger gestellt. Aber alle waren sich am letzten Tag einig, dass sich die relative lange An- und Abreise auf jeden Fall gelohnt hat, da die Zeit vor Ort einem deutlich länger vorkam und die Herzlichkeit der Freunde in Anamur, das abwechslugsreiche Programm und natürlich das leckere Essen die Zeit im Flugzeug und Bus deutlich aufwiegt.

Bürgermeister Mehmet Türe ließ es sich natürlich nicht nehmen die Delegation aus Bingen zu begrüßen, die bis auf einen Teilnehmr bereits mehrfach in Anamur waren. Desweiteren wurden zwei Schulen, das Beratungszentrum für Familien und die Volkshochschule besucht. Überall sind die Binger Gäste auf das Herzlichste empfangen worden. Neben den offiziellen Terminen gab es genügend Zeit für den Besuch des Basars und der Besichtgung einer Tropfsteinhöhle, der Mamure Festung, der antiken Stadt Anemurion, eines Bananengewächshauses und natürlich fürs Baden im Meer.

Ein besonderes Erlebnis war das gemeinsame Fastenbrechen (Iftar) mit 500 Dorfbewohnern anlässlich des Fastenmmonat Ramadan, in den die Reise fiel. Dies war zugleich der Abschiedsabend, der nach dem Abendessen im Freundschaftspark fortgesetzt wurde. Unter dem Mäuseturm bedankte sich Vereinsvorsitzende Michaela Heintke bei den Organisatoren seitens der Stadtverwaltung und des Freundeskreises in Anamur für den sehr gelungenen Aufenthalt. "Es war schön, die gelebte Freundschaft zwischen Bingen und Anamur täglich gesehen zu haben, da immer unterschiedliche Freunde die Gäste aus Anamur zu den verschiedenen Terminen begleitet haben und allen der Abschied schwer fiel .

Vielen Dank! Wir kommen wieder!"

 

Fotos: Stefan Eßer

 

 

 

 

Kostenlose Datenschutz-Tipps für Vereinsvertreter und Ehrenamtliche

(ffm) Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union gilt seit dem 25. Mai 2018. Damit verbunden sind auch höhere Anforderungen für Vereine und Ehrenamtsorganisationen. Viele Vereinsvertreter sind unsicher, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen und worauf zu achten ist. 

Die Stadt Frankfurt am Main, Fachbereich Ehrenamt und Stiftungen, veranstaltet im Rahmen der 12. Frankfurter Ehrenamtsmesse am Samstag, 15. September, ein Informationsseminar zum Thema Datenschutz. Referent ist Michael Kaiser, Mitarbeiter des Hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Der Vortrag findet um 11.30 Uhr im Plenarsaal, Römerberg 23, statt und wird etwa 1,5 Stunden dauern. Eingeladen sind alle Vereinsvertreter, ehrenamtliche Projektleiter, Verantwortliche von Selbsthilfegruppen, Initiativen oder Ehrenamtsorganisationen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Interessierte können sich unter Angabe ihres Vereins beziehungsweise ihrer Initiative unter E-Mail ehrenamt@stadt-frankfurt.de ab sofort verbindlich anmelden. Aufgrund der begrenzten Kapazität werden die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben.

 

 


‚Fahrverbote schaden der Region, der Bevölkerung und der Wirtschaft‘

 

 

 

(ffm) Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und des hessischen Handwerkstages (HHT), sowie Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, auf die möglichen Folgen von Fahrverboten in der Stadt Frankfurt hingewiesen. Das regionale Handwerk stellte hierzu ein Positionspapier vor. Unter anderem forderten Karpinski und Ehinger die Politik, bestehende Instrumente zur Verkehrsoptimierung konsequent umzusetzen und langfristig planbare Vorgaben zu machen.

Bernd Ehinger sagte: „Das regionale Handwerk steht zu den Themen Nachhaltigkeit und nimmt seine Verantwortung am Standort FrankfurtRheinMain wahr. Jedoch ist grundsätzlich festzuhalten: In den vergangenen Jahrzehnten konnte eine massive Reduzierung fast aller Luftschadstoffe – mittlerweile auch in den Bereichen Feinstaub und Stickoxide (NOx) – erreicht werden. Das Engagement des Handwerks in der Gebäude-, Energie- und Fahrzeugtechnik hat wesentlich dazu beigetragen. Trotz neuer Technologien sind wir jedoch auch in den kommenden Jahren auf die Nutzung von Verbrennungsmotoren, darunter auch die Diesel-Technologie, angewiesen." Nicht nur im Bereich der Wirtschaftsverkehre bleibe der Diesel ein wichtiges Standbein der Mobilität. „Das Handwerk in der Metropolregion FrankfurtRheinMain lehnt es entschiede ab, dass Unternehmen und ihre Beschäftigten, die im Vertrauen auf die Gültigkeit der Euro 5 Norm Fahrzeuge erworben haben, nun für Fehler anderer haftbar gemacht werden. Fahrverbote schaden der Region, der Bevölkerung und der Wirtschaft."

Der Handwerkspräsident wies zudem mit Verweis auf das Positionspapier darauf hin, dass das Thema Verkehrspolitik auch in der Region stärker an Bedeutung gewinnen müsse: „Verkehr ist ein Standortfaktor. Das Handwerk fordert die Politik auf, verstärkt Gespräche über die Verkehrsplanung zu führen und dabei die regionale Wirtschaft miteinzubeziehen. Die Themen Baustellenmanagement, digital optimierte Ampeleinstellungen, Tempolimits sowie Lieferverkehre müssen sich nicht einseitig am Bedarf einzelner Gruppen orientieren, sondern bedürfen eines breiten Diskurses in der Gesellschaft." Dasselbe gelte für den Ausbau des Radverkehrs. Auch das Handwerk hält den Ausbau den ÖPNV für wichtig. Dafür müssen auch Planungszeiträume verkürzt werden.“ 

Aus Sicht des Frankfurter und deutschen Kfz-Handwerks sagte Jürgen Karpinski: „Im Frankfurter Raum gibt es fast 400 Kraftfahrzeugbetriebe, die bei einem Einfahrverbot nach Frankfurt einen erheblichen Teil hrer Kundschaft verlieren würden. Diese Entwicklung trägt für Fahrzeughalter und Automobilunternehmer enteignungsgleiche Züge, die nicht sein dürfen. Bei den fast 40.000 Kraftfahrzeugbetrieben bundesweit, die meisten davon sind mittelständische Familienbetriebe, stehen derzeit rund 350.000 Euro5-Diesel mit einem Wert von fast fünf Milliarden Euro, die kaum oder nur mit hohen Abschlägen zu verkaufen sind. Dies mit steigender Tendenz, da jeden Tag Leasingrückläufer auf die Höfe der Betriebe zurückkommen. Für Dieselfahrzeuge benötigen wir daher dringend eine Verordnung der Politik zur Hardwarenachrüstung, damit hunderttausende Berufstätige auch weiterhin nach Frankfurt einfahren können."

Oberbürgermeister Feldmann sagte: „Die gegenwärtige Situation stellt insbesondere für die mittelständische, regionale Wirtschaft ein großes Problem dar, dem die Politik durch konsequente Entscheidungen begegnen muss. Im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs wird die Stadt Frankfurt in den kommenden Jahren verstärkt e-Busse und Wasserstoffbusse einsetzen, für eine weitere ÖPNV-Beschleunigung sorgen, Video-Fahrkartenautomaten zum Einsatz bringen, den Nachtverkehr ausweiten, entsprechend der Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes den Ausbau barrierefreier Haltestellen fortsetzen, zusätzliche Taktverdichtungen im Busnetz vornehmen und mit einer Vergünstigung des städtischen Jobtickets dazu beitragen, den Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehr weiter zu steigern. Wir haben die Attraktivität durch das hessenweite Schülerticket für ganz Hessen und die Einführung eines günstigeren Seniorentickets gesteigert.“

Dennoch bestehe trotz der enormen Anstrengungen der Stadt Frankfurt weiterhin die Gefahr, dass es zu Fahrverboten komme, „die Unterstützung des Bundes ist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Was wirklich hilft, ist der Zwang zur Nachrüstung der Diesel-Fahrzeuge.“

Vor diesem Hintergrund fordert der Oberbürgermeister das Land Hessen auf, zeitnah zu einem hessischen Dieselgipfel einzuladen, um nach gemeinsamen Lösungen zu suchen und die Fahrverbote zu verhindern. Er appellierte an die Bundesregierung im Sinne der Verbraucher und des lokalen Handwerks Initiativen zu ergreifen, die Fahrverbote und damit die Enteignung von Automobilbesitzern verhindern.


Brand in der Kleinmarkthalle

(ffm) Am Montagabend, 27. August, ist im Keller der Kleinmarkthalle ein Feuer ausgebrochen, das kurze Zeit später von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Gegen 20.10 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus, etwa zur gleichen Zeit bemerkte ein Händler den Brand und meldete diesen ebenfalls. Der Brand wurde kurze Zeit später durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr gelöscht, Personen kamen nicht zu Schaden. 

Die Schadenshöhe am Gebäude und der Einrichtung ist bislang noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Brandermittlungen aufgenommen. Nach jetzigem Erkenntnisstand könnte ein technischer Defekt die Brandursache gewesen sein. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Da zunächst die Schäden, die durch den Brand entstanden waren, beseitigt werden mussten, konnte der Betrieb am Dienstag, 28. August, noch nicht aufgenommen werden. Am Mittwoch, 29. August, wird die Kleinmarkthalle wieder wie gewohnt öffnen.

 

 

Durchs wilde Frankfurt

Fahrradtour der besonderen Art führt zum Monte Scherbelino

(ffm) Wild durch die Stadt zu radeln verbietet sich aus Sicherheitsgründen. Wie wäre es aber mit einer Fahrradexkursion zu wilden Ecken in der Stadt? Zu den Fledermäusen in der Eschenheimer Anlage zum Beispiel? Oder zu stillgelegten Flächen im Stadtwald? Schließlich zum Ziel der Tour, der Projektfläche „Städte wagen Wildnis“ am Monte Scherbelino?

„Wildes Radeln Südtour“ lautet der Titel der Radtour am kommenden Sonntag, 2. September. Start ist um 14 Uhr in der Eschenheimer Anlage am Ende der Krögerstraße. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig wird die Tour begleiten.

Auf dem Weg durch die Stadt und auf dem GrünGürtel-Radrundweg werden Standorte zufällig entstandener und geplanter Wildnis angefahren sowie besichtigt. Diese wilden Flächen sind Oasen der Erholung für Mensch und Natur in einem ansonsten dicht bebauten Umfeld aus Stein und Beton. Zwischendurch gibt es Informationen und kurze Vorträge zum Thema: Wie wild ist die Stadt – und könnte sie noch wilder sein?

Es werden Initiativen vorgestellt, die Arten- und Sortenvielfalt fördern, erlebbar machen und dazu beitragen, dass die Stadt bunt, spannend und lebendig bleibt - unter anderem die Initiative SoLaWi „maingrün“ (Solidarische Landwirtschaft) in den Oberräder Gärten. Auf der Tour ist Verkehrslärm ausdrücklich erwünscht – sofern er von Fahrradklingeln, Grillen und Mauerseglern erzeugt wird.

Die Radtour wird etwa drei Stunden dauern, ist für jedermann offen und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fahrrad, Verpflegung, Regen- oder Sonnenschutz mitbringen.

Weitere Informationen bekommt man per E-Mail an frieder.leuthold@stadt-frankfurt.de oder telefonisch unter 01577/5342251.

 

 

‚Kurze Fahrten, kleinerer Preis‘: Fahrten über Frankfurts Stadtgrenzen werden günstiger

RMV-Aufsichtsrat beschließt niedrigere Fahrpreise für kurze Fahrten über Frankfurts Stadtgrenze - Preise für Einzel- und Tageskarten innerhalb Frankfurts bleiben konstant

(ffm) „Jahrelang wurde darüber geredet, jetzt ist es endlich soweit: Ab Januar 2019 gibt es endlich preisgünstigere Fahrkarten für kurze Fahrten über Frankfurts Stadtgrenzen wie nach Offenbach“, fasst RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann die Entscheidung des RMV-Aufsichtsrats zusammen. Einstimmig beschloss das Gremium eine feingliedrigere Einteilung der Tarifgebiete, welche kurze Fahrten über die Frankfurter Stadtgrenze günstiger macht.

„Statt eines einheitlichen Preises gilt nun für zahlreiche kurze Fahrtrelationen zwischen Frankfurt und Offenbach, Eschborn, Neu-Isenburg und Bad Vilbel das Prinzip ‚kurze Fahrten, kleinerer Preis‘“, führt Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, weiter aus.

„Wer von Oberrad zum Marktplatz in Offenbach fuhr, hat bislang genauso viel bezahlt, wie jemand, der 27 Kilometer von Zeilsheim nach Bieber fuhr“, verdeutlicht RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Die feingliedrigere Einteilung der Tarifgebiete hat Modellcharakter für das gesamte Verbundgebiet. Wir verbessern damit das Preis-Leistungsverhältnis des RMV-Tarifs und erhöhen die Attraktivität unseres Angebots.“


Frankfurter Bevölkerung auf über 741.000 Einwohnerinnen und Einwohner angewachsen

Stadtrat Jan Schneider präsentiert „frankfurt statistik aktuell“ Nr. 06 und 07/2018 zum Bevölkerungsstand am Jahresende 2017

(ffm) Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner ist auch im vergangenen Jahr weiter angestiegen. „Zum Stichtag am 31.12.2017 waren insgesamt 741.093 Frankfurterinnen und Frankfurter im Melderegister mit Hauptwohnung gemeldet“, erläutert der für die Frankfurter Statistik zuständige Dezernent, Stadtrat Jan Schneider, die aktuellen Daten. Die Frankfurter Bevölkerung ist damit im letzten Jahr um insgesamt 11.469 Personen beziehungsweise 1,6 Prozent angewachsen.

522.318 (+2840) Frankfurterinnen und Frankfurter sind Deutsche. Insgesamt 218.775 (+8629) haben eine andere Staatsangehörigkeit. Der Ausländeranteil beträgt damit aktuell 29,5 Prozent, ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt 101.708 (+3 579) Frankfurterinnen und Frankfurter kommen aus einem Staat der Europäischen Union. „Damit wurde erstmals die Schwelle von 100.000 Bürgerinnen und Bürgern aus EU-Staaten überschritten“, hebt Stadtrat Schneider hervor. Ihr Anteil an der gesamten städtischen Bevölkerung beträgt 13,7 Prozent beziehungsweise knapp die Hälfte (46,5 %) der Ausländerinnen und Ausländer. Die meisten EU-Ausländerinnen und -Ausländer haben einen kroatischen Pass (16.075/+693), gefolgt von italienischen (15.107/+435) und polnischen (13.156/-64) Staatsangehörigen. 

Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer aus einem Nicht-EU-Staat beträgt 15,8 Prozent (+0,4 %-Punkte) an der gesamtstädtischen Bevölkerung. Ihre Anzahl ist im letzten Jahr um 5050 auf 117.067 Personen gestiegen. Die meisten Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU-Ländern kommen nach wie vor aus der Türkei (25.759/-296), danach folgen Serbien (9155/+443), Indien (6177/+906) und Marokko (6002/+88).

„In den Stadtteilen gab es den insgesamt größten Bevölkerungszuwachs in Kalbach-Riedberg mit 1540 (+8,4 %) Personen, dicht gefolgt vom Gallus mit 1491 (+4,0 %) und mit etwas Abstand an dritter Stelle im Ostend mit 1004 (+3,6 %)“, führt Stadtrat Jan Schneider weiter aus.

„Es ist davon auszugehen, dass sich das Bevölkerungswachstum weiter fortsetzt. Voraussichtlich wird dann im Herbst die Grenze von 750.000 Einwohnerinnen und Einwohnern überschritten“, richtet Stadtrat Schneider den Blick in die Zukunft.

„frankfurt statistik aktuell“ 06 und 07/2018 steht unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenloses PDF-Download zur Verfügung.

 

 

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Antisemitismus keinen Raum geben

Magistrat beschließt Vorgehen gegen antisemitische BDS-Bewegung

(kus) Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat am Freitag, 25. August, die Vorlage von Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker für ein entschiedenes Vorgehen gegen die antisemitische BDS-Bewegung in Frankfurt beschlossen. Seit über zehn Jahren versucht die BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions), den Staat Israel international zu isolieren und ruft in vielen Ländern zunehmend zu Boykottmaßnahmen auf. „Es geht im Kern der BDS-Bewegung um die Delegitimierung des Staates Israel, zu deren Zweck Boykott und Diffamierung als Mittel eingesetzt werden. Von selbsternannter ,Kaufhauspolizei‘, die israelische Waren in Geschäften brandmarkt und damit auch Händler einschüchtert, über die Einschüchterung von Künstlern, die in Israel auftreten oder dies möchten, bis hin zur Störung von Veranstaltungen reicht weltweit ein Ausschnitt verschiedenster BDS-Aktivitäten. Die BDS-Bewegung nutzt mit ihren Botschaften die gleiche Sprache, die einst Nationalsozialisten gebrauchten, um auszudrücken: ,Kauft nicht bei Juden!‘. Die BDS-Kampagne wählt mit ihrer tief in das Fundament der Legitimation des jüdischen Staates reichenden Kritik an Israel den Umweg über den Antizionismus, um beim Antisemitismus anzukommen. Die BDS-Bewegung ist damit eine zutiefst antisemitische Bewegung und soll in der Stadt Frankfurt am Main keinen Raum haben. Wir bekennen uns zu der tief empfundenen Freundschaft zu Israel und setzen uns für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern ein“, erklärte Bürgermeister Uwe Becker.
Nach Beschluss des Magistrats sollen in Frankfurt am Main keinerlei Räumlichkeiten oder Flächen für BDS-Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden und auch Zuschüsse sollen Vereinen oder Organisationen verwehrt werden, die die antisemitischen Aktivitäten von BDS unterstützen. Dies soll für städtische Räumlichkeiten und Räume von städtischen Gesellschaften gelten. Gleichzeitig appelliert der Magistrat auch an private Vermieter in der Stadt, ebenso zu verfahren. „Die Stadt Frankfurt am Main besitzt eine große jüdische Tradition. Sie verdankt in vielerlei Hinsicht ihre heutige Rolle und Bedeutung als Stadt der Kultur, der Wissenschaft und des Handels gerade auch dem Wirken großer jüdischer Familien. Frankfurt am Main pflegt zudem mit seiner Partnerschaft zu Tel Aviv eine besondere Nähe zu Israel und hat diese besondere Beziehung in den zurückliegenden Jahren immer weiter ausgebaut. Umso mehr ist es Aufgabe und Verpflichtung der Stadt, engagiert gegen jeglichen Antisemitismus vorzugehen“, betonte Becker.