Oberbürgermeister Peter Feldmann: ‚Schulterschluss für Frankfurt‘

(ffm) Umfangreiches Paket für die Zukunftsfähigkeit Frankfurts geschnürt: Schwimmbadbesuch für alle Kinder kostenlos, Familienkarte für freien Eintritt in alle Museen und den Zoo, mehr Geld für bezahlbares Wohnen, Sauberkeitskampagne wird fortgeführt und die Mietbegrenzung auf zehn Jahre verdoppelt und mehr Sicherheit vereinbart. „Faktisch frieren wir die ABG-Mieten ein“, erläutert der Oberbürgermeister. Auch wird die katholische St. Raphael-Schule unterstützt. 
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 13. Dezember, stellten Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister Uwe Becker und Stadtrat Stefan Majer zusammen mit den Spitzen der Koalitionsfraktionen und –parteien gemeinsam folgende Vorhaben vor: 
Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Im Bereich des Wohnungsbaus wurde vereinbart, dass bei Neubauprojekten der ABG Frankfurt Holding oder der Nassauischen Heimstätte deutlich mehr als 40 Prozent geförderter Wohnungsbau realisiert werden soll. Auch ist geplant, darauf hinzuwirken, dass die Mieten für Mieterinnen und Mieter der ABG nach Auslaufen des bisherigen Mietenstopps für weitere fünf Jahre – auf dann zehn Jahre - nur um maximal ein Prozent pro Jahr angehoben werden.“
Im Haushalt werden darüber hinaus zusätzliche Mittel bereitgestellt, um bezahlbare Wohnungen zu schaffen und durch die konsequente Anwendung des Vorkaufsrechts in Frankfurt Mieter besser zu schützen. Dazu werden für 2019 zusätzlich 7,5 Millionen Euro bereitgestellt. Der Haushaltsansatz für geförderte Wohnungen des 1. Förderwegs und des Mittelstandsprogramms wird ebenfalls mit dem Haushalt 2019 um 7,5 Millionen Euro auf dann deutlich über 50 Mio. Euro erhöht. 
„Frankfurt ist eine Stadt mit hohen Lebenshaltungskosten. Gerade normalverdienenden Familien mit Kindern und Alleinerziehenden fällt es nicht immer leicht, den Eintritt für Kultureinrichtungen aufzubringen. Um Kindern und Jugendlichen einen besseren Zugang zu Kultur zu ermöglichen, werden ab 2019 die erforderlichen Mittel für ein Kultur- und Freizeitticket in den Haushalt eingestellt. Dieses Ticket soll den freien Eintritt in städtische und nicht-städtische Kultureinrichtungen sowie den Zoo ermöglichen. Es kann für Frankfurter Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren beim Kultur- und beim Sozialdezernat – auch online – kostenfrei beantragt werden, wenn ihre Eltern über ein monatliches Netto-Familieneinkommen von bis zu 4.500 Euro verfügen. Familien, die ein höheres Monatseinkommen haben, können das Ticket für einen moderaten Preis erwerben“, erläutert Oberbürgermeister Peter Feldmann. Unabhängig vom Einkommen der Eltern wird der Eintritt in städtische Bäder für Kinder bis 14 Jahren bis auf weiteres ausgesetzt. „Dies ist ein klares Zeichen, dass die öffentlichen Einrichtung und Bäder allen Frankfurtern offenstehen“, sagt der Oberbürgermeister. „Damit machen wir deutlich, dass unsere Koalition funktioniert und arbeitet. Wir als Demokraten wissen, dass wir die Verantwortung haben, mit dem bestmöglichen Ergebnis für die Menschen in Frankfurt an unserer Stadt zu arbeiten“, fügt Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker hinzu. Auch haben sich die Vertreter der drei Parteien auf ein Alkoholverbot im Kaisersack geeinigt. Zudem soll die Gefahrenabwehrverordnung in Paragraph 7 wie folgt ergänzt werden: „Das Lagern oder das dauerhafte Verweilen von Personen im Geltungsbereich dieser Verordnung in einer für Dritte beeinträchtigenden Art zum Zwecke des Konsums von Alkohol oder Betäubungsmitteln im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes ist verboten.“  Den suchterkrankten Menschen unter den vom Alkoholverbot Betroffenen wollen die Koalitionäre im Rahmen des bewährten Frankfurter Weges Unterstützungsangebote – insbesondere im Bereich der Innenstadt und des Bahnhofsviertels – machen. Herfür werden zusätzliche Projektmittel zur Verfügung gestellt. Das Gesundheitsdezernat wird beauftragt, in Kooperation mit geeigneten Trägern Vorschläge zur räumlichen und inhaltlichen Ausgestaltung zu erarbeiten. Darüber hinaus wird im Bereich der illegalen Suchtmittel für die Tagesöffnung des bisherigen Nachtcafés im Bahnhofsviertel zusätzliche Mittel in Höhe von 500.000 Euro bereitgestellt werden. Auch die dauerhafte Finanzierung des Wintercafés in der B-Ebene am Eschenheimer Tor, in dem vorwiegend wohnsitzlose Menschen betreut werden und eine Übernachtungsmöglichkeit erhalten, wird durch zusätzliche Mittel in Höhe von 500.000 Euro sichergestellt. Das Maßnahmenpaket der Koalition umfasst auch den Beschluss, die Realisierung der Katholischen Schule St. Raphael mit einem Investitionskostenzuschuss in Höhe von einmalig 16 Millionen Euro zu unterstützen. Das geplante Gymnasium soll vorrangig für Frankfurter Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen. Dies wird in den Zuschussbedingungen festgeschrieben. Dabei wird kein Kind aus finanziellen Gründen ausgeschlossen, hierfür werden Härtefallregelungen getroffen. Im Rahmen der weiteren Fortschreibung/Umsetzung des SEP für allgemeinbildende Schulen wird nach Elternwillen auch das Angebot an Förderschulen und Haupt-/Realschulen bedarfsgerecht gesichert bzw. bedarfsgerecht ausgebaut. Für die bevorstehende Sanierung der Paulskirche, die mit breiter Bürgerbeteiligung geplant und durchgeführt werden soll, werden die erforderlichen Planungsmittel mit dem Haushalt 2019 bereitgestellt. Auch die Kampagne #cleanffm wird über das erste Quartal 2019 hinaus fortgeführt und mit rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr bezuschusst. Zur Unterhaltung und Pflege des öffentlichen Grüns werden ab dem Haushalt 2019 weitere 3 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt. Der Magistrat bringt zur Verabschiedung des Haushalts 2019 einen Magistratsvortrag ein, mit dem die avisierten Mittel für #cleanffm und den Grünflächenunterhalt zur Verfügung gestellt werden. Beginnend mit dem Paul-Arnsberg-Platz soll die Begrünung der städtischen Plätze intensiviert und kontinuierlich weitergeführt werden. Hierzu soll unter Beachtung des Klimaplanatlasses eine gemeinsame Prioritätenliste vorgelegt werden. Darüber hinaus sollen weitere Straßenzüge und Straßenbahntrassen begrünt werden. Zu diesem Zweck werden dem Grünflächenamt zusätzliche 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Erweiterung des Frankfurter GrünGürtels wird darüber hinaus in einem ersten Schritt der östliche Teil des GrünGürtelparks Nieder-Eschbach unter die GrünGürtel-Satzung gestellt. Darüber hinaus wird ein Vorschlag entwickelt, an welchen Stellen der GrünGürtel weiterentwickelt und erweitert wird. Auf Grundlage des Verkehrsversuchs „Tempo 30 bei Nacht auf ausgewählten Hauptverkehrsstraßen“ wird in dem im Modellversuch erprobten Abschnitt Nibelungenallee/Rothschildallee dauerhaft Tempo 30 in der Nacht eingeführt. Für diese Wahlperiode sind keine weiteren Straßenabschnitte vorgesehen. „Wir wollen tatsächlich realisieren, was wir uns vorgenommen haben. Die heute vorgestellten Maßnahmen sind kein zweiter Koalitionsvertrag. Wir haben aber deutlich gemacht, dass wir uns den zentralen Herausforderungen der Stadt wie bezahlbarer Wohnraum sowie Klimawandel und Verkehrswende stellen. Ebenfalls dazu gehört das Sicherstellen des sozialen Zusammenhalts, der sich immer am Umgang mit den Schwächsten einer Gesellschaft bewährt“, führt Gesundheits- und Personaldezernent Stefan Majer aus und betont, dass es sich bei den beschlossenen Vorhaben um gemeinsame Pläne handele, die mehr sind als der kleinste gemeinsame Nenner und von allen Vertretern der Stadtregierung als gleichermaßen vordringlich angesehen werden.“

 

 


,Wegweisende Entscheidungen für die kulturelle Teilhabe in dieser Stadt‘

Kulturdezernentin Hartwig zu den Ergebnissen der Koalitionsgespräche

(ffm) Die Römer-Koalition hat am Donnerstag, 13. Dezember, die Ergebnisse der Koalitionsgespräche 2018 vorgestellt. Kulturdezernentin Ina Hartwig bezeichnet die getroffenen Entscheidungen im Kulturbereich als „wegweisende Schritte für die kulturelle Teilhabe in dieser Stadt“. „Es gibt viele Familien in dieser Stadt, denen ein Besuch im Museum oder Zoo finanziell schlichtweg nicht möglich ist. Das wollen wir ändern! Wir setzen uns mit diesen Beschlüssen für diejenigen ein, die es wirklich brauchen. Gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe darf nicht am knappen Geldbeutel scheitern. Die Kultur in dieser Stadt ist für alle da!“ Deshalb wird die Stadt Frankfurt 2019 ein Kultur- und Freizeitticket für Kinder und Jugendliche einführen. Das Ticket soll den freien Eintritt in städtische und nicht-städtische Kultureinrichtungen sowie den Zoo ermöglichen. „Meine Forderung, den freien Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auf die nicht-städtischen Kultureinrichtungen auszuweiten, wird damit bekräftigt“, sagt Kulturdezernentin Hartwig. „Die Umsetzung werden wir mit unseren Partnern prüfen“, so die Dezernentin. Das Ticket kann dann für Frankfurter Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre beim Kultur- und beim Sozialdezernat – auch online – kostenfrei beantragt werden, wenn ihre Eltern über ein monatliches Familieneinkommen von unter 4.500 Euro netto verfügen. Familien, die ein höheres Monatseinkommen haben, können das Ticket für einen moderaten Preis erwerben. Mit den getroffenen Entscheidungen werden in Frankfurt die Weichen für die Zukunft gestellt: „Ich freue mich, dass ab 2019 die erforderlichen Mittel in den Haushalt eingestellt werden sollen“, sagt Hartwig. Darüber hinaus hat die Koalition einen Ausgleich der Tarifsteigerungen bei den nicht-städtischen Trägern im Kulturbereich beschlossen. Die Anpassung soll schrittweise mit dem Doppelhaushalt 2020/21 erfolgen. „Wir nehmen damit den Druck von den Schultern unserer Zuschussnehmer und unterstützen diejenigen, die unsere Stadt mit ihrer kulturellen Arbeit bereichern. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass es zu einem Ausgleich im Personalkostenansatz kommt“, sagt die Dezernentin abschließend.

 

 


Brüder-Schönfeld-Forum übergibt Kulturdezernentin Dokumentation zum Gedenstein der Stadt Frankfurt in Kaunas

(ffm) Seit April 2018 erinnert ein Gedenkstein in Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens, an die während der NS-Diktatur aus Frankfurt deportierten und ermordeten Jüdinnen und Juden. Im April 2018 war eine Delegation aus Deutschland nach Kaunas gereist, um der Übergabe der Gedenktafel an die Öffentlichkeit beizuwohnen. Neben einem Vertreter des Kulturamtes der Stadt Frankfurt gehörten der Delegation Ingrid Wettberg, Herbert Begemann und neun Schülerinnen und Schüler aus Gymnasien in Frankfurt, Darmstadt, Gießen und Hanau an. Nun übergab Herbert Begemann, Vorsitzender des Brüder-Schönfeld-Forums, eine Dokumentation an Kulturdezernentin Ina Hartwig.  „Die Einweihung einer Frankfurter Gedenktafel im über tausend Kilometer entfernten Kaunas war ein wichtiges Erinnerungsprojekt dieses Jahres. Ich bedanke mich für die umfangreiche Dokumentation, sie beleuchtet detailliert die Einweihung, die historischen Hintergründe und benennt alle 992 Opfer namentlich. Sie schlägt damit eine Brücke von Kaunas zurück nach Frankfurt“, so Hartwig bei der Übergabe im Kulturdezernat. Nach dem Einmarsch in Litauen 1941 ermordeten die deutschen Besatzer in der Festungsanlage Fort IX bei Kaunas etwa 50.000 Menschen, unter ihnen 992 Jüdinnen und Juden aus Frankfurt. Sie wurden im November 1941 am Bahnhof der Frankfurter Großmarkthalle in Waggons gepfercht und nach Kaunas deportiert. Unter ihnen waren zahlreiche Menschen, die zuvor aus anderen Städten und Gemeinden vertrieben worden und in der Großstadt Frankfurt Zuflucht gesucht hatten. Die Gedenktafel verweist auch auf diese ursprünglichen Heimatorte. In der Dokumentation sind alle 39 Städte und Gemeinden sowie die zwei Landkreise aus den heutigen Bundesländern Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz genannt, die sich dem Gedenken in Kaunas offiziell anschlossen. Die Initiative für die Gedenktafel kam von Ingrid Wettberg und Herbert Begemann vom Brüder-Schönfeld-Forum, das das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturamt entscheidend vorantrieb. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Maintal trägt den Namen der beiden Brüder Horst und Gerhard Schönfeld aus Dörnigheim. Sie kamen im Alter von zehn und elf Jahren zusammen mit ihren Eltern in Kaunas ums Leben.

 

 


Oberbürgermeister Feldmann würdigt Erfolgsgeschichte des International Women`s Club

(ffm) Im Jahr 1946 gründete die Frankfurter Lehrerin Elisabeth Norgall den International Women`s Club Frankfurt (IWC) mit dem Ziel, durch Kontakte und gegenseitiges Kennenlernen, Trennendes zwischen den Nationen und Kulturen zu überwinden und Verständnis füreinander zu entwickeln. 72 Jahre später arbeiten rund 500 Mitglieder des IWC aus 50 Nationen an dem Ziel, sich für Frieden und Freundschaft in der Welt einzusetzen. Zum traditionellen „Christmas Tea“ begrüßte Oberbürgermeister Peter Feldmann am Mittwoch, 12. Dezember, die neu gewählte Präsidentin Cornelia Klaus und zahlreiche Mitglieder der Vereinigung im Kaisersaal. „Ich freue mich, heute hier in gemütlicher Runde in Gesellschaft engagierter und starker Frauen zu sein – das hat etwas Besonderes. Engagierte Frauen sind wichtig für unsere Gesellschaft. Von der Antike bis heute gab und gibt es in der Geschichte der Menschheit Frauen, die den Verlauf der Welt veränderten. Frauen haben stets gegen Unterdrückung gekämpft und sich für die Rechte von Minderheiten eingesetzt – und sie tun es noch heute“, sagte das Stadtoberhaupt. Elisabeth Norgall sei genau so eine starke Frau gewesen: „Es war ihr wichtig, Menschen, die bis dahin Feinde waren, wieder zusammenzuführen. Sie ging auf die Menschen zu. Aus ersten Gesprächen wuchs die Überzeugung, dass mit gegenseitigem Verständnis der Zusammenhalt unterschiedlicher Kulturen möglich ist.“ Mit dieser Überzeugung habe sich Norgall in die lange Frankfurter Tradition des sozialen und bürgerschaftlichen Engagements eingereiht. „Bürgerschaftliches Engagement ist ein Markenzeichen Frankfurts. Denn unsere Stadt ist nicht nur Wirtschaftsmetropole, sondern auch Metropole der Hilfsbereitschaft“, sagte Feldmann. 
Die Frauen des IWC hätten sich schon immer dem Gemeinwesen verpflichtet gefühlt und sich vorbildlich in Not geratener Menschen angenommen. Feldmann dankte den Frauen für ihre Spenden und ihren Einsatz: „Ich freue mich besonders darüber, dass Sie sich den Themen Bildung und Senioren annehmen, denn diese liegen mir am Herzen. Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft unserer Kinder. Ältere Menschen haben unsere Stadt stark gemacht, sie haben das Recht auf Teilhabe und auf ein würdevolles Leben im Alter. Das ist unser aller Verpflichtung und Verantwortung.“ 
„Der IWC steht seit mehr als 70 Jahren für den Austausch zwischen Frauen aus über 50 Nationen. Wir wollen Menschen zusammenbringen - unabhängig von ihrem jeweiligen Glauben oder auch ihrer politischen Überzeugung. Eine wichtige Säule unseres Clublebens ist unser gemeinsames soziales Engagement. Wir unterstützen mit den Spendeneinnahmen aus unserem Weihnachtstee, der traditionell im Frankfurter Römer stattfindet, die Seniorenheime der Stiftung zum Heiligen Geist Hohenwald und Kronthal sowie die Mosaikschule in Frankfurt. Das Thema unseres Clubjahres ist der Wandel – in vielerlei Hinsicht passend zu Frankfurt. Die Offenheit für Veränderung hat wesentlich zu der Internationalität und dem wirtschaftlichen Erfolg Frankfurts beigetragen“, sagte Cornelia Klaus, Präsidentin des IWC. Der IWC ist eine gemeinnützige, politisch und religiös unabhängige Vereinigung von Frauen. Schon kurz nach der Gründung setzte sich der IWC für Arbeitslose ein, für die Beschäftigungen gesucht wurden, und unterstützte Bedürftige. Heute sind die vielfältigen sozialen Aktivitäten des IWC über die Grenzen Frankfurts hinaus gewachsen und haben im Laufe der Jahre kleine und große Nöte von hilfsbedürftigen Menschen im In- und Ausland lindern können. Weitere Informationen zum International Women´s Club finden sich unter https://www.iwc-frankfurt.de/im Internet.

 

 


Messe Frankfurt mit historischem Umsatz von 715 Millionen Euro

(ffm) Die Messe Frankfurt ist im Geschäftsjahr 2018 weiter gewachsen. In Summe ergeben sich bei den relevanten Kenngrößen neue Bestmarken – ein Beleg für die sehr dynamischen und innovationsgetriebenen Aktivitäten der Unternehmensgruppe. Beim Umsatz erwartet die Messe Frankfurt rund 715 Millionen Euro. Zu den mehr als 490 weltweiten Veranstaltungen unter dem Dach des Unternehmens kamen annähernd 102.000 Aussteller sowie rund 4,5 Millionen Besucher. Erfreut über diese hervorragenden Kennziffern zeigte sich Peter Feldmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt und Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt. „Als Mehrheitsgesellschafter sind wir stolz, ein Unternehmen wie die Messe Frankfurt in unserem Beteiligungsportfolio zu haben.“ Schon immer habe die historisch enge Verbindung der Stadt Frankfurt und der Messe Frankfurt die beiderseitige Entwicklung beflügelt, nicht zuletzt durch die wirtschaftlichen Effekte, die die Veranstaltungen in Frankfurt und in der Region auslösen. Am Standort Frankfurt wurden 2018 mit rund 385 Millionen Euro rund 54 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt. „Allein in Deutschland hat die Messe Frankfurt annähernd 424 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies ist ein neuer Rekord und entspricht in etwa dem Umsatz, den die nächstgrößeren deutschen Wettbewerber in der Vergangenheit als Gesamtumsatz generiert haben“, hob Feldmann hervor. Die Messe Frankfurt hat ihren Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb ausgebaut. „Wir haben unsere Marken weiter globalisiert, und unsere weltweite Akquisitionstätigkeit hat an Tempo zugelegt“, sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, bei Vorlage der vorläufigen Top-Kennzahlen für 2018. „Rund 102.000 Aussteller – so viele wie noch nie – haben uns auf fast 150 Messen ihr Vertrauen geschenkt und in Begegnungsformate investiert. Die Messe Frankfurt ist in der Zeit der rasanten digitalen Entwicklung ein Fels in der Brandung.“ Das starke operative Geschäft hat im Geschäftsjahr auch zu Rekorden bei den Finanzkennziffern geführt. Wir erwarten mit einem konsolidierten Umsatz von rund 715 Millionen Euro den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte – und damit auch den höchsten von einer deutschen Messegesellschaft jemals erwirtschafteten Betrag“, so Marzin. Gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2017 ist das ein Plus von rund sieben Prozent. Historische Bestmarken gibt es beim Jahresüberschuss mit rund 59 Millionen Euro und beim EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) mit rund 133 Millionen Euro. „Wir haben eine eigene auf die Unternehmensgruppe zugeschnittene Expansionsstrategie, die wir konsequent ausbauen. Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Messe Frankfurt ist ihr erstklassiges globales Netzwerk“, betonte Marzin. „Wer treffen will, braucht ein Ziel – und in volatilen Zeiten wie diesen eine ruhige Hand. Gelungen ist uns das mit einem erneuten Ausstellerrekord von 102.000 Unternehmen und rund 4,5 Millionen Besuchern auf unseren internationalen Plattformen. Für mich ist klar: Unsere wichtigste Bestmarke ist der Mensch“, betonte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Weiter gestiegen sei auch die Internationalität auf den konzerneigenen Veranstaltungen in Frankfurt. „Auf Ausstellerseite verzeichnen wir rund 78 Prozent und bei den Besuchern rund 56 Prozent, die aus dem Ausland nach Frankfurt kommen“, so Braun, der das operative Geschäft erläutert: „Die persönliche Begegnung steht nicht in Frage, im Gegenteil, es geht vielmehr um eine intelligente Verbindung der analogen und der digitalen Welt. Dahingehend arbeiten wir hart daran, unsere Veranstaltungen zukunftsorientiert zu positionieren.“ Kontinuierlich und nachhaltig investiere die Messe Frankfurt in ihre weltweiten Veranstaltungen, in vielen Fällen und mit Erfolg auch antizyklisch. Durch die Inbetriebnahme der Halle 12 geht das gesamte Veranstaltungsportfolio in Frankfurt im kommenden Jahr mit optimierten Geländekonzepten und klaren Hallenstrukturen an den Start, mit dem Ziel, weiter zu wachsen. Die Messe Frankfurt ist immer stärker in technologischen Themen unterwegs, die weltweit eine starke Innovations- und Veränderungskraft auf die Industrie ausüben. „Mit der Formnext und der SPS sind zwei Veranstaltungen im Portfolio, die die Industrie 4.0 besonders plakativ abbilden“, sagte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Und auch das Kongress- und Tagungsgeschäft am Standort ist mit mehr als 170 Veranstaltungen und 146.000 Teilnehmern eine Erfolgsstory. Mit insgesamt rund 280 Veranstaltungen können wir von einem sehr starken Gastveranstaltungsjahr berichten“, resümierte Behm. Im Zuge des Neubaus der Halle 5 nutzt die Messe Frankfurt die Gelegenheit, das Congress Center zu revitalisieren. „Wir sind sicher, dass wir damit der Kongressbilanz zu weiterem Erfolg verhelfen und die Attraktivität Frankfurts als Tagungsort weiter steigern“, hob Behm hervor. Am Standort Frankfurt betreibt die Messe Frankfurt mit dem Congress Center und dem Kap Europa zwei Kongresshäuser, über 90 Kongress- und Konferenzsäle stehen auf dem Gelände zur Verfügung. Das Kongresshaus Kap Europa war 2018 komplett ausgebucht. „Eine überaus positive Entwicklung gibt es auch in unserem Geschäftsfeld Services“, ergänzte Behm und erläuterte: „Mit der Messe Frankfurt Medien und Service GmbH und der Accente Gastronomie Service GmbH erwirtschaften wir mittlerweile einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro.“
Außerhalb Deutschlands richtet die Messe Frankfurt ihr Kerngeschäft eng an ihren Schwerpunktregionen und an Partnerschaften aus. Mit mehr als 30 Premieren zeigt die Messe Frankfurt eine wachsende globale Präsenz. Im Berichtsjahr beschäftigte das Unternehmen über 2500 aktive Mitarbeiter weltweit.
Weitere Informationen finden sich unter http://m-es.se/r6YM im Internet.

 

 


Oberbürgermeister Feldmann und Verkehrsdezernent Oesterling: ‚Mit der neuen Direktvergabe der Buslinien im Frankfurter Süden werden künftig 50 Prozent der Buslinien in Frankfurt wieder städtisch‘

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling zeigen sich zufrieden, dass es gelungen ist, einen weiteren Schritt in Richtung weiterer Direktvergaben der Busverkehrsleistungen in Frankfurt zu gehen. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Montag, 12. November, die Vorlage von Verkehrsdezernent Oesterling beschlossen, die der Stadtverordnetenversammlung vorschlägt, das Linienbündel C (Süd) direkt an die städtische Busgesellschaft In-der-City-Bus GmbH (ICB) zu vergeben, die auch bereits die Linienbündel D (Mitte-Ost) und E (Mitte-Nord) betreibt. Die Vergabe soll von der lokalen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ vorbereitet werden.

Der Magistrat hat vereinbart, dass künftig die Hälfte der Busverkehrsleistungen wieder in städtischer Hand zu betreiben sind. Diesem Ziel kommt der Magistrat nun ein gutes Stück näher. Oberbürgermeister Feldmann betonte, dass es darum gehe, „gute Arbeitsplätze hier bei der Stadt zu sichern und die Stadt als sozialer Arbeitgeber im Nahverkehrsbereich weiter zu stärken“. Der Oberbürgermeister hob hervor, dass „damit ein wichtiger Schritt gegangen wird, um den Weg der vor allem auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragenen Ausschreibungen zu stoppen. Ich kann mir ausdrücklich weitere Schritte vorstellen, denn der neue Weg wird sich als richtig für Frankfurt, die Interessen der bei uns beschäftigten Menschen und unsere Umwelt erweisen.“

Der Oberbürgermeister unterstreicht, dass dies auch im Interesse der Fahrgäste liegt, „denn in der Vergangenheit soll es ja vorgekommen sein, dass ortsunkundige Fahrer Passagiere nach dem Weg gefragt haben, auch das werden wir mit der neuen Vergabepraxis verhindern, denn gut ausgebildete und anständig bezahlte Busfahrer sind für alle besser.“

Stadtrat Klaus Oesterling erklärte: „Gerade in Zusammenhang mit dem drohenden Dieselfahrverbot und den vom Verwaltungsgericht Wiesbaden von der Stadt Frankfurt geforderten Maßnahmen zeigt sich, wie wichtig es ist, den öffentlichen Nahverkehr in städtischer Hand zu halten, um die umweltpolitischen Zielvorgaben der EU, des Bundes aber auch der Stadt selbst umsetzen zu können. Private Unternehmen, die die Buslinien auf Grundlage von gewonnenen Ausschreibungen betreiben und dafür Verkehrsverträge von bis zu zehn Jahren erhalten, können schon aus wirtschaftlichen Gründen eventuelle Vorstellungen der Stadt nicht so kurzfristig umsetzen, wie das beispielsweise die ICB kann.“ 

Die städtische Busgesellschaft ICB, die einmal aus der VGF ausgegründet wurde und jetzt 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Frankfurt Holding GmbH ist, habe sich als verlässlicher und konstruktiver Partner erwiesen, erklärte Oesterling.

Das Busbündel C soll die ICB ab Dezember 2020 betreiben. Damit erreicht der Anteil der direkt vergebenen Buslinien ein Volumen von 50 Prozent. Inhalt der Vorlage wird auch sein, die zum Bündel C gehörenden Buslinien 33 und 37, die die Stadtteile Westhafen und Gutleut erschließen, mit emissionsfreien Bussen zu betreiben. So trägt das Vorhaben dazu bei, die Luftqualität in einem an die Innenstadt angrenzenden Quartier zu verbessern.

 

 


FrankfurtRheinMain meets Guangzhou

Oberbürgermeister Peter Feldmann ehrt chinesische Unternehmen für ihr Engagement in FrankfurtRheinMain

(ffm) Derzeit ist Oberbürgermeister Peter Feldmann mit einer Delegation aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in China, um das 30-jährige Bestehen der Partnerstädte Frankfurt und Guangzhou zu feiern. Auf dem Programm des dritten Tages standen unter anderem die Verleihung des „FRM Investors Award“ an chinesische Unternehmen, die sich mit ihren Investitionen in der Region FrankfurtRheinMain besonders verdient gemacht haben. Außerdem wurde die Eröffnung des Innovationszentrums der Darmstädter Merck KGaA in Guangzhou gefeiert. Organisiert wurde diese Veranstaltung, an der 128 Gäste teilnahmen, von der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region (FRM GmbH).

Peter Feldmann, Oberbürgermeister und Vorsitzender des Aufsichtsrates der FRM GmbH sagte: „Frankfurt und Guangzhou verbindet weitaus mehr als eine 30-jährige Städtepartnerschaft. In Guangzhou verschmilzt die chinesische Tradition mit der Moderne. Auch Frankfurt ist eine Stadt mit jahrhundertealter, international geprägter Tradition. Und nicht zu vergessen: Beide Städte sind Wirtschaftszentren ihres jeweiligen Kontinents. Beide Städte sind wichtige Logistik- und Handelszentren sowie bedeutende Messe- und Finanzplätze und weltweit hervorragend angebunden. Insofern ist es nur folgerichtig, dass wir unsere Stärken in diesen Bereichen ausspielen und hier offensiv für uns werben.“

„FRM Investors Award“ für Kingfa, DJI und Mindray Medical

Zum ersten Mal verleiht die FrankfurtRheinMain GmbH den „FRM Investors Award“ an Unternehmen aus der Region Guangdong, die sich um die Region FrankfurtRheinMain besonders verdient gemacht haben. Preisträger sind der aus Guangzhou stammende Polymerproduzent Kingfa Science & Technology sowie der Drohnenhersteller DJI und der Medizintechnikhersteller Mindray Medical International Ltd. aus Shenzhen. 

Kingfa Science & Technology siedelte sich 2016 im Industriepark Kalle Albert Wiesbaden an und beliefert seither seine Kunden mit Spezialkunststoffen, die in FrankfurtRheinMain produziert werden. 

DJI aus Shenzhen ist mit einem Marktanteil von 70 Prozent Weltmarktführer im Bereich unbemannte Flugtechnik. Im Jahr 2015 eröffnete der Drohnenhersteller seine Europazentrale in Frankfurt am Main. DJI entwickelt innovative Kameratechnologien für Luftbildfotografie und Filmproduktionen. 

Mindray Medical International Ltd. aus Shenzhen ist schon seit zehn Jahren Teil der internationalen Businesscommunity von FrankfurtRheinMain. Der Medizintechnikhersteller mit 32 Standorten und etwa 7600 Mitarbeitern weltweit versorgt medizinische Einrichtungen in mehr als 190 Ländern. Von Darmstadt aus organisiert Mindray Medical seine europaweiten Vertriebsaktivitäten.

„FrankfurtRheinMain ist einer der Hauptmotoren der deutschen Wirtschaft. Gleichzeitig ist die Metropolregion der zentrale Anlaufpunkt für die chinesische Wirtschaft in Deutschland. Über 850 Unternehmen und Institutionen aus China haben sich bereits hier angesiedelt und bauen ihr Europa-Geschäft erfolgreich auf und aus. Dazu gehören auch die drei ausgezeichneten Unternehmen, die wir bei ihren geschäftlichen Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Wirtschaftsförderungen und Industrieparks unterstützt haben“, sagte Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region.

Präsentation des geplanten Innovationszentrums von Merck in Guangzhou

Für das Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck ist China ein wichtiger Wachstumsmarkt. Das Unternehmen aus der Rhein-Main-Region ist bereits seit 85 Jahren in China aktiv. Merck unterzeichnete am Montag, 12. November, eine Vereinbarung mit dem Entwicklungsbezirk Guangzhou, auf deren Basis das Unternehmen in Guangzhou ein Kompetenzzentrum für Innovationen – ein sogenanntes Innovation Hub – errichten wird. Dieses soll im September 2019 eröffnet werden. Bereits im Februar wurde von der Firma ein Innovation Hub in Shanghai eröffnet. 

Das Unternehmen arbeitet mit Partnern vor Ort zusammen, um eine starke Plattform für Merck und deren Geschäftspartner aufzubauen, um Innovationen im südlichen China voranzutreiben. Gleichzeitig stärkt Merck damit seine Präsenz in diesem pulsierenden Innovationsökosystem. 

Die chinesischen Innovationszentren von Merck werden dazu beitragen, dass die Entwicklung von Innovationen an Tempo gewinnt. Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung & CEO Performance Materials von Merck, präsentierte die Strategie, die Merck mit dem Innovationszentrum verfolgt, in Anwesenheit der Frankfurter Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Feldmann. 

„Es war hoch interessant zu erfahren, wie die Firma Merck mit ihrem Konzept der Innovationszentren in Guangzhou künftig forschen wird“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister. „Zudem zeigt das Investment von Merck in eindrucksvoller Weise, wie eng die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unserer Region und China sind.“ 

Im Anschluss reist die Delegation weiter nach Shanghai.

FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region

FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region ist die Standortmarketinggesellschaft der Region FrankfurtRheinMain, die sich aus 29 Kreisen, Städten und Verbänden zusammensetzt. Aufgabe der Gesellschaft ist es, ausländische Unternehmen über Standortvorteile zu informieren und für die Region zu gewinnen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von FrankfurtRheinMain zu fördern und die Wahrnehmung im Ausland zu stärken. Die FrankfurtRheinMain GmbH ist der zentrale Ansprechpartner in der Region für alle Anfragen bei Ansiedlungen von Unternehmen aus dem Ausland.

 

 


ZOOKUNFT 2030+: Der Zoo Frankfurt hat die Arbeit an einer Konzeptstudie zur zukünftigen Entwicklung aufgenommen

(ffm) Zu seinem Amtsantritt im Februar kündigte der neue Zoodirektor Miguel Casares an, möglichst zügig eine zukunftsfähige Vision für den Frankfurter Zoo zu entwickeln. Eine Aufgabe, der er sich mit seinem Team in den letzten Monaten intensiv gewidmet hat. Am Dienstag, 13. November, findet nun der erste in einer Reihe von Workshops zusammen mit einem renommierten Zooplanungsbüro statt. Das Ziel ist die Entwicklung einer Konzeptstudie. Im Frühjahr 2019 soll sie vorliegen und als Basis für einen Masterplan dienen, der die Entwicklung des Zoos in den nächsten 15 Jahren detailliert aufzeigen wird.

Für die Entwicklung der Konzeptstudie ZOOKUNFT 2030+ hat der Zoo ein Planungsbüro beauftragt, das den Prozess in Hinblick auf die Analyse des Istzustandes und die zukünftige Gestaltung des Zooareals begleitet. Am Ende steht die Visualisierung, die es ermöglicht, die erarbeiteten Pläne in Bildern erfahrbar zu machen und für das Projekt zu werben. Zur Angebotsabgabe für die Erstellung der Studie wurden insgesamt sechs namhafte Zooplanungsbüros aufgefordert. Die Wahl fiel auf das in Madrid ansässige Planungsbüro The Logical Zoo – Zoo and Aquarium Design & Consultancy. Das Unternehmen bringt viel Erfahrung mit und hat schon in einigen großen Zoos, wie im Bioparc Fuengirola, im Bioparc Valencia und im Zoom Torino, seine Handschrift hinterlassen.

Die Arbeit des neuen Zoodirektors am Entwicklungsplan für den Zoo hat Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, von Anfang an begleitet: „Ich freue mich, dass die Ideen des Zoos nun beginnen, Gestalt anzunehmen und ich bin sicher, dass wir hier zu einem schönen, zukunftsweisenden, aber auch realitätsnahen Ergebnis kommen werden.“

Finanziert wird die Erstellung der Konzeptstudie aus Mitteln der KfW Stiftung, die den Zoo seit Jahren fördert, sowie aus Mitteln der Stiftung Zoo Frankfurt.

Die Konzepterstellung basiert auf grundsätzlichen Überlegungen zu einem zeitgemäßen und zukunftsfähigen Zoobetrieb zum einen; zum anderen auf der spezifischen Entwicklung des Frankfurter Zoos als ein Zentrum für Natur- und Artenschutz mit überregionaler Wirkung. Bei der Konzepterstellung wird der Zoo eng mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) zusammenarbeiten. 

Zoodirektor Miguel Casares sieht den anstehenden Aufgaben mit viel Freude entgegen: „Wir werden größte Herausforderungen meistern und im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen müssen, um den Zoo Frankfurt in die Zukunft zu führen. Aber mein Team und ich sind mit viel Herzblut und Knowhow bei der Sache. Wir wissen, dass wir die Menschen begeistern müssen, um ein Bewusstsein für Tiere und die biologische Vielfalt in der Natur – immerhin die Lebensgrundlage auch für uns Menschen – zu schaffen. Faszination und Information werden daher die Leitlinien unserer Arbeit sein.“

Hintergrund zur Erstellung der Konzeptstudie ZOOKUNFT 2030+ – Entwicklungsplan für den Zoo der Stadt Frankfurt am Main

In den vergangenen Jahren haben sich die lokalen, regionalen wie auch globalen Rahmenbedingungen für den traditionsreichen Frankfurter Zoo dramatisch verändert. Der auf allen Ebenen zu verzeichnende Verlust an biologischer Vielfalt ist eine akute Gefahr für die Sicherung der Lebensgrundlagen. Wie alle anderen biowissenschaftlichen Einrichtungen steht der Zoo in der Verantwortung, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln diesem Trend entgegenzustellen. 

Aufbauend auf diesem Hintergrund gilt es, einen Strategieplan zu erstellen, der im Wesentlichen auf die nächsten 15 Jahre ausgerichtet und in drei Phasen von je circa fünf Jahren eingeteilt sein wird. Zur Festlegung der Ziele wurden vier Arbeitsfelder definiert:

1. Tiere erleben – Tierbestand und Tierhaltung
2. Natur bewahren – Biologische Vielfalt, Naturschutz und Nachhaltigkeit
3. Menschen erreichen – Kommunikation, Erscheinungsbild und Angebote
4. Gemeinsam wirken – Team und Leitbild 

Im Zentrum aller Aktivitäten steht die glaubwürdige Vermittlung der „Faszination Wildtier“. Dazu müssen die Tieranlagen von den Zoobesucherinnen und -besuchern als Lebensräume wahrgenommen werden, die die Bedürfnisse der Zootiere vollständig erfüllen. Die vielfach hoffnungslos veralteten Gehege müssen Schritt für Schritt durch neue Anlagen ersetzt werden. Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit sind bei der Umsetzung der Planung in die Praxis zu beachten.

Durch eine enge Verzahnung der Aktivitäten des Zoos mit den Naturschutzanstrengungen der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt soll die Öffentlichkeit sowohl im Zoo selbst, aber auch außerhalb des Zoos adäquat angesprochen und eine Naturschutz-Kultur gefördert werden. 

Neben der rein physischen Umgestaltung des Zoogeländes müssen auch die Kommunikationswege, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Zoos ausgebaut und optimiert werden. 

In Summe sollen alle Maßnahmen zu einer Steigerung der Attraktivität des Frankfurter Zoos führen und die Zoobesucherinnen und -besucher als aktive Multiplikatoren für die Erfüllung der Aufgaben eines führenden Zoos im 21. Jahrhundert gewonnen werden.

 

 


Ein mittelalterliches Kleinod entdecken: Institut für Stadtgeschichte bietet Führung zu Ratgeb-Wandgemälden im Karmeliterkloster an

(ffm) Das Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster, einem historischen und architektonischen Kleinod Frankfurts, bietet am Sonntag, 18. November, eine Führung mit Silke Wustmann zu den Gemäldezyklen von Jörg Ratgeb (um 1480 bis 1526) in Refektorium und Kreuzgang an.

Wer ist die Dame mit dem ausgefallenen schwarzen Hut? Was hat es mit den Männern bei der Einschiffung auf sich? Warum haben die Wandbilder Fehlstellen? Viele Fragen können weder der Audioguide noch die Dauerausstellung umfassend beantworten. Deshalb können sich Interessierte jeden dritten Sonntag im Monat um 15 Uhr einer fachkundigen Führung anschließen, die sich speziell mit den historischen und kunsthistorischen Aspekten der Wandgemälde von Jörg Ratgeb beschäftigt.

Die den heutigen Betrachtern vielfach unbekannte Ikonografie wird ausführlich erläutert, sodass die beeindruckenden Bilder zum Sprechen gebracht werden. Ganz nebenbei ist das Karmeliterkloster zu entdecken. Es ist die einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage in Frankfurt am Main und hat trotz erheblicher Umbauten und Kriegszerstörungen viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt.

Treffpunkt zur Führung ist um 15 Uhr das Foyer im Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen unter www.stadtgeschichte-frankfurt.de sowie auf http://www.facebook.com/isgfrankfurt und www.twitter.com/isg_frankfurt .

 

 


Binger Brezel als Symbol

Lernen zahlt sich aus. Saban Kesen aus Anamur hatte im Binger Backhaus Lüning gelernt, wie man Brezel backt. Nun sind Brezel ein Symbol der seit sieben Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Bingen am Rhein und Anamur in der Südtürkei geworden. In der Fußgängerzone von Anamur herrschte reges Interesse, als eine Binger Reisegruppe original „Binger Brezel“ an die Bevölkerung verteilte und damit symbolisch auf die Städtepartnerschaft und die vielen zwischenmenschlichen Kontakte hingewiesen hatte. Ein regionaler Fernsehsender berichtete von der Aktion und befragte Fußgänger nach deren Meinung. Eine echte Alternative zu dem beliebten Sesamkringel (Simit), war der Tenor.

Die Teilnehmer der vom Freundeskreis Bingen-Anamur organisierten „Kultur- und Wanderreise“ konnten in einer Woche viel erleben. Etwa bei Wanderungen auf die Hügel, von wo aus man einen unbeschreiblichen Blick auf die Stadt und das Meer genießen kann. Die Wanderung am Stausee gehört mittlerweile zum Pflichtprogramm. Je nach Wasserstand ragen Teile der überfluteten Häuser und die Spitze eines Minarett aus dem Wasser. Die Fahrt dorthin führt über den Dragon-Fluß und die berühmte Alaköprü, einer Brücke aus dem 14. Jahrhundert. Von der Pumpstation nahe der antiken Stadt Anemurium und von dort rund 70 Kilometer auf dem Meeresgrund liegen Rohre, die Trinkwasser aus dem Stausee bis nach Nordzypern fördern. In Anemurium, dessen Gründung bis ins 4 Jahrhundert vor Chr. datiert, sind neben dem gut erhaltenen Badehaus, dem Theater oder den Nekropolen auch viele Mosaiken zu bewundern. Eine der Abbildungen ist übrigens auch im Partnerschaftsgarten in den Binger Rheinanlagen zu bewundern.

Warum die Banane krumm ist, das konnte man bei der Führung durch die Bananenplantage erahnen. Die Binger bekamen dort Informationen über den Anbau und die Pflege des „gelben Goldes“, der Haupteinnahmequelle in Anamur. Die Besucher wissen jetzt, wie die grün geernteten Bananen schnell eine gelbe Farbe bekommmen. Phantastische Lichtspiele waren in der Tropfsteinhöhle zu bewundern. Sie wurde erst 2002 von einem Lehrer beim Ausflug mit seinen Schülern zufällig entdeckt und in den letzten Jahren von der Stadtverwaltung mit aufwändigen Treppen, Geländern und Beleuchtung zum Besuch hergerichtet. Für Asthmakranke hat der Aufenthalt heilende Wirkung.

In den Genuss einer Führung durch die Raubritterburg „Marmure Kalesi“ aus dem 3. Jahrhundert kamen die Kultur- und Wanderreisenden nur aufgrund der guten städtepartnerschaftlichen Beziehungen, denn wegen Bauarbeiten ist die Burg für Besucher gesperrt. Auf dem Programm stand ferner der Besuch des Bauernmarktes und des Tierschutzvereins an seinem Tag der offenen Tür. Natürlich durfte auch ein Treffen mit Aktiven der Partnerschaft rund um den Mäuseturm im Partnerschaftspark nicht fehlen.

Der Bürgermeister von Anamur hatte die Binger Gäste in den Garten des Osmanischen Hauses eingeladen und ihnen ein Gastgeschenk überreicht. Sein Stellvertreter Hüseyin Gürel und seine Mitarbeiter hatten es sich nicht nehmen lassen, die Gäste bei den Wanderungen zu begleiten und für die notwendigen Übersetzungen zu sorgen. Das Wetter war für Oktober ausgesprochen warm und nach dem offiziellen Programm ließen es sich die Binger am Hotelstrand gut gehen. Unvergesslich war ein Frühstück direkt am Strand, das der Hotelbesitzer für seine Freunde aus Bingen herrichten ließ.

Die Kultur- und Wanderreise in die Partnerstadt gehört mittlerweile zum Standardprogramm der Aktivitäten. Wegen der großen Zustimmung plant der Freundeskreis Bingen-Anamur die nächste Reise Ende April 2019.

 

 

 



Global denken, regional handeln – im Herzen Europas zusammen stark

(ffm) Nach dreieinhalb Jahren haben sie sich wieder in der Frankfurter Paulskirche versammelt: Landtagsabgeordnete, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte, Geschäftsführer, Kammerpräsidenten und viele Menschen, die ein Interesse an einer zukunftsfähigen Metropolregion haben.

Mit der Veranstaltung „Metropolregion FrankfurtRheinMain: Global denken, regional handeln – im Herzen Europas zusammen stark“ am Dienstag, 16. Oktober, setzte Oberbürgermeister Feldmann erneut ein deutliches Zeichen und betonte, wie wichtig der stete Diskurs ist. „Eine Region mit 5,7 Millionen Einwohnern, einer polyzentrischen Struktur und einer Heterogenität, die ihresgleichen sucht, wird immer mit Reibungsflächen funktionieren. Aber die Themen, an denen wir uns reiben, sind zum Wohl aller in unserer Gesellschaft, auch die zentralen Innovationstreiber“, so Feldmann in seiner einleitenden Begrüßungsrede. Aufbauend auf den elf Themenfeldern, die bereits in der „Erklärung zur Zukunft der Metropolregion“ aus dem Jahr 2015 definiert wurden, sollen künftig gezielte Maßnahmen und Projekte abgeleitet werden. Seit August 2018 liegt nun eine umfangreiche Studie „FRM2030“ vor, die sich dieser herausfordernden Aufgabe gestellt hat und neben Analysen und Bestandsaufnahmen zahlreiche gute Projektideen und Denkanstöße beinhaltet. Beispielhaft zu nennen ist hier die Anregung, dass FrankfurtRheinMain künftig die Wohnraumschaffung gemeinsam und abgestimmt managt. Eine Anregung ist zudem, dass künftig Stadtentwicklungskonzepte mehr auf Zuwanderung ausgerichtet sein sollten. Als in Planung befindliche Maßnahme nennt die Studie die Multifunktionsarena am Kaiserlei, ein herausragendes Projekt interkommunaler Zusammenarbeit, oder auch die Nordmainische S-Bahn als Verkehrsinfrastrukturprojekt von großer Bedeutung. 

Die beiden Podiumsdiskussionen als Teil der Veranstaltung zeigten deutlich das Verlangen nach funktionierenden länderübergreifenden Lösungen auf der Basis von Freiwilligkeit. Spannend war die Diskussion um die Frage, ob das Metropolgesetz, welches 2019 ausläuft und nun novelliert wurde, tatsächlich geeignet ist, die Region in den wichtigen Fragen voranzubringen. Kritik wurde im Vorfeld des Novellierungsprozesses auf der kommunalen Ebene zu genüge laut. Die wenigsten Anmerkungen im Zuge der Evaluierung wurden in die Gesetzesneufassung aufgenommen, so dass schon vor in Kraft treten des Gesetzes der Wunsch nach Nachbesserung geäußert wird. So gilt es bei einer neuerlichen Gesetzesfassung zu berücksichtigen, dass der geografische Zuschnitt der Metropolregion über die Grenzen des Regionalverbandes hinaus definiert werden muss. Zudem ist spezifischer festzulegen, welche Kompetenzen dem Regionalverband zustehen und welche Aufgabenwahrnehmung damit verbunden ist. 

Die folgende Diskussion thematisierte konkrete Schritte, die eingeleitet werden müssen, um die gemeinsam gesetzten Ziele zu erreichen. Unter Moderation von Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMainGmbH International Marketing of the Region, lieferten sich hier die Redner einen konstruktiven Schlagabtausch. Neben vielen positiven und bereits installierten Maßnahmen wurden auch solche thematisiert, die noch angegangen werden müssen. Beispielhaft zu nennen ist der Ausbau des ÖPNV und des Straßenverkehrsnetzes in FrankfurtRheinMain sowie die gemeinsame Suche nach Lösungen für das immer gravierender werdende Problem der Wohnraumschaffung.

Konsens besteht zwischen allen Beteiligten, dass die Herausforderungen, vor denen die Region aufgrund der anhaltend guten konjunkturellen Lage, dem steten Zuzug und der begrenzten Ressourcen steht, nur gemeinsam bewältigt werden können. Aus diesem Grund verwies Feldmann in seinem Abschluss-Statement auf eine erneute Willensbekundung, die symbolisch durch die drei Städte Mainz, Aschaffenburg und Frankfurt unterzeichnet wurde, aber gleichzeitig die Forderungen aus der gesamten Region darstellt. Nicht nur die Landesregierung wird hierbei zu einem Bekenntnis zur Region aufgefordert, sondern konkret jeder Einzelne, der mit seiner Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten kann. „Ich fordere Sie auf: Zeigen Sie Flagge und bekennen Sie sich zur Region. Seien Sie Rhein-Mainer und leisten Sie die Unterschrift!“, so Feldmann.

 

 


Vizebürgermeister von London zu Besuch in Frankfurt

(ffm) Londons Vizebürgermeister Rajesh Agrawal ist am gestrigen Montag, 15. Oktober, von seinem Frankfurter Bürgermeister-Kollegen Uwe Becker im Kaisersaal des Römers im Beisein der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, Oliver Schwebel, der FrankfurtRhein Main GmbH, Eric Menges und der Hessen Trade & Invest GmbH, Dr. Rainer Waldschmidt, empfangen worden. 

Der Besuch machte die Notwendigkeit einer zukünftig engen Partnerschaft zwischen London und Frankfurt deutlich. „Es geht darum, im Sinne unserer Unternehmen sinnvoll zu kooperieren“, sagte Vizebürgermeister Agrawal. Uwe Becker betonte die Chance „eine noch stärkere Brücke zwischen London und Frankfurt zu bauen und zu einer dauerhaften Partnerschaft zwischen den beiden Finanzplätzen gerade auch nach dem Brexit“ zu kommen.

Die Londoner Delegation ist zwei Tage in Frankfurt zu Gast und trifft sich mit zahlreichen Unternehmen und Institutionen, um mögliche Kooperationen zwischen den Städten Frankfurt und London zu besprechen. Weiterhin wurden Fragen erörtert, die sich aus dem Brexit ergeben und die Zukunft Londons in den Fokus zu stellen. Agrawal ist vor allem als ehemaliger Entrepreneur aus dem Fintec-Bereich an einer engeren Zusammenarbeit mit Frankfurts Banken und Fintecs interessiert. Der Geschäftstermin zeichnete sich durch Offenheit und beidseitigem Willen aus, Fragen und Problemstellungen gemeinsam zu lösen.

 

 


Forscherehepaar erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Oberbürgermeister Peter Feldmann würdigt Aleida und Jan Assmanns ‚wichtigen und objektiven Beitrag zur Wissenschaft‘

(ffm) Am Sonntag, 14. Oktober, wurden Aleida und Jan Assmann in der Frankfurter Paulskirche mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. „Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2018 an Aleida und Jan Assmann und ehrt damit ein Forscherpaar, das sich in seiner Arbeit seit Jahrzehnten wechselseitig inspiriert und ergänzt“, heißt es in der Begründung des Stiftungsrats des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. 

Die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und ihr Ehemann, der Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann, sind erst das zweite Ehepaar, welches mit dem prestigeträchtigen und mit 25.000 Euro dotierten Literaturpreis ausgezeichnet wird. Bereits 1970 erhielten Alva und ihr Mann Gundar Myrdal den Friedenspreis.

Das Ehepaar Assmann in diesem Jahr mit dem Friedenspreis auszuzeichnen, sei eine Entscheidung, „die richtiger nicht hätte sein können“, betonte Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Ansprache. Denn die Auszeichnung Aleida und Jan Assmanns sei „eine Entscheidung für Objektivität, für Wissenschaft, für klare Gedanken und gegen Geschichtsvergessenheit. Das passt alles so gut in unsere Stadt Frankfurt – die Wissenschaftsstadt, die Stadt der Frankfurter Schule und der Geschichtsforschung – einer Stadt, die aus ihrer eigenen Geschichte schöpft“, sagte Feldmann. 

In der Begründung des Stiftungsrats des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels heißt es weiter: „Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann greift mit ihren wissenschaftlich fundierten Studien engagiert die immer wieder neu virulenten Themen von Geschichtsvergessenheit und Erinnerungskultur auf. Angesichts einer wachsenden politischen Instrumentalisierung der jüngeren deutschen Geschichte leistet sie in hohem Maße Aufklärung zu Fragen eines kulturellen Gedächtnisses einer Nation. Ihr Werk weist darauf hin, dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit grundlegende Bedingung für ein friedliches Miteinander ist.“

Ihr Ehemann Jan Assmann habe durch „sein umfangreiches wissenschaftliches Werk internationale Debatten um Grundfragen zu den kulturellen und religiösen Konflikten unserer Zeit angestoßen. Mit seinen Schriften zum Zusammenhang von Religion und Gewalt sowie zur Genese von Intoleranz und absolutem Wahrheitsanspruch leistet er einen unverzichtbaren Beitrag zum Verständnis der Friedensbereitschaft und Friedensfähigkeit der Religionen in der Weltgesellschaft von heute.“

„Ihre Forschung lehrt uns, aus der Vergangenheit Schlüsse für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen, zunächst aber Klarheit über diese Vergangenheit zu haben. Nur so lässt sich gesellschaftlicher Frieden bewahren, nur so lassen sich Ideale und Träume verwirklichen“, honorierte Peter Feldmann das Schaffen des Forscher-Ehepaars. Gerade derzeit sei es an der Zeit, „sich Geschichte wieder bewusst zu machen und Orte wie die Paulskirche über alle Bevölkerungsgruppen hinweg zum Ort der Debatte zu machen. „Von einer Stadt der Wissenschaft, von einer Stadt der Demokratie, von Frankfurt geht heute mit dieser Preisverleihung ein starkes Zeichen aus. Ja, richtiger hätte eine Entscheidung nicht sein können wie für die beiden diesjährigen Friedenspreisträger“, sagte der Oberbürgermeister abschließend.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird seit 1950 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Hermann Hesse (1955), Karl Jaspers ( 1958), Nelly Sachs (1965), Astrid Lindgren (1978), Václav Havel (1989), Amos Oz (1992), Susan Sonntag (2003) und Orhan Pamuk (2005).

Die Laudatio hielt in diesem Jahr der deutsch-amerikanische Romanist und Literaturhistoriker Hans Ulrich Gumbrecht. 

Weitere Informationen zur beruflichen und privaten Vita der diesjährigen Preisträger gibt es unterhttp://www.boersenverein.de/445722/?aid=1478904 im Internet. 

 

 


Frankfurt feiert Fastnacht

Vorbereitung für die 5. Jahreszeit im vollen Gange

(ffm) Nur noch knapp fünf Wochen und schon beginnt mit dem 11.11. die Frankfurter Fastnacht. Zum Kampagnenstart ist der Grosse Rat der Karnevalvereine Frankfurt mit seinen angeschlossenen Vereinen natürlich schon seit Wochen und Monaten mit der Planung und Organisation beschäftigt. Unter dem Motto „Das FastnachtsFESt ist eine Zier – keiner macht das so wie wir!“ startet auch in diesem Jahr eine Fastnachts-Casting am Sonntag, 21. Oktober. 

Gemeinsam mit der FES als prinzliches Haus geht es dann zur Eröffnungsveranstaltung am 11.11. mit Präsentation des Frankfurter Prinzenpaares im Nordwestzentrum so richtig los. Auch der Kartenvorverkauf für die Fastnachts-Gala am 17. November, die Inthronisationssitzung des Prinzenpaares, der Kinder- und Jugendsitzung und natürlich auch für die Kultsitzungen Rosa Cloudchen sind jetzt freigeschaltet. Mehr Infos zu allen Terminen, zum Kartenvorverkauf und auch die Termine der angeschlossenen Vereine findet man unter http://www.grosser-rat.de .

 

 


Laufen für Europa: Sportdezernent Markus Frank unterstützt den European Youth Marathon

(ffm) Am Sonntag, 28. Oktober, Punkt 11 Uhr starten Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren an der Messe zum ersten European Youth Marathon über 4,2 Kilometer durch die Innenstadt. Schüler aus ganz Hessen, Berufsschüler, Azubis und Studierende laufen für die europäische Idee.

Alle Jugendlichen, die zum ersten European Youth Marathon ihre Sportschuhe schnüren, nehmen an einer Verlosung teil. Verlost werden drei hochwertige Fahrräder in der Woche nach dem Marathon.

Alle Jugendlichen sind aufgerufen mitzumachen unter dem Motto: Run to save Europe!

Die Initiative „My Europe“ wurde 2011 ins Leben gerufen. Deren Erfolg mündete 2016 in der Gründung des gemeinnützigen unabhängigen Vereins „My Europe 2100“. Das Projekt „European Youth Marathon“ ist das erste Projekt des Vereins in dieser Dimension. Zuvor hat „My Europe“ in den einzelnen europäischen Ländern Workshops für Jugendliche durchgeführt und sie mit Unternehmern, Wissenschaftlern, Politikern und Medienvertretern zusammengebracht. Die Workshops werden auch weiterhin eine zentrale Säule der Arbeit von „My Europe 2100“ darstellen.

Weitere Informationen zum Verein finden sich unter http://www.my-europe.org im Internet.

 

 

Geöffnete Waldtore im Stadtwald:Geöffnete Waldtore im Stadtwald: Gefahr für Mensch und Tier

(ffm) Der letzte Wildunfall auf der Darmstädter Landstraße zwischen Frankfurt und Neu-Isenburg liegt nur wenige Tage zurück. Bei dem Zusammenstoß mit einem Auto wurde ein Damhirsch getötet. Der Fahrer kam glücklicherweise mit dem Schrecken sowie einem Blechschaden am Auto davon.

Inzwischen konnte die Frage geklärt werden, wie das Tier trotz Waldzaunes auf die Fahrbahn gelangen konnte: Unbekannte haben in den vergangenen Tagen einige Waldtore zur Darmstädter Landstraße hin geöffnet. Und nicht nur das: Die Tore wurden auch mit Stöcken fixiert, so dass sie nicht wieder zufallen konnten. Diese fahrlässige Handlung gefährdet Mensch und Tier! 

Die auf die Straße geratenen Tiere finden in der Regel das Tor nicht wieder und laufen dann an der Straße entlang. Insbesondere in der Dämmerung und nachts entstehen so sehr gefährliche Situationen sowohl für Autofahrerinnen und Autofahrer als auch für Wildtiere.

Um solche Situationen zu vermeiden, weist die Abteilung StadtForst des Grünflächenamtes noch einmal eindringlich darauf hin, dass die Waldtore stets geschlossen bleiben müssen. 

Waldbesucher werden gebeten, bei entsprechenden Beobachtungen den zuständigen Revierförster,Lars Eckert unter Telefon 0151/12070010 zu informieren.

 

 


Buntgemustert statt kleinkariert

Banner an der Seufzerbrücke wirbt für Demokratie und Vielfalt

(ffm) „Hessen wählt buntgemustert statt kleinkariert“ – so steht es auf dem Banner des Römerbergbündnisses, das am Montag, 15. Oktober, an der sogenannten „Seufzerbrücke“ aufgehängt wurde. Damit hat es einen prominenten Platz: Die Brücke verbindet den Römer mit dem Nachbargebäude am Paulsplatz.

„Das Banner ist ein starkes, buntes Signal. Jeder, der nun hier vorbeiläuft, wird durch einen Blick daran erinnert, dass Demokratie die Grundlage unseres Zusammenlebens ist – und in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. Unsere Grundwerte sind nicht verhandelbar, wir alle müssen für sie einstehen. Denn die Geschichte lehrt uns: Hass, Ausgrenzung aufgrund der Hautfarbe, Religion oder Herkunft haben noch nie auch nur etwas einzig Gutes hervorgebracht! Das ist auch die Botschaft von uns Frankfurter Demokraten und unserem Verständnis des Vermächtnisses der Frankfurter Paulskirche“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. 

Feldmann lobte die Initiative des Römerbergbündnisses: „Das Römerbergbündnis passt zu Frankfurt: Wir sind eine vielfältige und gerade dadurch erfolgreiche Stadt. Hier ist kein Platz für Ausländerfeindlichkeit, Homophobie, Antisemitismus und jegliche Form der Diskriminierung.“

Das Banner wird bis zur Landtagswahl am 28. Oktober zu sehen sein, vier weitere sollen an der Friedensbrücke, der Ignatz-Bubis- sowie an der Flößerbrücke und am Holbeinsteg angebracht werden. Mit ihnen will das Römerbergbündnis im hessischen Landtagswahlkampf ein Zeichen für Demokratie und Vielfalt setzen.

Beim Termin an der Seufzerbrücke waren neben Peter Feldmann auch Philipp Jacks, Geschäftsführer DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, Johannes zu Eltz, Stadtdekan der Katholischen Kirche, Jennifer Marställer, Direktorin Jüdische Gemeinde, Achim Knecht, Stadtdekan der Evangelischen Kirche, und Vanessa Lehr, Vorsitzende Frankfurter Jugendring, vertreten.

Das Römerbergbündnis wurde 1978 gegründet, um einen breiten Widerstand zu schaffen gegen Versuche der NPD und anderer nationalistischer Akteure, in Frankfurt Fuß zu fassen. Ziel des Bündnisses ist es, rechte Tendenzen zu bekämpfen und gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung die Stimme zu erheben.

Fotos

 

 

Zehn Jahre OPEN BOOKS: Das Lesefest im Herzen der Stadt

(ffm) Das städtische Lesefest OPEN BOOKS erlebte im zehnten Jahr seines Bestehens einen Besucheransturm. Von den 140 Veranstaltungen mit 180 Autoren an fünf Tagen waren so gut wie alle bis auf den letzten Platz besetzt, immer wieder mussten die Säle wegen des großen Andrangs geschlossen werden. Das Kulturamt Frankfurt als Veranstalter zählte 2018 an den Tagen vom 9. bis 13. Oktober 18.000 Besucher, die das Angebot der Stadt, die neuesten Bücher des Herbsts kompakt und in einem schönen Ambiente vorgestellt zu bekommen, begeistert annahmen. Es ist ein deutlicher Zuwachs an Besucherinnen und Besucher aus der Umgebung festzustellen. Auch „Literatur im Römer“ mit acht Autoren an einem Abend war wieder ein enormer Besuchermagnet. Die Warteschlange ging quer über den Römer. 

Die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, Ina Hartwig, war von der großen Resonanz auf OPEN BOOKS und Literatur im Römer begeistert: „Im zehnten Jahr seines Bestehens hat das städtische Lesefest OPEN BOOKS einen Quantensprung gemacht. Die Neugier auf die neue Altstadt erweist sich als Glücksfall für das rund um den Römerberg stattfindende Lesefest. Die Besucher aller Altersklassen strömten zu Scharen in die Lesungen. Bei dieser großen Resonanz braucht man sich um die Buchkultur wohl keine Sorgen mehr zu machen.“ 

Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, ergänzt: „OPEN BOOKS hat mit der neuen Altstadt eine wunderbare Kulisse bekommen. Wir werden das Lesefest zur Buchmesse im kommenden Jahr um Räume in der Altstadt erweitern. Lesungen im Herzen der Stadt sind das Markenzeichen von OPEN BOOKS. Der freie Eintritt und die Einteilung in die Sparten Sachbuch, Belletristik und Internationale Literatur sind weitere Faktoren des großen Erfolgs.“ 

 

 

Über 250.000 Besucher: Alle wollten zum Altstadtfest

(ffm) Drei Tage lang haben die Frankfurter – und nicht nur sie, sondern auch Tausende Besucher aus der Region und der ganzen Welt – Besitz genommen von ihrer neuen Altstadt. Vom 28. bis 30. September tummelten sich zwischen 250.000 und 300.000 Menschen in den Gassen unterhalb des Doms, auf dem Römerberg und zu beiden Seiten des Mains. Besonders hervorzuheben ist die friedliche, entspannte Stimmung, die unter den Gästen herrschte – selbst dann, wenn es an der einen oder anderen Stelle mal enger wurde.

 

„Nicht nur das Fest selbst, auch zu sehen, dass so viele Menschen durch Frankfurts neues Herz schlenderten, ausgiebig die Fassaden betrachteten, Meinungen austauschten, Musik, Theater und die Drohnen-Choreographie über dem Main genossen, war eine große Freude für mich“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Ich wünsche mir, dass die Begeisterung für dieses architektonische Meisterwerk nicht abreißt. Kommen Sie wieder – damit unsere neue Altstadt so lebendig wird wie sie es einst war.“

 

Die Tourismus- und Congress Gesellschaft Frankfurt (TCF), die Oper Frankfurt, die Museen, die evangelische und katholische Kirche und viele mehr boten den Besuchern ein Programm, wie es Frankfurt noch nicht gesehen hat: Pop, Bigband und Opernarien auf zwei Bühnen, Goethe und Stoltze, Kaiserkrönungen, ein Kriegsschiff aus dem antiken Rom und eine Frankfurter Begrüßungsformel - von Kelechi Onyele speziell zum Altstadtfest entwickelt.

 

 

Höhepunkt des Festwochenendes war die Uraufführung von „Sternenbilder – eine Symphonie für die Frankfurter Altstadt“. Das Frankfurter Atelier Markgraph hat dafür zusammen mit den Dienstleistern bright! und Sky Magic eine Drohnen-Choreographie entwickelt, bei der Lichtspiel, eigens komponierte Musik und Textpassagen zu einer Hommage an Frankfurt verschmolzen. Schon bei der Generalprobe am Freitageabend säumten Tausende die Mainufer. Am Samstagabend dann: tosender Applaus für das Drohnenballett über dem Fluss.


 

Wahl der Frankfurter Sportler des Jahres 2018

 

(ffm) Die achte Frankfurter Sportgala wird am 17. November in den Mainarcaden stattfinden. Hier werden die Frankfurter Sportlerinnen und Sportler zum Abschluss des Sportjahres in sieben Kategorien ausgezeichnet. Bei der Wahl kann jeder mitmachen und seine Favoriten der Kategorien „Sportlerin des Jahres“, „Sportler des Jahres“ und „Mannschaft des Jahres“ wählen. Ab sofort und noch bis zum 4. November besteht unter http://www.sportlerehrung-frankfurt.de die Möglichkeit des Online-Votings. In den Kategorien „Nachwuchssportler/in des Jahres“, „Behindertensportler des Jahres“ und „Trainer des Jahres“ werden die Siegerinnen und Sieger werden durch eine Fachjury bestimmt.

 

„Jedes Jahr ehren wir im Rahmen der Frankfurter Sportgala Athletinnen und Athleten für ihre besonderen Leistungen“, sagt Stadtrat Markus Frank und ergänzt: „Auch wenn es die Auswahl nicht einfacher macht, freut es mich sehr, dass in jedem Jahr so viele erfolgreiche Frankfurter Athleten und Athletinnen für die Nominierung in Frage kommen, wie Carolin Schäfer, Jan-Philipp Glania und die Eintracht. Wir können gespannt sein, wer sich den jeweiligen Titel in diesem Jahr verdient.“

 

Alle Sportler, die zur Wahl stehen, starten entweder für einen Frankfurter Verein oder haben ihren Wohnsitz in Frankfurt am Main. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Abstimmung verlost das Sportamt der Stadt Frankfurt Eintrittskarten für die Frankfurter Sportgala.

 

 

Eine Übersicht der Nominierten findet sich beigefügten PDF. Weitere Informationen zur Frankfurter Sportgala sind auf der Homepage http://www.sportlerehrung-frankfurt.de oder auf Nachfrage per E-Mail über frankfurter.sportlerehrung@stadt-frankfurt.de erhältlich.

 

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Galerie Goldstein präsentiert Ausstellung ‚4 Zines‘

(ffm) Die Schau „4 Zines“ in der Galerie Goldstein ist mit Unterstützung des städtischen Kulturamtes entstanden. Sie präsentiert neben anderem Werke von Perihan Arpacilar, Snezana Milenkovic, Franz von Saalfeld und Juewen Zhang, erschienen im Züricher Nieves-Verlag. Die Galerie lädt am Samstag, 29. September, 19 Uhr, zur Eröffnung in ihre Räume Schweizer Straße 84. Der Schweizer Generalkonsul Urs Widhammer würdigt die Schau mit einem Grußwort. 

Zines sind meist von Künstlern und Fans selbst hergestellte Hefte, inhaltlich experimentell und konzentriert auf ein Sujet. Die Produktion ist unkompliziert, die Auflage klein. Im Umfeld von Künstlergruppen und Kunsthochschulen sind Zines eine oft genutzte Form des Self Publishing, also der selbständigen Publikation eigener Arbeiten.

Die Schau läuft bis zum 3. November. Weitere Details finden sich im beigefügten PDF.

 

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10 Jahre Open Books: 138 Lesungen mit 180 Autoren beim Lesefest rund um den Römer

Fest bietet ein vielfältiges Kulturprogramm zum Ehrengastland Georgien

(ffm) Zum zehnten Mal findet in diesem Jahr das Lesefest OPEN BOOKS statt. Vom 9. bis 13. Oktober präsentieren rund um den Römer 180 Autorinnen und Autoren bei 138 Veranstaltungen ihre neuen Bücher. Auch das Angebot für Kinder wurde erweitert und lädt zu 16 Lesungen am Buchmessen-Wochenende in das Junge Museum am Römerberg ein.

 

„10 Jahre OPEN BOOKS – was 2009 im Frankfurter Kunstverein seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile zu einem wahren Publikumsrenner nicht nur für Lesebegeisterte entwickelt. Mit hochkarätig besetzten Lesungen, Buchvorstellungen und Literaturgesprächen gelingt es dem städtischen Lesefest Jahr für Jahr, die Welt der Bücher auf inspirierende Art und Weise erlebbar zu machen – seit der Premiere von OPEN BOOKS KIDS vergangenes Jahr sogar über alle Altersgruppen hinweg“, lobt Kulturdezernentin Ina Hartwig das bewährte Veranstaltungskonzept.

 

Rund 80 Verlagshäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die Möglichkeit, die Novitäten ihres Herbstprogramms bei OPEN BOOKS vorzustellen. Neben den Veranstaltungen zu deutschsprachiger Belletristik, neuen Sachbüchern und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Georgien stattfinden. Zur Eröffnung von OPEN BOOKS 2018 präsentieren Christian Berkel, Max Czollek, Nino Haratischwili und der am Tag zuvor gekürte Preisträger des Deutschen Buchpreises in der Deutschen Nationalbibliothek ihre neuesten Bücher in Zusammenarbeit mit dem Blauen Sofa. Den Abschluss des Lesefests bildet die große Party in guter Tradition im Literaturhaus Frankfurt. Die Leiterin von OPEN BOOKS, Sonja Vandenrath, verweist auf die große Popularität von OPEN BOOKS: „Das größte Ereignis von OPEN BOOKS ist das Publikum. Seit 2009 schenkt es uns in großer Zahl seine Gunst. Es ist neugierig, offen und hochkonzentriert. Die Zuhörer sind begeistert von dem Angebot, an vier Tagen kompakt die wichtigsten Bücher des Herbstes kennenzulernen und Autorinnen und Autoren persönlich zu erleben. Frankfurt hat auf ein Lesefest wie OPEN BOOKS gewartet. Für die Verlage ist das städtische Lesefest dagegen das Frankfurter Schaufenster für die Herbstsaison geworden.“

 

Bei Literatur im Römer in den Römerhallen stehen die wichtigsten deutschsprachigen Romane des Herbstes im Zentrum. Am Messemittwoch und -donnerstag werden jeweils acht Autoren im kurzen Gespräch mit den Moderatorinnen und Moderatoren Insa Wilke, Gerwig Epkes, Cécile Schortmann und Alf Mentzer ihre neuesten Werke vorstellen. Am Mittwoch, 10. Oktober, lesen Artur Becker, Karen Duve, Dörte Hansen, Michael Kumpfmüller, Inger-Maria Mahlke, Steffen Mensching, Jan Wagner und Meike Wetzel. Am Donnerstag, 11. Oktober, sind María Cecilia Barbetta, Wolf Haas, Alexa Hennig von Lange, Ursula Krechel, Anke Stelling, Stephan Thome, Timur Vermes und Andreas Martin Widmann zu Gast.

 

Georgien ist in diesem Jahr Ehrengast der Buchmesse und wird von einem reichen Rahmenprogramm begleitet. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere georgische Literatur und Kultur in der Stadt Frankfurt vorstellen und präsentieren können. Die zahlreichen Genres unserer neu übersetzten Bücher in deutscher Sprache sowie die wundervolle Kunst aus verschiedenen Epochen zeigen, wie bunt und vielfältig unser Land und unsere ‚georgian characters‘ sind“, so Maia Danelia, Leiterin des Literaturprogramms von „Georgia – Made by Characters".

 

Ausführliche Informationen zum Programm rund um das Ehrengastland Georgien finden sich im angehängten PDF-Dokument sowie das Programmheft zum Download.

 

 

Das gesamte Rahmenprogramm ist im Veranstaltungskalender der Frankfurter Buchmesse abrufbar unter http://www.buchmesse.de/kalender

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Bundesumweltministerium zeichnet Frankfurt sowie weitere 18 Kommunen als Spitzenreiter im Klimaschutz aus

(ffm) Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), Rita Schwarzelühr-Sutter, hat am Mittwoch, 19. September, auf der Konferenz „Masterplankommunen: Vorbilder für den Klimaschutz“ 19 Kommunen eine Plakette als Auszeichnung für ihr vorbildliches Engagement im Klimaschutz verliehen. Für die Stadt Frankfurt am Main, die eine deutschlandweite Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz einnimmt, nahm Umweltdezernentin Rosemarie Heilig die Auszeichnung entgegen. 

„Diese Auszeichnung ist etwas ganz Besonders für Frankfurt am Main, weil sie für das Engagement zahlreicher Menschen, Unternehmen und Institutionen steht, die sich in unserer Stadt für den Klimaschutz einsetzen“, bedankte sich Rosemarie Heilig. Gleichzeitig zeige sich in den Auszeichnungen auch, dass die innovative Kraft für den Klimaschutz in Deutschland vor allem von den Kommunen ausgeht, sagte Heilig weiter. Mit dieser Auszeichnung läuft nun auch das Förderprojekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ des BMU aus. Frankfurt am Main wird weiterhin an den im Projekt festgelegten Zielen „Reduktion der CO2 Emissionen um 95 Prozent gegenüber 1990 und Einsparung der Endenergie um 50 Prozent bis zum Jahr 2050“ festhalten. „Klimaschutz war und ist auch weiterhin für Frankfurt am Main eine herausfordernde Aufgabe, die wir gemeinsam als Stadtgesellschaft wahrnehmen werden“, ergänzt Heilig ihren Ausblick in die Zukunft. 

Ausführliche Hintergrundinformationen finden sich im beigefügten PDF-Dokument. 

Kontakt für die Medien: Ulrike Wiedenfels, Telefon 069/212-73340, Andreas Steffen, Telefon 069/212-44568, E-Mail presse.energiereferat@stadt-frankfurt.de

 

 


 Ausbildungsstart 2018: Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt 220 neue Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Montag, 3. September, 220 neue Auszubildende und Studierende mit ihren Eltern und Begleitern im Kaisersaal des Römers begrüßt. Auch Personaldezernent Stefan Majer und der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates Christian Barthelmes richteten sich mit Ansprachen an die neuen Nachwuchskräfte.

Feldmann betonte, wie wichtig die Nachwuchskräfte für die Stadtverwaltung seien. Er sagte, die Stadtverwaltung sei sich ihrer Verantwortung bewusst und habe ihre Ausbildungsquote um über 35 Prozent gesteigert. Er zeigte die Vielfältigkeit der Aufgaben bei der Stadtverwaltung auf, die eine Reihe von unterschiedlichen Ausbildungsberufen erfordere. So waren im Kaisersaal nicht nur die Auszubildenden und Studierenden der Verwaltungs- und IT-Berufe vertreten, sondern auch angehende Gärtner, Forstwirte, medizinische Fachangestellte, Tierpfleger und andere mehr.

Feldmann forderte die Nachwuchskräfte auf, sich stets für die Bürger zuständig zu fühlen und ihnen weiterzuhelfen. Er stellte die Wichtigkeit heraus, mit einer funktionierenden und freundlichen Stadtverwaltung die Grundlagen der Demokratie zu sichern, das friedliche Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu garantieren und auch den Benachteiligten der Gesellschaft zu helfen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und heiße Sie nochmals herzlich willkommen bei der Stadt Frankfurt am Main“, sagte Feldmann.

Personaldezernent Stefan Majer betonte in seiner Rede, ihm liege die qualifizierte Ausbildung von jungen Menschen besonders am Herzen. Über die städtische Zukunftsentwicklung und -sicherung hinaus sei es wichtig, jungen Menschen eine Zukunftsperspektive gegeben. Durch den Wechsel zwischen Theorie- und Praxiseinsätzen in verschiedenen Ämtern sei die Ausbildung sehr abwechslungsreich und vielfältig, so dass zu jedem Zeitpunkt Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigene Ideen gefördert werden. Sein besonderer Dank galt ausdrücklich den Ausbildern für ihr Engagement und die Begleitung der Auszubildenden und Studierenden durch alle Phasen ihrer Ausbildung.

Die Stadtverwaltung sucht bereits jetzt die Nachwuchskräfte für das Einstellungsjahr 2019. Wer sich für die Ausbildungsberufe und -möglichkeiten bei der Stadt Frankfurt interessiert, findet auf der Internetseite http://www.my-ffm.de umfangreiche Informationen oder wendet sich telefonisch über die Servicenummer 069/212-35015 an das Team der Nachwuchswerbung.

 

 

Nach 88 Jahren wieder im Zoo Frankfurt: Binturong – Schleichkatze mit Greifschwanz

(ffm) Seit einigen Tagen kann man ein großes schwarzes Tier im Orang-Utan-Gehege im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald beobachten: Es handelt sich dabei um Binturong Theo. Bär oder Katze? Das Aussehen des Binturongs mit seinem struppigen schwarzen Fell und den spitzen Ohren lässt eine Zuordnung auf den ersten Blick nicht ohne Weiteres zu. Binturongs werden auch als Marderbären bezeichnet, gehören aber zur Familie der Schleichkatzen.

Neuzugang Theo liegt auf einem Baumstamm und schläft, er gähnt, kratzt sich, gähnt wieder. Allenfalls macht er einen kurzen Rundgang. „Die großen Augen weisen darauf hin, dass Binturongs dämmerungs- und nachtaktiv sind – Theo ist also nicht faul, sondern müde!“, erklärt Zoodirektor Miguel Casares.

Theo hat schon eine kleine Reise hinter sich: Geboren wurde er 2005 in Saint-Martin-la-Plaine in Frankreich, er kam dann über Arnhem (Niederlande) und Cambron (Belgien) nach Frankfurt. „Unser Plan ist es, Theo mit den Sumatra Orang-Utans zu vergesellschaften. Beide Tierarten teilen sich auch den Lebensraum in ihrer Heimat in Süd- und Südostasien. Noch ist die Zusammengewöhnung aber nicht abgeschlossen; da gehen wir sehr langsam und behutsam vor. Es kann auch durchaus mal sein, dass die Tiere nicht so gut miteinander auskommen“, sagt Casares. Wie auch im Ukumari-Land, wo Brillenbären mit Waldhunden und Große Ameisenbären mit Brüllaffen vergesellschaftet wurden, verspricht man sich hier für beide Arten eine Verhaltensanreicherung. Für die Besucherinnen und Besucher des Zoos ist eine spannende neue Art hinzugekommen.

Binturongs (Arctictis binturong) sind große, stattliche Tiere. Sie erreichen ein Gewicht von 15 Kilogramm und mehr und können etwa 25 Jahre alt werden. Sie leben in tropischen und subtropischen Regenwäldern sowie im Grasland. Trotz ihres etwas tollpatschigen Aussehens, sind sie wahre Kletterkünstler. Die spitzen Krallen, der Greifschwanz und ihre kräftigen Beine helfen ihnen, sich behände fortzubewegen. Binturongs sind Einzelgänger. Sie ernähren sich von Früchten, fressen aber auch Aas, kleine Tiere, Fische und Vögel. Die weiblichen Tiere sind größer und schwerer als die Männchen – eine Seltenheit bei Säugetieren.

Das Fleisch des Binturongs wird mancherorts als Delikatesse angesehen, weshalb die Tiere gejagt werden. Durch die Abholzung ihres Lebensraums hat sich ihr Bestand im Freiland drastisch verringert, sie werden von der IUCN als gefährdet eingestuft. 

Theo ist nicht der erste Binturong im Frankfurter Zoo. Bereits von 1925 bis etwa 1930 wurde diese Art in Frankfurt gehalten.

 

 


Partnerschaft ausbauen, voneinander lernen

Bürgermeister Uwe Becker vertritt Frankfurt auf internationaler Städtekonferenz in Tel Aviv

(ffm) Auf Einladung der Stadt Tel Aviv vertritt Bürgermeister Uwe Becker vom 3. bis 5. September Frankfurt am Main in der israelischen Metropole. Von nachhaltiger Stadtentwicklung über moderne Finanzierungsformen für Kommunen bis hin zu Smart Citys und der Bedeutung des Tourismus für Städte und Regionen reicht das Themenspektrum, das Stadtoberhäupter aus der ganzen Welt miteinander erörtern.

„Es ist eine große Chance, Frankfurt im internationalen Wettbewerb der Städte stark zu positionieren, die Erfahrungen unserer Mainmetropole auch den übrigen Städten zu vermitteln und gleichzeitig Anregungen für zukunftsgerichtete Projekte auch zurück nach Frankfurt mitzunehmen", betonte Bürgermeister Uwe Becker.

Zu Beginn der Konferenz wurde Bürgermeister Uwe Becker von Tel Avivs Oberbürgermeister Ron Huldai empfangen, der Becker für sein jahrelanges Engagement für die Partnerschaft beider Städte dankte.

Als Gastgeschenk überreichte Bürgermeister Uwe Becker seinem Tel Aviver Kollegen das neu erschienene Buch des in Tel Aviv geborenen Frankfurter Fotografen Rafael Herlich „DiverCity FFM" das die kulturelle und religiöse Vielfalt Frankfurts zeigt.

„Die Vielfalt und Buntheit der Gesellschaft verbindet beide Städte und macht diese umso mehr zu wichtigen Partnern", betonte Becker, der vor Ort auch für einen stärkeren Austausch zwischen den Schulen beider Städte warb.

 

 


Fördermittel in Millionenhöhe

Planungsdezernent Mike Josef bewilligt Gelder für günstige Wohnungen

(ffm) Planungsdezernent Mike Josef hat Fördermittel aus verschiedenen Programmen von über 4,31 Millionen Euro bewilligt und weitere rund 4,44 Millionen Euro zur Auszahlung angeordnet.

„Mit Hilfe unserer Förderprogrammen unterstützen wir den Neubau und die Bestandsmodernisierung von dringend benötigten bezahlbaren Wohnungen“, sagt Josef. „Von den städtischen Mitteln profitieren dabei die Bezieher mittlerer und niedriger Einkommen.“

Für ein Neubauvorhaben der ABG Frankfurt Holding an der Palleskestraße in Höchst fließen rund 3,87 Millionen Euro: Im Förderweg 1 sind sowohl ein Darlehen über rund 1,37 Millionen Euro als auch Zuschüsse in Höhe von rund 2,51 Millionen Euro vorgesehen. Auf dem früheren Betriebshof der städtischen Verkehrsgesellschaft VGF errichtet die ABG ein gemischtes Wohnquartier mit insgesamt rund 250 geförderten und freifinanzierten Wohnungen sowie einer Kindertagesstätte. Das Quartier wird in zwei Bauabschnitten realisiert. Im ersten Bauabschnitt werden zunächst 18 von 51 Wohnungen im Förderweg 1 realisiert. Die Miete für die Wohnungen beträgt 5,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. 

Für ein privates Modernisierungsvorhaben in der Elbestraße im Bahnhofsviertel hat Stadtrat Josef einen einmaligen Zuschuss von 373.339 Euro bewilligt. Im Rahmen des Programms zur Förderung von selbst genutztem Wohneigentum wird ein Darlehen von 55.000 Euro für ein privates Wohnungsneubauvorhaben gewährt. Außerdem wird mit dem „Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehende Räume für Kreative“ ein weiteres Atelier an der Orber Straße in Fechenheim mit 7175 Euro bezuschusst.

Der Planungsdezernent hat außerdem die erste Rate über rund 3,12 Millionen Euro für ein Bauvorhaben der ABG Frankfurt Holding in der Lyoner Straße 54-56 freigegeben. Dort entstehen 63 Wohnungen im Förderweg 2. Das Projekt wird von der Stadt Frankfurt mit einem Baudarlehen in Höhe von rund 6,38 Millionen Euro unterstützt. Durch die Förderung liegt die Durchschnittsmiete pro Monat und Quadratmeter bei 8,13 Euro – etwa 35 Prozent unter der ortsüblichen Marktmiete. 

Für ein Neubauvorhaben der Hellerhof GmbH im Alemannenweg 42, das als Teil der Stadterneuerung in Unterliederbach entsteht, hat Stadtrat Josef ebenfalls die erste Rate über rund 1,31 Millionen Euro freigegeben. Bei dem Projekt entstehen 27 Wohnungen im Förderweg 2. Das Vorhaben wird von der Stadt Frankfurt mit einem Darlehen über rund 2,68 Millionen Euro gefördert. Die Mieten liegen je nach Einkommensstufe der künftigen Mieter künftig bei 6,83 Euro beziehungsweise bei 8,93 Euro pro Monat und Quadratmeter – 35 Prozent beziehungsweise 15 Prozent unter der ortsüblichen Marktmiete. 

Weitere Informationen zu den städtischen Programmen der Wohnungsbauförderung finden sich unter http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de .

Kontakt für die Medien: Mark Gellert, Dezernat IV – Planen und Wohnen, Pressesprecher, Telefon 069/212-36304, E-Mail: mark.gellert@stadt-frankfurt.de

 

 

Tee und Baklava unter dem Mäuseturm

"Was? Die lange Reise nach Anamur für nur vier Tage?" Diese Frage wurde den sechs Teilnehmern der Reise nach Anamur vom 31.5.-3.6.2018 häufiger gestellt. Aber alle waren sich am letzten Tag einig, dass sich die relative lange An- und Abreise auf jeden Fall gelohnt hat, da die Zeit vor Ort einem deutlich länger vorkam und die Herzlichkeit der Freunde in Anamur, das abwechslugsreiche Programm und natürlich das leckere Essen die Zeit im Flugzeug und Bus deutlich aufwiegt.

Bürgermeister Mehmet Türe ließ es sich natürlich nicht nehmen die Delegation aus Bingen zu begrüßen, die bis auf einen Teilnehmr bereits mehrfach in Anamur waren. Desweiteren wurden zwei Schulen, das Beratungszentrum für Familien und die Volkshochschule besucht. Überall sind die Binger Gäste auf das Herzlichste empfangen worden. Neben den offiziellen Terminen gab es genügend Zeit für den Besuch des Basars und der Besichtgung einer Tropfsteinhöhle, der Mamure Festung, der antiken Stadt Anemurion, eines Bananengewächshauses und natürlich fürs Baden im Meer.

Ein besonderes Erlebnis war das gemeinsame Fastenbrechen (Iftar) mit 500 Dorfbewohnern anlässlich des Fastenmmonat Ramadan, in den die Reise fiel. Dies war zugleich der Abschiedsabend, der nach dem Abendessen im Freundschaftspark fortgesetzt wurde. Unter dem Mäuseturm bedankte sich Vereinsvorsitzende Michaela Heintke bei den Organisatoren seitens der Stadtverwaltung und des Freundeskreises in Anamur für den sehr gelungenen Aufenthalt. "Es war schön, die gelebte Freundschaft zwischen Bingen und Anamur täglich gesehen zu haben, da immer unterschiedliche Freunde die Gäste aus Anamur zu den verschiedenen Terminen begleitet haben und allen der Abschied schwer fiel .

Vielen Dank! Wir kommen wieder!"

 

Fotos: Stefan Eßer

 

 

 

 

Kostenlose Datenschutz-Tipps für Vereinsvertreter und Ehrenamtliche

(ffm) Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union gilt seit dem 25. Mai 2018. Damit verbunden sind auch höhere Anforderungen für Vereine und Ehrenamtsorganisationen. Viele Vereinsvertreter sind unsicher, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen und worauf zu achten ist. 

Die Stadt Frankfurt am Main, Fachbereich Ehrenamt und Stiftungen, veranstaltet im Rahmen der 12. Frankfurter Ehrenamtsmesse am Samstag, 15. September, ein Informationsseminar zum Thema Datenschutz. Referent ist Michael Kaiser, Mitarbeiter des Hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Der Vortrag findet um 11.30 Uhr im Plenarsaal, Römerberg 23, statt und wird etwa 1,5 Stunden dauern. Eingeladen sind alle Vereinsvertreter, ehrenamtliche Projektleiter, Verantwortliche von Selbsthilfegruppen, Initiativen oder Ehrenamtsorganisationen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Interessierte können sich unter Angabe ihres Vereins beziehungsweise ihrer Initiative unter E-Mail ehrenamt@stadt-frankfurt.de ab sofort verbindlich anmelden. Aufgrund der begrenzten Kapazität werden die Plätze nach Eingang der Anmeldung vergeben.

 

 


‚Fahrverbote schaden der Region, der Bevölkerung und der Wirtschaft‘

 

 

 

(ffm) Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und des hessischen Handwerkstages (HHT), sowie Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, auf die möglichen Folgen von Fahrverboten in der Stadt Frankfurt hingewiesen. Das regionale Handwerk stellte hierzu ein Positionspapier vor. Unter anderem forderten Karpinski und Ehinger die Politik, bestehende Instrumente zur Verkehrsoptimierung konsequent umzusetzen und langfristig planbare Vorgaben zu machen.

Bernd Ehinger sagte: „Das regionale Handwerk steht zu den Themen Nachhaltigkeit und nimmt seine Verantwortung am Standort FrankfurtRheinMain wahr. Jedoch ist grundsätzlich festzuhalten: In den vergangenen Jahrzehnten konnte eine massive Reduzierung fast aller Luftschadstoffe – mittlerweile auch in den Bereichen Feinstaub und Stickoxide (NOx) – erreicht werden. Das Engagement des Handwerks in der Gebäude-, Energie- und Fahrzeugtechnik hat wesentlich dazu beigetragen. Trotz neuer Technologien sind wir jedoch auch in den kommenden Jahren auf die Nutzung von Verbrennungsmotoren, darunter auch die Diesel-Technologie, angewiesen." Nicht nur im Bereich der Wirtschaftsverkehre bleibe der Diesel ein wichtiges Standbein der Mobilität. „Das Handwerk in der Metropolregion FrankfurtRheinMain lehnt es entschiede ab, dass Unternehmen und ihre Beschäftigten, die im Vertrauen auf die Gültigkeit der Euro 5 Norm Fahrzeuge erworben haben, nun für Fehler anderer haftbar gemacht werden. Fahrverbote schaden der Region, der Bevölkerung und der Wirtschaft."

Der Handwerkspräsident wies zudem mit Verweis auf das Positionspapier darauf hin, dass das Thema Verkehrspolitik auch in der Region stärker an Bedeutung gewinnen müsse: „Verkehr ist ein Standortfaktor. Das Handwerk fordert die Politik auf, verstärkt Gespräche über die Verkehrsplanung zu führen und dabei die regionale Wirtschaft miteinzubeziehen. Die Themen Baustellenmanagement, digital optimierte Ampeleinstellungen, Tempolimits sowie Lieferverkehre müssen sich nicht einseitig am Bedarf einzelner Gruppen orientieren, sondern bedürfen eines breiten Diskurses in der Gesellschaft." Dasselbe gelte für den Ausbau des Radverkehrs. Auch das Handwerk hält den Ausbau den ÖPNV für wichtig. Dafür müssen auch Planungszeiträume verkürzt werden.“ 

Aus Sicht des Frankfurter und deutschen Kfz-Handwerks sagte Jürgen Karpinski: „Im Frankfurter Raum gibt es fast 400 Kraftfahrzeugbetriebe, die bei einem Einfahrverbot nach Frankfurt einen erheblichen Teil hrer Kundschaft verlieren würden. Diese Entwicklung trägt für Fahrzeughalter und Automobilunternehmer enteignungsgleiche Züge, die nicht sein dürfen. Bei den fast 40.000 Kraftfahrzeugbetrieben bundesweit, die meisten davon sind mittelständische Familienbetriebe, stehen derzeit rund 350.000 Euro5-Diesel mit einem Wert von fast fünf Milliarden Euro, die kaum oder nur mit hohen Abschlägen zu verkaufen sind. Dies mit steigender Tendenz, da jeden Tag Leasingrückläufer auf die Höfe der Betriebe zurückkommen. Für Dieselfahrzeuge benötigen wir daher dringend eine Verordnung der Politik zur Hardwarenachrüstung, damit hunderttausende Berufstätige auch weiterhin nach Frankfurt einfahren können."

Oberbürgermeister Feldmann sagte: „Die gegenwärtige Situation stellt insbesondere für die mittelständische, regionale Wirtschaft ein großes Problem dar, dem die Politik durch konsequente Entscheidungen begegnen muss. Im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs wird die Stadt Frankfurt in den kommenden Jahren verstärkt e-Busse und Wasserstoffbusse einsetzen, für eine weitere ÖPNV-Beschleunigung sorgen, Video-Fahrkartenautomaten zum Einsatz bringen, den Nachtverkehr ausweiten, entsprechend der Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes den Ausbau barrierefreier Haltestellen fortsetzen, zusätzliche Taktverdichtungen im Busnetz vornehmen und mit einer Vergünstigung des städtischen Jobtickets dazu beitragen, den Anteil des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehr weiter zu steigern. Wir haben die Attraktivität durch das hessenweite Schülerticket für ganz Hessen und die Einführung eines günstigeren Seniorentickets gesteigert.“

Dennoch bestehe trotz der enormen Anstrengungen der Stadt Frankfurt weiterhin die Gefahr, dass es zu Fahrverboten komme, „die Unterstützung des Bundes ist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Was wirklich hilft, ist der Zwang zur Nachrüstung der Diesel-Fahrzeuge.“

Vor diesem Hintergrund fordert der Oberbürgermeister das Land Hessen auf, zeitnah zu einem hessischen Dieselgipfel einzuladen, um nach gemeinsamen Lösungen zu suchen und die Fahrverbote zu verhindern. Er appellierte an die Bundesregierung im Sinne der Verbraucher und des lokalen Handwerks Initiativen zu ergreifen, die Fahrverbote und damit die Enteignung von Automobilbesitzern verhindern.


Brand in der Kleinmarkthalle

(ffm) Am Montagabend, 27. August, ist im Keller der Kleinmarkthalle ein Feuer ausgebrochen, das kurze Zeit später von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Gegen 20.10 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus, etwa zur gleichen Zeit bemerkte ein Händler den Brand und meldete diesen ebenfalls. Der Brand wurde kurze Zeit später durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr gelöscht, Personen kamen nicht zu Schaden. 

Die Schadenshöhe am Gebäude und der Einrichtung ist bislang noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Brandermittlungen aufgenommen. Nach jetzigem Erkenntnisstand könnte ein technischer Defekt die Brandursache gewesen sein. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Da zunächst die Schäden, die durch den Brand entstanden waren, beseitigt werden mussten, konnte der Betrieb am Dienstag, 28. August, noch nicht aufgenommen werden. Am Mittwoch, 29. August, wird die Kleinmarkthalle wieder wie gewohnt öffnen.

 

 

Durchs wilde Frankfurt

Fahrradtour der besonderen Art führt zum Monte Scherbelino

(ffm) Wild durch die Stadt zu radeln verbietet sich aus Sicherheitsgründen. Wie wäre es aber mit einer Fahrradexkursion zu wilden Ecken in der Stadt? Zu den Fledermäusen in der Eschenheimer Anlage zum Beispiel? Oder zu stillgelegten Flächen im Stadtwald? Schließlich zum Ziel der Tour, der Projektfläche „Städte wagen Wildnis“ am Monte Scherbelino?

„Wildes Radeln Südtour“ lautet der Titel der Radtour am kommenden Sonntag, 2. September. Start ist um 14 Uhr in der Eschenheimer Anlage am Ende der Krögerstraße. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig wird die Tour begleiten.

Auf dem Weg durch die Stadt und auf dem GrünGürtel-Radrundweg werden Standorte zufällig entstandener und geplanter Wildnis angefahren sowie besichtigt. Diese wilden Flächen sind Oasen der Erholung für Mensch und Natur in einem ansonsten dicht bebauten Umfeld aus Stein und Beton. Zwischendurch gibt es Informationen und kurze Vorträge zum Thema: Wie wild ist die Stadt – und könnte sie noch wilder sein?

Es werden Initiativen vorgestellt, die Arten- und Sortenvielfalt fördern, erlebbar machen und dazu beitragen, dass die Stadt bunt, spannend und lebendig bleibt - unter anderem die Initiative SoLaWi „maingrün“ (Solidarische Landwirtschaft) in den Oberräder Gärten. Auf der Tour ist Verkehrslärm ausdrücklich erwünscht – sofern er von Fahrradklingeln, Grillen und Mauerseglern erzeugt wird.

Die Radtour wird etwa drei Stunden dauern, ist für jedermann offen und kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fahrrad, Verpflegung, Regen- oder Sonnenschutz mitbringen.

Weitere Informationen bekommt man per E-Mail an frieder.leuthold@stadt-frankfurt.de oder telefonisch unter 01577/5342251.

 

 

‚Kurze Fahrten, kleinerer Preis‘: Fahrten über Frankfurts Stadtgrenzen werden günstiger

RMV-Aufsichtsrat beschließt niedrigere Fahrpreise für kurze Fahrten über Frankfurts Stadtgrenze - Preise für Einzel- und Tageskarten innerhalb Frankfurts bleiben konstant

(ffm) „Jahrelang wurde darüber geredet, jetzt ist es endlich soweit: Ab Januar 2019 gibt es endlich preisgünstigere Fahrkarten für kurze Fahrten über Frankfurts Stadtgrenzen wie nach Offenbach“, fasst RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann die Entscheidung des RMV-Aufsichtsrats zusammen. Einstimmig beschloss das Gremium eine feingliedrigere Einteilung der Tarifgebiete, welche kurze Fahrten über die Frankfurter Stadtgrenze günstiger macht.

„Statt eines einheitlichen Preises gilt nun für zahlreiche kurze Fahrtrelationen zwischen Frankfurt und Offenbach, Eschborn, Neu-Isenburg und Bad Vilbel das Prinzip ‚kurze Fahrten, kleinerer Preis‘“, führt Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, weiter aus.

„Wer von Oberrad zum Marktplatz in Offenbach fuhr, hat bislang genauso viel bezahlt, wie jemand, der 27 Kilometer von Zeilsheim nach Bieber fuhr“, verdeutlicht RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Die feingliedrigere Einteilung der Tarifgebiete hat Modellcharakter für das gesamte Verbundgebiet. Wir verbessern damit das Preis-Leistungsverhältnis des RMV-Tarifs und erhöhen die Attraktivität unseres Angebots.“


Frankfurter Bevölkerung auf über 741.000 Einwohnerinnen und Einwohner angewachsen

Stadtrat Jan Schneider präsentiert „frankfurt statistik aktuell“ Nr. 06 und 07/2018 zum Bevölkerungsstand am Jahresende 2017

(ffm) Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner ist auch im vergangenen Jahr weiter angestiegen. „Zum Stichtag am 31.12.2017 waren insgesamt 741.093 Frankfurterinnen und Frankfurter im Melderegister mit Hauptwohnung gemeldet“, erläutert der für die Frankfurter Statistik zuständige Dezernent, Stadtrat Jan Schneider, die aktuellen Daten. Die Frankfurter Bevölkerung ist damit im letzten Jahr um insgesamt 11.469 Personen beziehungsweise 1,6 Prozent angewachsen.

522.318 (+2840) Frankfurterinnen und Frankfurter sind Deutsche. Insgesamt 218.775 (+8629) haben eine andere Staatsangehörigkeit. Der Ausländeranteil beträgt damit aktuell 29,5 Prozent, ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt 101.708 (+3 579) Frankfurterinnen und Frankfurter kommen aus einem Staat der Europäischen Union. „Damit wurde erstmals die Schwelle von 100.000 Bürgerinnen und Bürgern aus EU-Staaten überschritten“, hebt Stadtrat Schneider hervor. Ihr Anteil an der gesamten städtischen Bevölkerung beträgt 13,7 Prozent beziehungsweise knapp die Hälfte (46,5 %) der Ausländerinnen und Ausländer. Die meisten EU-Ausländerinnen und -Ausländer haben einen kroatischen Pass (16.075/+693), gefolgt von italienischen (15.107/+435) und polnischen (13.156/-64) Staatsangehörigen. 

Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer aus einem Nicht-EU-Staat beträgt 15,8 Prozent (+0,4 %-Punkte) an der gesamtstädtischen Bevölkerung. Ihre Anzahl ist im letzten Jahr um 5050 auf 117.067 Personen gestiegen. Die meisten Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU-Ländern kommen nach wie vor aus der Türkei (25.759/-296), danach folgen Serbien (9155/+443), Indien (6177/+906) und Marokko (6002/+88).

„In den Stadtteilen gab es den insgesamt größten Bevölkerungszuwachs in Kalbach-Riedberg mit 1540 (+8,4 %) Personen, dicht gefolgt vom Gallus mit 1491 (+4,0 %) und mit etwas Abstand an dritter Stelle im Ostend mit 1004 (+3,6 %)“, führt Stadtrat Jan Schneider weiter aus.

„Es ist davon auszugehen, dass sich das Bevölkerungswachstum weiter fortsetzt. Voraussichtlich wird dann im Herbst die Grenze von 750.000 Einwohnerinnen und Einwohnern überschritten“, richtet Stadtrat Schneider den Blick in die Zukunft.

„frankfurt statistik aktuell“ 06 und 07/2018 steht unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenloses PDF-Download zur Verfügung.

 

 

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Antisemitismus keinen Raum geben

Magistrat beschließt Vorgehen gegen antisemitische BDS-Bewegung

(kus) Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat am Freitag, 25. August, die Vorlage von Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker für ein entschiedenes Vorgehen gegen die antisemitische BDS-Bewegung in Frankfurt beschlossen. Seit über zehn Jahren versucht die BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions), den Staat Israel international zu isolieren und ruft in vielen Ländern zunehmend zu Boykottmaßnahmen auf. „Es geht im Kern der BDS-Bewegung um die Delegitimierung des Staates Israel, zu deren Zweck Boykott und Diffamierung als Mittel eingesetzt werden. Von selbsternannter ,Kaufhauspolizei‘, die israelische Waren in Geschäften brandmarkt und damit auch Händler einschüchtert, über die Einschüchterung von Künstlern, die in Israel auftreten oder dies möchten, bis hin zur Störung von Veranstaltungen reicht weltweit ein Ausschnitt verschiedenster BDS-Aktivitäten. Die BDS-Bewegung nutzt mit ihren Botschaften die gleiche Sprache, die einst Nationalsozialisten gebrauchten, um auszudrücken: ,Kauft nicht bei Juden!‘. Die BDS-Kampagne wählt mit ihrer tief in das Fundament der Legitimation des jüdischen Staates reichenden Kritik an Israel den Umweg über den Antizionismus, um beim Antisemitismus anzukommen. Die BDS-Bewegung ist damit eine zutiefst antisemitische Bewegung und soll in der Stadt Frankfurt am Main keinen Raum haben. Wir bekennen uns zu der tief empfundenen Freundschaft zu Israel und setzen uns für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern ein“, erklärte Bürgermeister Uwe Becker.
Nach Beschluss des Magistrats sollen in Frankfurt am Main keinerlei Räumlichkeiten oder Flächen für BDS-Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden und auch Zuschüsse sollen Vereinen oder Organisationen verwehrt werden, die die antisemitischen Aktivitäten von BDS unterstützen. Dies soll für städtische Räumlichkeiten und Räume von städtischen Gesellschaften gelten. Gleichzeitig appelliert der Magistrat auch an private Vermieter in der Stadt, ebenso zu verfahren. „Die Stadt Frankfurt am Main besitzt eine große jüdische Tradition. Sie verdankt in vielerlei Hinsicht ihre heutige Rolle und Bedeutung als Stadt der Kultur, der Wissenschaft und des Handels gerade auch dem Wirken großer jüdischer Familien. Frankfurt am Main pflegt zudem mit seiner Partnerschaft zu Tel Aviv eine besondere Nähe zu Israel und hat diese besondere Beziehung in den zurückliegenden Jahren immer weiter ausgebaut. Umso mehr ist es Aufgabe und Verpflichtung der Stadt, engagiert gegen jeglichen Antisemitismus vorzugehen“, betonte Becker.